Interview mit Dr. Miguel Corty Friedrich

Dr. Miguel Corty Friedrich

Was versteht man eigentlich unter Krebs?

Krebs ist ein volkstümlicher Begriff, der in der wissenschaftlichen Medizin keinen Platz hat. „Krebs“ kann irgendeine Wucherung sein, ein Knoten, eine Geschwulst, auf der Haut oder unter der Haut. Was wir wirklich meinen, ist ein "Karzinom", eine sogenannt "bösartige" Veränderung eines Körperteils, dessen letzte Konsequenz für den Patienten tödlich sein kann.


Gibt es einen Unterschied zwischen alternativer, komplementärer und integrativer Medizin?

O ja, selbstverständlich. Jeder dieser drei meint etwas vollkommen anderes: alternative Medizin ist nach Auffassung der US Amerikaner eine Medizin ohne herkömmliche, allgemein anerkannte Therapiemaßnahmen. Komplementäre Medizin sind all die Maßnahmen, die "zusätzlich" zu einer anderen, in der Regel anerkannten Behandlung gegeben werden können. "Integrative Medizin" ist die Summe der medizinischen Maßnahmen, sowohl konventioneller als auch alternativer und/oder komplementärer Behandlungen.



Naturheilkundliche Begleitung der Krebstherapie, ergänzende Heilbehandlungen, integrative Medizin – wie verträgt sich das mit dem alleinigen Therapieanspruch der etablierten Onkologie?

Wenn Sie damit den Begriff "Therapieanspruch" als wesentliche Frage meinen, ist der selbstverständlich vollkommen ungeklärt. Täglich erlebe ich Patienten, die der Meinung sind, ihr Körper gehöre ihnen, und nicht dem Arzt, und ein "Anspruch" auf irgendetwas besteht schon mal gar nicht! Auf der anderen Seite finden sich die Ängstlichen und Verunsicherten, die glauben, ein irgendwie mit Heilmethoden vertrauter Mensch wisse schon, wie ihnen zu helfen sei, und begeben sich vollständig in derartige Hände. Beides sind zu vermeidende Extremhaltungen! In meinem Buch bestehe ich immer wieder auf der Figur des Onkologen als einer tragischen Person: niemand weiß besser als der Onkologe, was für unmögliche Entscheidungen und oft (Be)Handlungen vom ihm erwartet werden, und ich breche jederzeit eine Lanze für diese schwer gestressten Kollegen. Die meisten Bücher über, oder besser „gegen“ die Onkologie stammen von Onkologen. Es sind weniger die Ärzte als die Systeme, die einen Heilungsanspruch für sich fordern, Systeme wie Pharmakonzerne, Forschungsinstitute, Versicherungsgruppen, gesichtslose Denkfabriken, die der Meinung sind, es stehe allein ihnen zu, Krebspatienten zu behandeln. Dagegen wehre ich mich ganz entschieden: das Recht auf eine Behandlung, und vor allem darauf, wie behandelt werden soll, hat der Patient, und der Patient muss, möglichst angstfrei und gut beraten, entscheiden dürfen.


Die Diagnose "Sie haben Krebs!" setzen viele Menschen mit einem Todesurteil gleich. Wie sehen Sie das?

Absolut nicht! Ich wundere mich immer wieder über Statistiken, laut denen, früher oder später, alle Krebspatienten als potentiell Verstorbene betrachtet werden. Es ist durchaus zutreffend, dass 3 von 4 Patienten ihren Krebs "überleben", soll heißen, an etwas Anderem versterben als an Krebs. So etwas geschieht natürlich nicht von allein: man muss Maßnahmen ergreifen, etwas tun, sich verändern. In meinem Buch gehe ich detailliert darauf ein, wie man so etwas bewerkstelligt, und warum es so wichtig ist, sein Leben zu ändern, mit oder ohne Chemotherapie. Mehr noch als gegen die sinnlose Diskussion wer länger lebt, mit Chemo oder mit biologischen Behandlungsverfahren, versuche ich klarzumachen, dass es meistens eher um die Frage nach der Lebensqualität nach der Behandlung geht. Will man noch Kinder? Kann man das Leben noch genießen? Macht Überleben Sinn? Wie wird es weitergehen?


Was ist Homöopathie und wie hängt Nanomedizin damit zusammen?

Das Wort "Homöopathie" ist ein übergeordneter Begriff für Behandlungsmethoden die auf der Verwendung von verdünnten und aktiv-verschüttelten Substanzen beruhen. Es ist ein medizinischer Begriff, eine medizinische Tätigkeit, die eine sehr lange Ausbildung und noch längere Erfahrung verlangt, und ist nicht gleichbedeutend mit "Scharlatanerie", "Placebo" oder "Produkt ohne Wirkstoff". Es gibt viele verschiedene homöopathische Methoden und Produkte, denen eines gemeinsam ist: sie entsprechen dem Prinzip eines "aktivierten minimal großen Wirkstoffes", was seit einigen Jahren als "nano-pharmazeutisches Produkt" bezeichnet wird. In meinem Werk gehe ich auf den Umstand ein, dass meines Wissens unumstößliche Beweise vorliegen, dass gewisse mineralische und biologische Stoffe auf einer Ebene zwischen Molekül- und Atomgröße Auswirkungen auf die Funktion der Zelle im menschlichen Körper haben. Die Schulmedizin arbeitet seit einigen Jahren an der Frage, warum nanometrisch-kleine Stoffe entweder verheerenden (toxischen) oder regulierenden Einfluss auf das menschliche Funktionieren haben. Die Homöopathie hat vor über 200 Jahren diese Eigenschaft entdeckt, präzise beschrieben und gezielt eingesetzt, allerdings eindeutig fatal schlecht erklären können. Kein Wunder! Woher sollte Hahnemann auch wissen, dass seine Methode Nanopartikel und Quantumdots produzierte, die unmittelbar in den Zellkern eingreifen…


Können homöopathische Mittel Krebs heilen?

Ja. Trotz aller „Unkenrufe“ kann man davon ausgehen, dass dieser Umstand mittlerweile allgemein als bewiesen gilt, auch wenn noch immer Fragen offen sind über das Warum.


Was kann man sich unter einem Banerji-Protokoll vorstellen?

Bei dem Begriff handelt sich um eine unglückliche übersetzung aus dem Englischen, wobei zwei Teile zusammenkommen: die Entdecker, die Ärztefamilie der Banerjis, und das Einhalten eines Behandlungsschemas, das immer gleich ist und wiederholt werden soll, ohne Abweichung. Die Therapie besteht aus einer Reihe von homöopathischen Produkten unterschiedlicher Zusammensetzung und sehr unterschiedlicher Verdünnungsstufen. Als dritter Umstand kommt meiner Ansicht nach noch hinzu, dass es einen biologischen Zusammenhang zwischen dem Krebs, dem Patienten und dem Mittel gibt, eine typisch homöopathische Überlegung, die dem behandelnden Arzt oder Heiler hilft, weitere Zusammenhänge zu verstehen, und die Behandlung so weiter verfeinern und ergänzen lassen kann.


Welche relevanten Aussagen über Krebs können Statistiken liefern?

Für den schulmedizinisch ausgebildeten Heiler sagen Statistiken alles aus, wonach er sich zu richten hat, und das schließt auch einen Homöopathen mit ein, wenn er nicht grob fahrlässig handeln will und seiner Approbation verlustig gehen will! Eine positive Statistik gibt den Grund zu einer Zulassung als Medikament, orientiert den Arzt auf der Suche nach besseren Mitteln und Behandlungen, und ist der Beginn und das Ende einer Therapieentscheidung. Es liegt also auf der Hand, dass ein Aufschrei folgen musste, wenn eine nicht schulmedizinische Behandlungsmethode bessere Ergebnisse aufzeigt als die schulmedizinische Therapie, und sei sie auch nur für einen einzigen Krebstyp nachgewiesen worden!


Welche Bedeutung hat das Therapieziel? Ist das immer die Heilung?

Wie ich vorher sagte, ist das Therapieziel Lebensqualität. Das Wort "Heilung" klingt in meinen Ohren immer vermessen. Wer kann schon "Bluthochdruck" heilen, oder "hohen Cholesterinspiegel"? Wie will man dann erst Krebs heilen? Es geht um Überleben, und meiner Meinung nach geht es dabei zunehmend auch um den Preis, den man dafür zahlen muss. Wenn ich an anderer Stelle sagte, 3 von 4 Patienten sterben an anderen Erkrankungen, dann meine ich auch, dass Krebs zumindest gut behandelbar geworden ist. Machen wir die Behandlung jetzt also auch noch sicher, geben wir den Menschen die Chance, nach der Therapie noch ein würdiges Alter und gesunderes Leben zu führen, nochmal Kinder zu bekommen, wenn gewünscht, alle Gliedmaßen zu besitzen, organisch funktionstüchtig zu sein. Die Banerji Protokolle haben als einzige auf der Welt sogar vollständige Wiederherstellung von krebszerstörten Organen gezeigt. Es ist unwichtig bei wie vielen Menschen die vollständige Wiederherstellung gelungen ist: es scheint möglich! Also gehen wir es an.

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