Banerji Protokolle – Erfolgsmodell auf drei Ebenen

Krebstherapie nach Banerji

Seit nahezu zehn Jahren wenden wir die Homöopathie nach Banerji (BP™) an, die letzten 5 Jahre vermehrt bei Krebs. Die bisherigen Erfolgsquoten geben uns Recht: Über 60% unserer Patienten leben auch noch nach 5 Jahren. Damit liegt unsere Erfolgsquote bei „Krebs – allgemein“ über dem statistischen Durchschnitt. Doch das ist nicht allein der Erfolg der BP ™. Entsprechend unserer Philosophie der Integrativen Medizin, zu der die BP™ gehören, ist dies nur eine von drei Säulen die wir sowohl Schülern als auch Patienten nahelegen.

Allein bei uns wurden im Jahr 2017 etwa 100 Krebspatienten behandelt.

Anzahl Krebspatienten im Jahre 2017

Wenn uns ein Patient aufsucht, beginnen wir mit den üblichen Punkten: Anamnese, Beurteilung der bisherigen Befunde, körperliche Untersuchung. Vorgeschichte der bisherigen Therapien.

Doch gleich darauf beginnt das Erforschen der biologischen Charakteristika.

Nach Ansicht der Schulmedizin sind alle Menschen gleich.

Das muss so sein, weil man sonst jeden Menschen anders behandeln müsste, und in der Folge keine statistischen Vergleiche möglich sind.

Dennoch kann integrative Medizin weder standardisiert noch zu stark individualisiert werden. Im ersten Fall verlieren wir Präzision in der Behandlung, im zweiten Fall, der Individualisierung, verlieren wir Prognose und Vergleichsmöglichkeiten zwischen den Fällen. In diesem Spagat zwischen zwei entgegen gesetzten Denkrichtungen haben wir uns entschieden die „Biologische Charakterisierung“ nach Paracelsus einzusetzen. Wir wenden die Signaturenlehre an.

Biologische Charakterisierung

Als Folge jahrelanger Beobachtung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass in den Naturwissenschaften ein wesentliches Element fehlt: Das Gesetz der Signaturenlehre, oder die Entsprechung der Materie nach Resonanz. Die „Hermetischen Prinzipien“ über den Aufbau der Welt sagen aus: „Wie Oben so Unten“ (heute genannt „Resonanzphänomen“), oder auch „Das Große prägt das Kleine“, und das Gesetz der Entsprechung: wie „Innen so Außen“ oder Fraktaltheorie.

Die oft verlachten und ignorierten Baupläne unseres Sonnensystems zeigen uns deutlich, dass es immer drei Bausteine für jedes größere Element gibt und dass die Korrespondenz der Stoffe, chemisch, physikalisch und biologisch immer von Innen nach Außen gleich bleibt. Dies ist der Schlüssel zur „Ähnlichkeits (=Similis)“ Theorie, bekannt unter dem Namen „Homöopathie“, aber auch zur anthroposophischen Lehre der „Entien“.

Auf dieser Basis kann man auf der Erde 7 unterschiedliche Verhaltensformen für Materie unterscheiden, die entsprechend 7 unterschiedliche Bindungsformen, Reaktionsformen und biologische Qualitäten haben. Ob es dem Menschen nun passt oder nicht, es gibt 7 unterschiedliche „Strategien“ oder Formen sich dem Leben anzupassen, und jeder Mensch wählt zu Beginn des Lebens eine davon für sich aus, die sie/er für den Rest des Lebens nicht mehr ändern kann.  Wir nennen dieses gern ignorierte Naturgesetz die „Heptosophie“, die „Lehre der Sieben Strategien“. Diese Behauptung ist keine „Philosophie“ oder Ansichtssache, man kann nicht wählen, oder eine „Neue“ Medizin damit schaffen: es ist eine biologische Tatsache, die man ignorieren kann, oder verstehen. Wenn man sie versteht, ordnet sich die Medizin ganz neu, man erkennt Zusammenhänge, man kann nachvollziehen, wie es zu den unterschiedlichen Erkrankungen kommt, vor allem aber kann man wesentlich genauer vorhersagen was geschehen wird, und auf was die Patienten ansprechen. Grade die Homöopathie wird zu einer leicht verwendbaren, vorhersehbaren Therapie mit hoher Erfolgsquote, da sie auf dem „Ähnlichkeitsprinzip“ aufgebaut ist.

Wiederholung der Bausteine in der Natur

Die zweite Neuerung nach Paracelsus ist die Wiederholung der Bausteine, die sich immer im „Dreiersatz“ zusammenfügen. Jeweils drei Elemente bilden ein neues, größeres Element. Wir wissen das aus der Quantenphysik: jeweils 3 „Elementarteilchen“ bilden ein neues, größeres Elementarteilchen. Auch dieses Naturgesetzt ist uns selten bewusst.

In der Medizin bedeutet es, dass wir, wollen wir etwas heilen, nach Möglichkeit auf alle 3 Bauelemente gleichzeitig einwirken sollten. Natürlich kann man sich auch auf ein einzelnes Element konzentrieren, aber die „Drei – Einigkeit“ wird rascher und effektiver zum Ziel führen.

Wir erkranken nach unserer Natur

Die dritte Neuerung nach Paracelsus lautet: der Mensch erkrankt „nach seiner Natur“, also im Rahmen seiner erwählten Strategie oder biologischen Charakteristika.

Ein Mensch mit Eigenschaften des Typ 1 wird zu Allergie neigen, er wird hohe Schmerzempfindlichkeit haben, in vielen Fällen unter „Reizdarm“ leiden und oft rheumatische Beschwerden präsentieren oder „Hashimoto“ diagnostiziert bekommen. Aber er wird eher selten oder nie Nierensteine haben, er bekommt keinen Herpes und auch kaum Diabetes. Umgekehrt wird Strategie 2 rasch Diabetes bekommen, dafür aber nie Reizdarm.

Die Natur der Krebstherapie nach BP™

Dr. Banerji kannte die heptopathische Lehre der „biologischen Charakterisierung“ nicht, er behandelte nach Wiederholung. Aber nach 1000 Patienten mit „Reizdarm“ hatte er eine Kombination von Mitteln zusammengestellt, die im Wesentlichen aus Mitteln der Strategie 1 bestanden, und nach 1000 Diabetikern eine Kombination aus Mitteln Typ 2, die Diabetes verbesserte. Es war das Prinzip „Try and Error“, dass ihn dazu brachte, nach Millionen von Kranken in Kalkutta ein System zu finden, dass im Wesentlichen den Regeln des Naturgesetztes entsprach: Finde die Natur der Erkrankung, und du hast die Mittelgruppe erkannt, die zur Heilung eingesetzt werden kann.

Ein Mensch leidet nicht unter „irgend einem Krebs“, er leidet an „seinem Krebs“

Es gibt viele Wege nach Rom, sagt der Volksmund. Dr. Banerji entdeckte Kombinationen von Heilmitteln, die den Vorgang „Krebs“ in jedem besonderen Fall am treffendsten beschrieb. Er konnte auch beobachten, dass die Krebserkrankung mit Vorliebe einen bestimmten Typ Patient erwählte, je nach Krebsform. Ich bin mir sicher, dass jeder Onkologe dies auch schon beobachtet hat, die Schulmedizin kennt aber noch nicht das Ordnungsprinzip, nach dem dies geschieht.

Dr Banerji fand diese Zusammenhänge, weil er ein exzellenter Homöopath war. Er konnte aus der einzelnen Beobachtung die allgemeine Regel ableiten: Brustkrebs behandelt man am besten mit Phytolacca, einer Pflanze mit zwei (wesentlichen) alkaloiden Wirkstoffen: einem hormon-identischen, und einem nicht hormonellen Wirkstoff, sowohl gegen Hormon-abhängigen Krebs wie nicht – hormonell gesteuertem Krebs.  Dies beschreibt die „physiologische“ Therapie oder Ebene 2.

Einen anderen Weg beschreiten Therapeuten, die hochdosierte Vitamine verwenden, Aufbauprodukte verschreiben oder, im Gegenteil, versuchen Krebszellen durch gezielte Blockaden wie monoklonale Antikörper und Hormonblocker von der Versorgung durch Blutkreislauf und Nahrungsstoffe abzuschneiden. Dies beschreibt die „strukturelle“ Therapie, oder Ebene 1.

Der dritte Weg führt über das Verständnis von negativen, „toxischen“ Emotionen. Bei der Behandlung von Krebs kennt man verschiedene Modelle, nach denen Emotionen Krankheiten auslösen können, z B. Schock, Traumata, schwerer Verlust oder massives Mobbing. Zum Beispiel sind sich beim Thema des duktal – invasiven Brustkarzinoms die meisten Autoren einig: Die negative Emotion, ein übermäßiges „Geben wollen“, bei gleichzeitiger totaler Ablehnung durch den geliebten Menschen, kann zur Ausbildung des Krebses führen.

Ein weiterer Heilungsweg ist also das Auflösen der krankmachenden Emotion. Dies ist die Therapie der „Reprogrammierung“ und Auflösung von traumatischen Erlebnissen. Dies ist die „Ebene 3“.

Unterschiedliche Biotypen reagieren unterschiedlich auf emotionale Belastung. So entsteht zum Beispiel die nachfolgende Grafik (Analyse eigener Fälle): bei 150 Patienten fanden sich am häufigsten Patienten der Strategie 5, gefolgt von Nr. 3 und Nr 1.

Auch wenn wir noch keine Daten besitzen, die uns die Gesamtverteilung dieser 3 Typen in der Gesellschaft aufschlüsselt, so ist doch anzunehmen, dass die emotional mehr gefährdeten Typologien diese drei darstellen. Anders ausgedrückt: die Menschen des Biotyps 5, 3 und 1 können eher an Krebs erkranken, als die anderen.

Der Erfolg der „Krebsrevolution“

Abschließend kann man sagen, dass die BP™ ein System darstellen, das auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig behandelt. Dazu kombiniert Dr. Banerji Mittel sehr unterschiedlicher Verdünnungsstufe zu einem Ganzen.

Von unserer Seite kommt eine gründliche Analyse des Einzelfalles dazu: Vorgeschichte, Therapiegeschichte, psycho-onkologische Beurteilung und der Abgleich zwischen dem bisherigen Lebensweg und der biologischen Strategie, die die/der Patient/in erfahren hat. Aus diesen Elementen resultiert wiederum ein mehrschichtiges Therapiekonzept mit ausgezeichneter Erfolgsquote.

Jeder Therapeut kann diese Kombination leicht lernen. Die zentralen Punkte sind einerseits die korrekte Interpretation der Banerji Protokolle™, und andererseits das Erkennen der richtigen Bio-Typologie oder „Signatur“.

Die Banerji Protokolle™ enthalten einen weiteren Faktor, der bislang nie berücksichtigt wurde, wiederum aus der Beobachtung abgeleitet. Er besagt, dass nach jeweils 3 Monaten die Therapie neu überprüft werden muss. Offenbar ordnen sich die krankmachenden Umstände alle 3 Monate neu, so dass Auslöser und Zusammenhänge neu verstanden werden müssen. Dieser Beobachtung werde ich an anderer Stelle Rechnung tragen.

Miguel Corty Friedrich (Dr. med), “Clinica Praxis” El Campello (Alicante – Spanien), dr.corty-friedrich@krebsrevolution.de , www.krebsrevolution.de www.heptopathie.de

“Homöopathische Mittel sind langsam…”

Eine oft zitierte Behauptung über homöopathische Heilmittel ist diese: Sie seien langsam.

Auch als ich klassische Homöopathie lernte, wurde mir beigebracht, eine erfolgreiche Behandlung brauche etwa 50% der Zeit, über die sich das Problem entwickelt habe.

Es ist an der Zeit, dass wir uns kritisch mit den überlieferten Glaubenssätzen zur Homöopathie auseinandersetzen. Solche Ansichten stammen aus einer Zeit, in der homöopathische Behandlungen noch nicht systematisch und wiederkehrend eingesetzt wurden. Man kann darüber streiten, ob “programmatische Homöopathie” wie zum Beispiel die Banerji Protokolle™ (BP™) echte Homöopathie sind oder nicht. In jedem Fall werden homöopathische Mittel zum Einsatz gebracht, und man bekommt vergleichbare Ergebnisse.

Aus verschiedenen Gründen sind programmatische Behandlungen sinnvoll:

  • Sie kommen rasch zum Einsatz
  • Sie brauchen eine möglichst genaue Diagnose nach schulmedizinischen Kriterien
  • Die Behandlungen werden vergleichbar
  • Erfolg wird messbar
  • Die endlosen Verdünnungsstufen (Potenzierungen) werden auf einige wenige begrenzt
  • Homöopathie wird kostengünstiger (weil die Mittel standarisiert werden können)
  • Die Vorgehensweise entspricht den Ansprüchen einer logischen, nachvollziehbaren Medizin

Leider sind die Lager der Verfechter einer “sanften Medizin” geteilt. In Spanien, wo ich studiert habe und praktiziere, haben wir den Satz “Teile und herrsche!” gelernt. Je zersplitterter eine Gruppe ist, desto weniger Einfluss kann sie auf die Entwicklung einer neuen Idee nehmen. Das ist wesentlich bei den biologischen Heilverfahren. Wie, wenn nicht dank Streit und fehlender Kommunikation zwischen den Therapeuten, könnte eine Schulmedizin es sonst erreichen, dass bei einer überwältigenden Patientenzahl, die eine sanfte Medizin bevorzugen, bis heute keine einheitlichen Richtlinien zur Kooperation mit konventionellen Therapiemethoden erzwungen werden konnte? Jeder 2. Patient bevorzugt eine biologische Therapie, aber nirgends gibt es Richtlinien. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass sich die Therapeuten uneinig darüber sind, was gemacht werden sollte.

Streitpunkte um Homöopathie:

  • Hochpotenzen enthalten keinen Wirkstoff
  • Hochpotenzen sind ausschließlich “psychisch”
  • Potenzen dürfen nicht gemischt werden
  • Komplexmittel sind Verrat an der Idee der Homöopathie
  • Das beste Heilmittel ist jenes, mit dem “alles” am Patienten auf einmal behandelt wird
  • Das “richtige Mittel” verursacht eine “Erstverschlimmerung”
  • Chronische Erkrankungen kann man nur miasmatisch behandeln
  • Das Thema der “Miasmatischen Erkrankungen”
  • Das Thema der “symptomatischen Therapie” in der Homöopathie
  • Usw.

Wie man sieht, kann man sich über praktisch alles streiten.

In den USA wurde vor über 20 Jahren ein Programm zur Überprüfung von “alternativen Heilmethoden” gestartet. Mittlerweile sind aus dieser Quelle hunderte von Veröffentlichungen entstanden, von kleinen “Papers” bis zu dicken Handbüchern.

Man hat Mönche beim Beten unter Gehirnscanner gesetzt, man hat Resonanz Diagnostik vor und nach Reiki beim selben Patienten gemacht, und man hat natürlich homöopathische Behandlungsgrundsätze überprüft.  Die Ergebnisse sind überzeugend: Man könnte sagen, alles, was uns sinnvoll einfällt, um den Krankheitsverlauf zu verändern, kann theoretisch funktionieren. Entscheidend dabei ist als Ergänzung der Behandlung die Einstellung von Patienten und Heilern: Sind wir davon überzeugt, machen wir mit, verändern sich die Parameter. Glauben wir es nicht, blockieren wir, bleibt alles beim Alten. Selbst die Supermittel aus den Banerji Protokollen bleiben in ihrer Wirkung auf wenige Monate beschränkt, bevor alles wieder so weiter geht wie zuvor.

Man kann den Menschen nicht vor seinen eigenen Ängsten schützen.

Da frage ich mich: Wenn tatsächlich so viele Maßnahmen eine Wirkung zeigen, warum streiten wir uns dann darüber, “wer Recht hat”? So etwas kann es doch gar nicht geben! Der Einfluss einer guten Maßnahme ist immer positiv, egal ob das Ergebnis in unsere Vorstellung von Wirkungsweise passt. Falls wir Therapeuten nicht bereit dazu sind, Neues zuzulassen, handeln wir genau wie die blockierten Patienten und sollten unsere Überzeugungen dringend überprüfen!

Die Pfeiler der Homöopathie wurden in den letzten Jahren massiv erschüttert. Es mögen noch viele Jahre vergehen bevor all diese neuen Erkenntnisse Eingang in unser klinisches Denken gefunden haben, aber praktische Änderungen zur täglichen Praxis werden unvermeidbar werden

Dr. Banerji hat uns 2011 seine “Protokolle”[i] zur homöopathischen Therapie nach Diagnosen hinterlassen. Dr. Rajendran hat uns 2015 seine elektronenmikroskopischen Bilder der gängigen Potenzen nach Hahnemann vorgestellt[ii]. Dr. Kudha Bukhsh hat epigenetische Modifikationen in der Genexpression kranker Zellen durch homöopathische Behandlungen von 1997 bis heute nachgewiesen![iii]. All diese Neuerungen sollten mit Vorurteilen aufräumen und viele komplementär-medizinischen Therapien in den Rang einer echten Alternative zur schulmedizinischen Behandlung werden lassen.

Eine Krankengeschichte

Herr EW suchte per Internet Rat Ende März 2018. Seit etwa einem Jahr bestand bei ihm ein “desmoider Tumor”, eine Art lymphoiden Fibrosarkom. Trotz Gewebeentnahme Dez 2017 konnte keine bessere Diagnose für diesen rasch wachsenden Tumor gefunden werden.


Zustand März 2018

Er hatte zu dem Zeitpunkt bereits schulmedizinische Behandlung mit Imabimib und Celecoxib erhalten, und bereitete sich auf 3 x 3 Wochen Therapie mit Methotrexat und Vinorelbine vor.

Der Patient hatte den Eindruck, dass nach der Biopsie, trotz Imabimib, der Tumor gewachsen sei.

Zustand Juni 2018

Während der ersten Serie von 3 x 3 Chemozyklen wuchs der Tumor weiter bis zu einer maximalen Größe Ende Juni 2018.

Aufgrund von Übelkeit und Erbrechen nach Chemo wurde außer dem Banerjiprotokoll “Fibrom/Sarkom” und “Non Hodgkin Lymphom” Nux vomica C30 und Camphora C 200 verordnet.

Es folgte eine zweite Serie Methotrexate & Vinorelbine bis Oktober 2018.

Die Behandlung nach dem Banerji Protokoll bestand aus: Thuya occ C30 4x/d, Belladonna C 30 2x/d, Arnica mont C3 4x/d, Hamamelis virg C 200 4x/d, Hepar sulph C6 4x/d, Symphytum off C 200 2x/d, Schüssler Nr 2 & 4 2 x 2 Tabl tägl in D3, Carcinosinum C 30 alle 2 Tage. Mit wenigen Veränderungen (siehe Übelkeit) wurde dies vom 10. April bis 18. Dezember 2018 regelmäßig eingesetzt.

Seit Dezember 2018 ist der Tumor bis auf eine im CT nachweisbare Größe von etwa 2 cm zusammengefallen.

Die Chemotherapie wurde im Oktober 2018 abgesetzt, seitdem wird nur noch nach Banerji behandelt. Bisher ist kein neues Wachstum aufgetreten.

Zustand Dezember 2018

Natürlich kann man nicht beweisen, dass der Tumor allein aufgrund der Anwendung des Banerji Protokolls auf 2 cm geschrumpft ist. Der Patient ist überzeugt, dass das großartige Ergebnis aus einem Zusammenspiel Homöopathie/Schulmedizin (& seinem Willen zur Heilung) zurückzuführen sei.

Doch für mich zeigt das Beispiel ein typisches Verhalten, das man bei der Anwendung eines BP™ immer wieder beobachten kann: Die Ausdehnung der humoralen Erkrankung bleibt nach ca. 3 Monaten Behandlung stehen. Von hier an muss der Patient sich entscheiden. Bleibt er fest bei seiner Behandlung, stehen die Chancen groß, dass der Prozess zumindest zum Anhalten kommt.

Bisher hat es noch keinen Fall von vollständiger Heilung in Deutschland gegeben. Im Laufe von jetzt 2 Jahren praktischer Anwendung der BP™ bei deutschen Patienten sind allerdings die ersten 10 Patienten (von ca. 180 Patienten) laut schulmedizinischer Diagnostik “tumorfrei”. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Krebsarten: Magen, Pankreas, Brustkrebs, Gehirn und Lymphom. Doch dies ist erst ein Anfang, Dr. Banerji ließ seine Patienten über 10 Jahre nach “tumorfrei” nachverfolgen.

Im allgemeinen Durchschnitt zeigt sich eine Besserung / Stabilisierung des humoralen Prozesses bei 2 von 3 Patienten, obwohl etwa 75% mehrere schulmedizinische Prozesse durchlaufen haben und z. T. noch erhalten.

Es gibt statistische Hinweise darauf, dass ein vollständiges Verschwinden von Tumoren mittels Banerji Protokoll™ wahrscheinlicher ist, je weniger Schulmedizin zum Einsatz kommt. Trotzdem zeigt das Beispiel, dass in den meisten realen Fällen die Patienten beides einsetzen.

Unser Vorgehen folgt den Beispielen aus meinem Buch[iv], und berücksichtigt immer die drei Säulen der biologischen Therapie nach Paracelsus[v]. In weiteren Artikeln werde ich darauf gezielt eingehen.

Paracelsus sagt: “Es gibt keine unheilbaren Krankheiten; es gibt nur kranke Menschen!”

Miguel Corty Friedrich (Dr. med.), „Clinica Praxis“, El Campello (Alicante – Spanien)

dr.corty-friedrich@krebsrevolution.de
www.krebsrevolution.dewww.heptopathie.de



[i] Banerji,P, Banerji,P: “The Banerji Protocol; a new method of treatment with homeopathic medicines” published by “Pratip Banerji, pbhrfindia.org, 2nd Ed 2013 ISBN 978 93 80813 21-9

[ii] Rajendran, ES, “Nanodynamik; Nanowissenschaften und Homöopathie”, Ed. Winterworks 2018, Borsdorf, ISBN 978-3-96014-551-6

[iii] Potentized homoeopathic drugs act through regulation of gene-expression: a hypothesis to explain their mechanism and pathways of action in vitro. (A R Khuda Buksh, Complementary therapies in medicine1997; Vol5 (1);43-46) ; Condurango 30C induces epigenetic modification of lung cancer-specific tumour suppressor genes via demethylation. (A R Khuda Buksh, Sikdar S. Complementary medicine research 2015; 22:172-179)

[iv] Corty-Friedrich, Miguel: “Die Krebsrevolution; Wege aus der Angst durch integrative Medizin”, Europa Verlag 2016, München ISBN: 978 -3-95890-048-6

[v] Corty, Miguel; Dane, Michaela: “Lebendige Paracelsusmedizin, Praktische Anwendung – Fallbeispiele von heute”, 1. Aufl. Ed. Unimedica (Kandern) 2011, 2. Auflage in Vorbereitung (Edition Winterworks)

Spezialistentum oder Ganzheitliche Medizin?

(von Dr. Miguel Corty Friedrich)

Immer wieder werde ich gefragt, was die unterschiedlichen Ergebnisse zu Röntgenuntersuchungen, Blutanalysen oder Scannern zu sagen haben. Täglich schickt mir ein Patient neue Ergebnisse und möchte wissen, ob das nun “gut” oder eher “schlecht” ist.

Mittlerweile ist mir aufgefallen, dass man seinem Kopf nicht befehlen kann, den Körper zu heilen. Es geht einfach nicht. Es gibt Patienten, die betreiben das reinste Therapeuten-Nomadentum: Sie wandern von Arzt zu Heilpraktiker mit ihrem Problem, in der Hoffnung, “den Richtigen” zu finden. Wieder andere betreten grundsätzlich kein Krankenhaus und lassen sich nicht gern von Maschinen untersuchen.

Die perfekte Mischung liegt, wie immer, irgendwo in der Mitte. Eine vernünftige Grunduntersuchung mit einer Befundaufnahme, mit der man eine Therapie planen kann, ist heutzutage unerlässlich, dazu gehören auch maschinell erhobene Befunde.

Das Gegenteil von “Integrativer oder Ganzheitlicher Medizin” ist leider das moderne Spezialistentum. Gerade suchte ich die schulmedizinische Prognose für das Uterussarkom und seinen FIGO Status. Da ging mir auf, dass auch ein Onkologe, wenn er nicht gerade auf gynäkologische Krebsarten spezialisiert ist, vermutlich kaum spontan Ahnung davon haben wird.

Vielleicht beschäftigt er sich mit urologischer Onkologie, oder ist zuständig für Kopf oder Bauch – Onkologie, während die Blutkrebse von einem Hämatologen behandelt werden.

Dabei möchten die Patienten nach dem aktuellen Stand der Erkenntnis behandelt werden, und in den meisten Gremien soll die “S3 Leitlinie” zum Einsatz kommen, was ja auch stets aktualisiert werden muss. Mit anderen Worten: In der Schulmedizin existiert eine natürliche Trennung zwischen dem Wissen der Einen und dem der Anderen, das zum einfachen Satz “Teile und Herrsche” führt! Wie will selbst ein Onkologe wissen, was die beste Therapie für einen Krebspatienten ist, wenn er die Natur seiner Patienten samt deren sonstigen Leiden nicht kennt. Auch das berühmte Tumorboard weiß nicht, wie sich Chemo- oder Strahlentherapie beim  konkreten Einzelfall auswirken wird.

Daher ist es nur logisch, dass kein Patient von seinem Onkologen verlangen kann, ihn auch noch komplementärmedizinisch zu beraten, oder ihn noch besser gleich ein Banerji Protokoll ™  machen zu lassen. So einen seltsamen Vogel wie einen “ganzheitlich denkenden Arzt” kann es kaum geben, denn fast alle Menschen müssen sich für ein Teilwissen entscheiden. Integratives Denken ist aber das krasse Gegenteil vom Teilwissen. Dementsprechend braucht es sehr viel Zeit die Puzzlestücke zusammenzusetzen, die Labordiagnostik, bildgebende Verfahren, Onkologie und Allgemeinmedizin geliefert haben.

Doch ist das Bild erstmal fertig, kommen ganz neue Aspekte zum Tragen: In erster Linie kann man finden, dass entsetzlich viele Krankheiten, besonders gern die chronischen, einen wesentlichen Bezug zum Empfinden, zur Psyche, zu den individuell unterschiedlich geschaffenen Lebensumständen haben. Krankheit und Gesundung haben offenbar wenig Bezug zur Logik, wohl aber zum Emotionalen!

Viele Befunde, Analysen, CT und NMR Scans machen niemanden gesund, es ist nur eine Hilfestellung. Gesund macht eine gesunde Lebenseinstellung. Doch manchmal verstellen Ängste, Sorgen, Zwang und schwerer Verlust dem Menschen den Weg zu einem lebenswertem Leben. Vielleicht gehört es zu den schwersten Dingen im Leben überhaupt, die Einstellung zu den Dingen beim Patienten zu ändern, aber genau das macht den Unterschied zwischen Behandeln und Heilen.

Heute bin ich davon überzeugt, dass Rationalität den Menschen nicht gesünder macht, positive Emotionen jedoch durchaus.

Banerji Protokolle™ und moderne Paracelsusmedizin

Es sind bald 10 Jahre vergangen, seit ich das Glück hatte über die „Banerji Protokolle™“ zu stolpern. Damals hätte ich mir nie vorgestellt, dass Dr. Banerji einmal eine so große Rolle in meinem Leben spielen würde.

Zu dem Zeitpunkt arbeiteten meine Frau Dr. Dane und ich an dem Projekt einer neuen Krankheitslehre. Paracelsus hat uns vor 500 Jahren zwei wesentliche Neuerungen für eine bessere Medizin hinterlassen: die Signaturenlehre und das Wissen um die Dreiteilung der Materie. Als er starb, hinterließ er uns aber keine Aufteilung der Erkrankungen nach Signatur, um Krankheitsprozesse besser verstehen zu können. Dazu muss man wissen, dass nicht alle Menschen gleich sind. Kulturhistorisch ist Medizin immer nur die Suche nach der besten Erklärung zu einem Krankheitsbild, seiner Beschreibung und der Suche nach Möglichkeiten das Unvermeidliche abzuwenden. Aus den ältesten überlieferten Schriften zur Medizin, wie den Veden, der ägyptischen Medizin, sowie später der  jüdisch/arabischen Medizin wusste man, dass die Natur unseres Sonnensystems unsere Materie prägt und sich auch im menschlichen Körper wiederspiegelt.

Bekanntlich üben die Himmelskörper durch ihre schiere Größe einen Gravitationseffekt aus, der sich sowohl bei einfachen als auch bei komplexen Prozessen manifestiert. Aber auch auf die lebendigen Wesen wirken sie, bis hin zu den menschlichen Gefühlen. Von den Himmelskörpern erhalten die Metalle ihre Prägung, die Bäume und Pflanzen ihre Erscheinungsform und die Tiere ihre Instinkte. Außerdem ist es die Kraft der Sonne die den Wechsel zwischen Tag und Nacht bewirkt, nicht die des Mondes oder der anderen Sterne.
Abraham Ibn Esra, Anno 1140 Eingangsrede einer Vorlesung an der Universität Cordoba

Bild 1: Das Sonnensystem im Menschen aus heutiger Sicht

Plötzlich wurde unsere Aufgabe unerwartet einfacher: wir konnten anhand der richtigen Behandlung sehen, welche Krankheitsprozesse zusammengehörten und wo eine Abweichung war. Die moderne Signaturenlehre war geboren! Der zweifellos größte Durchbruch dieser anderen Methode, Menschen und ihr Leiden zu ordnen, trat bei terminalen Krankheiten wie z. B. Krebs auf. Noch sollte es weitere 4 Jahre dauern, bis unser damaliger Verleger auf die Idee kam, diesen Durchbruch zur Therapie in Deutsch für die deutschen Kollegen und Patienten zu veröffentlichen. So entstand „Die Krebsrevolution“.

Bild 2: Mittel aus den Banerji-Protokollen:
Mittel der Signatur Mars für das Marsleiden Darmkrebs: Eisen und Hydrastis
Mittel der Signatur Saturn für das Saturnleiden Knochenkrebs: Beinwell und Carcinosum

Seither wurde die Krebstherapie (und die allgemeinmedizinische Therapie) nach Banerji im deutschsprachigen Europa bekannt, und, damit verbunden, die alte Lehre der sieben Archetypen in der Medizin neu entdeckt und vorgestellt.

Es macht natürlich einen nicht geringen Aufwand, alles Gelernte zu Medizin und Krankheit neu zu ordnen, und die Verblüffung aus den Gesichtern meiner Kollegen spricht Bände, wenn ich sie auffordere eine Krankheit als den Ausdruck einer Signatur, eines typischen Lebenswegs zu erkennen, die Diagnosen anzuzweifeln, die nur auf Symptomen beruhen, und statt dessen eine Diagnose nach dem entsprechenden Archetyp zu suchen. Doch was zunächst schwierig scheint, wird rasch zu einem erfolgreichen und klar definierten Handeln: Der Mensch erkrankt nach seiner Natur, und die Natur der Mittel vertreibt die Natur der Krankheit.

So hat es Paracelsus gesagt.

So hat es Hahnemann gewollt.

So machen wir es heute, dank der Signaturenlehre, wieder.


Bild 3: viele Mittel einer Signatur, hier „Venus“ auf einen Blick.
Vom Metall als Konstitutionsmittel, über Mineralien, Heilpflanzen, Bäumen, Tiermitteln bis zur Ernährung wirken die Mittel auf den drei Ebenen Sal, Sulphur und Merkur bei den „Venusthemen“ : Haut, Niere/Blase und Immunsystem.

Organon 7: Eine Neue Homöopathie

(von Dr. Miguel Corty)

Zusammenfassung:

Wenn Homöopathie eine Therapie durch Nanopartikel ist, steht uns die grösste Revolution der Medizin seit der Virchow’schen Zellpathologie ins Haus. Wir sollten aufhören, “echte, klassische, wahre, bioregulative” und sonst wie benannte Homöopathie als einzig authentisch zu betrachten, und begreifen, dass wir uns um die Pharmakodynamik der homöopathischen Stoffe kümmern müssen. Dadurch wird Effektivität, Indikation, Sinn und Einnahme der homöopathischen Mittel sowie ihre unterschiedlichen Möglichkeiten erklärt. Wir müssen begreifen, dass in den Mitteln “etwas drin ist”, das schneller, präziser und sanfter heilt als alles, was wir bisher hatten.

Einleitung

Am 16. und 17. März 2019 fand in Mainz der 2. Kongress zu unserer Arbeit statt. Mit dem Erscheinen meines Buches wurde von der Buchhandelskonferenz der Titel “Krebsrevolution” dafür vergeben, und das wurde nun mal zum Namen, auch wenn ich als Autor einen solchen Namen nie gewählt hätte.

Daher war es für manchen erstaunlich, dass der 2. Kongress die wissenschaftlichen Ansätze zu Erklärungen in und zur Homöopathie zum Inhalt hatte, und keineswegs nur von Krebs handelte.

Unser Hauptredner war Prof. Dr. E S Rajendran von der Vinayaka Missions University (Salem – Indien). Als Erster hat er versucht, in den homöopathischen Mitteln Inhaltsstoffe nachzuweisen, und dabei Erfolg gehabt. Seine elektronenmikroskopischen Bilder zu den wichtigsten Mitteln und Potenzen sind bereits mehrmals um die Welt gereist, und werden an verschiedenen Universitäten wiederholt. Sein Buch “Nanodynamics” liegt mittlerweile auf englisch, deutsch und spanisch vor.

Bild 1: Prof. E S Rajendran, Nanopartikel in verschiedenen Potenzen von Aurum metallicum

Nanodynamics 

Mit dem Ende des “Glaubenskonfliktes zur energetischen Natur homöopathischer Mittel” verändert sich alles! Begriffe wie “Lebenskraft”, “dynamische Heilkräfte”, “Miasmen”… etc, sind nichts als Krücken, um eine Erklärung anzubieten für den immer wieder erstaunlichen Effekt der “Heilung”, der nach der Gabe homöopathischer Mittel eintreten kann. Prof. Rajendran weist nach: Homöopathische Mittel enthalten eine unterschiedlich große Menge an unterschiedlich kleinen Nanopartikeln und kleinsten Nanos, genannt “Quantum Dots”. Die Unterschiede zeigen sich je nach Potenzierung zu jedem Mittel. Er untersuchte und verglich die Struktur der Nanos bei “C” und “LM” Potenzen. Seine Ergebnisse zeigen eine mögliche Erklärung zu vielen bekannten, aber bisher nicht verstandenen Effekten der Homöopathie.

Methodik:

Prof. Rajendran nutzte ein hochauflösendes Transmissions Elektronenmikroskop für die Darstellung von Metallen und mineralischen Mitteln, bei denen der Elektronenstrahl durch die Probe hindurch fließen konnte. Bei hoher Vergrösserung traten “Welle-Teilchen”, also Quanteneffekte auf, weshalb dies die Limitierung bei der Bilderzeugung darstellte, ca. bei der Grössenordnungen um 1,5 nm.

Bild 2: Prof ES Rajendran, elementare Zusammensetzung verschiedener Aurum Potenzen

Für die Mittel auf biologischer Basis (Pflanzenmittel und Nosoden) bedampfte er die Proben mit Gold oder Silicium und verwendete ein Oberflächen Scanner FESEM Elektronenmikroskop. Hier ist die Auflösung etwas weniger hoch als im HRTEM, zerstört aber die Probe beim Scannen nicht. Um sicher zu gehen, was er jeweils fotografierte, nutzte er die charakteristische Zerstrahlung der Elemente mittels Massenspektroskopie EDS. Dadurch konnte er feststellen, welche Elemente in der Probe unter dem Elektronenmikroskop vorlagen. Alle Proben wurden gegen Plazeboproben mit reinem Alkohol verglichen und mindestens 3 x wiederholt. Es liegen 278 Fotos im Buch vor, sowie einzelne Veröffentlichungen (“papers”) zu Einzelstoffen wie Hypericum.

Bild 3: Prof. E S Rajendran, verschiedene Hyperikum Potenzen

Ergebnisse:

Die Bilder sprechen für sich! Ohne eine Diskussion vorwegnehmen zu wollen, möchte ich auf folgende allgemeine Aspekte hinweisen:

  • Alle Proben konnten die Ursprungssubstanz nachweisen: in “Aurum” war immer Gold enthalten, in “Natrium…” war immer Natrium enthalten.
  • Alle biologischen Heilmittel enthielten Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff.
  • Die verschiedenen Potenzen ließen unterschiedlich viele “neue” Elemente auftauchen, die eine jede Potenz charakterisierte. So konnte man zum Beispiel feststellen, dass die C 30 Potenz meist den höchsten Anteil des ursprünglichen Mittels enthielt, während C 200 oder M Potenzen oft eine breitere Verteilung von Elementen enthielten, nach homöopathischen Kriterium also “dynamischer” waren.
  • Es konnte bei den “C” Potenzen, außer für C30, keine zutreffende Vorhersage zur Größe und Inhalt der Partikel gemacht werden. Die Nanopartikel wurden keineswegs im linearen Sinn immer kleiner oder immer zahlreicher, noch enthielten sie automatisch mehr Elemente bei aufsteigender Potenz. Jede Potenz ist ein eigenes Mittel für sich. Die unterschiedliche Morphologie zeigt den Charakter der Mittel.
  • Bei den LM Serien konnte man eine bessere Verteilung und ein mehr oder weniger gleichmässiges Abnehmen der Größe bei Zunehmen der Verschüttelungswiederholung nachweisen. Somit sind LM Potenzen eher vorhersehbar und besitzen mehr System bei zunehmender Potenzierung.
  • Die Kontrolle von gemeinsam verschüttelten Mitteln, also mehreren Mitteln im selben Potenzierungsgang, zeigten gleiche oder ähnliche Nanopartikel wie die Mittel jeweils einzeln potenziert. Die Nanopartikel waren ebenso eindeutig voneinander getrennt, und konnten voneinander unabhängig bestimmt werden, wie bei Einzelstoffen.
  • Auch homöopathische Komplexmittel, solche, die gern nach Indikation statt nach Individualisieren der Symptome als Fertigarzneien angeboten werden, enthielten Nanopartikel. Diese waren sowohl individualisiert als auch im Verbund erkennbar. Es machte keinen Unterschied zum Erreichen der Nanostruktur ob sie in “C” oder in dezimal Schritten hergestellt worden waren.
  • Industriell hergestellte Mittel zeigten ebenso Nanostrukturen wie manuell oder einzeln verschüttete Mittel.

Diskussion erster Ergebnisse:

Homöopathie ist somit sich neu entwickelnde Nanowissenschaft voller Überraschungen. Der erste wesentliche Punkt ist, dass homöopathisch korrekt hergestellte Produkte Nanopartikel materieller Art enthalten, von vorhersehbarer Zusammensetzung in vorhersehbarer Grösse.

Auf dem Kongress sprach auch Prof. Dr. Kreuter aus Frankfurt, der uns einige allgemeine Eigenschaften zum Verhalten von Nanopartikeln erläuterte, ohne auf Eigenschaften zu homöopathischen Stoffen einzugehen. Von ihm durften wir lernen, dass Chemotherapeutica, eingeschleust in Nanopartikel oder angebunden an Nanopartikel, deutlich weniger toxisch sind als  wenn sie im Original eingesetzt würden. Verschiedene Tierexperimente zeigen auch, wie sich Nanopartikel im lebendigen Körper verteilen, wie sie verstoffwechselt werden, und was für Zeiträume zwischen Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung vergehen. Typische pharmako-dynamische Merkmale von Nanopartikeln folgen ihrer Grösse oder Solubilität. Lipophile und besonders kleine Partikel dringen rascher und tiefer durch die Gewebe als andere. Dabei können die kleinsten unter ihnen, die “Quantum Dots”, ungehindert in Zellkerne eindringen. All diese Eigenschaften wie auch die Verteilung im Körper erlauben interessante Rückschlüsse zur Indikation von Mitteln, die aus Nanopartikeln bestehen. Es erlaubt uns nachzuvollziehen, warum ein Mittel je nach Potenz andere Indikationen, andere Zielorgane ansteuert, wie lange es im Körper verbleibt und somit, wie oft ein Mittel wiederholt werden muss.

Bild 4: Prof. Kreuter, Verteilung der Nanopartikel im Körper von Mäuse

In Anschluss an den Vortrag von Prof. Kreuter wurde klar, dass die Homöopathie ihre eigene Pharmakodynamik erst noch entwickeln muss. Wir stehen wahrhaftig an der Schwelle zu einem Verständnis, in dem aus Homöopathie Nanotherapie werden kann.

Ebenfalls sehr aufschlussreich waren von Prof. Rajendran mitgebrachte Studien von Prof. Khuda Burksh über Modifikationen biologischer Systeme mittels homöopathischer Mittel. Er konnte in Zellkulturen und in Tierexperimenten mit lebenden Mäusen über “auf- und abwärts” gerichtete Modulation in der Expression von Proteinen berichten, von veränderter Expression von Zellbotenstoffen bis hin zu nachweisbaren Veränderungen der RNA und DNA Stränge in behandelten Mäusen versus Placebo-therapierten Mäusen. Über 100 weltweit veröffentlichte Studien zeigen eindrucksvoll, wie viele positive Ergebnisse zu Themen wie Tumortherapie und Hautleiden  mit homöopathischen Stoffen bereits nachgewiesen werden konnten! Nur traurig, dass all diese Experimente und Ergebnisse in fernen Ländern wie China, Japan, Indien, USA, sogar in der Türkei stattfinden, aber nichts davon in der westlichen Industriewelt bekannt wird, sondern, ganz im Gegenteil, sinn- und inhaltlose Diskussionen über Plazebomärchen und “Pseudowissenschaft” geführt werden.

Zusammenfassung:

Wenn Homöopathie eine Therapie durch Nanopartikel ist, steht uns die grösste Revolution der Medizin seit der Virchow’schen Zellpathologie ins Haus. Wir sollten aufhören, “echte, klassische, wahre, bioregulative” und sonst wie benannte Homöopathie als einzig authentisch zu betrachten, und begreifen, dass wir uns um die Pharmakodynamik der homöopathischen Stoffe kümmern müssen. Dadurch wird Effektivität, Indikation, Sinn und Einnahme der homöopathischen Mittel sowie ihre unterschiedlichen Möglichkeiten erklärt. Wir müssen begreifen, dass in den Mitteln “etwas drin ist”, das schneller, präziser und sanfter heilt als alles, was wir bisher hatten.

Literaturhinweise:

Einige wissenschaftliche Papers zur Thematik:

  1. Efficacy of two commonly used potentized homeopathic drugs, Calcarea carbonica and Lycopodium clavatum, used for treating polycystic ovarian syndrome (PCOS) patients: II. Modulating effects on certain associated hormonal levels(Debarsi Das et al; KPubs 2016; Feb, 6(1): 7-7)
  2. Protective potentials of a potentized homeopathic drug, Lycopodium-30, in ameliorating azo dye induced hepatocarcinogenesis in mice. (S Pathak et al, Mol Cell Biochem 2006; Apr;285(1-2):121-31)
  3. Evidence in support of gene regulatory hypothesis: Gene expression profiling manifests Homeopathy effect as more than placebo. (S K Saha et al; International Journal of High Dilution research 2013; Vol 12 No 45)
  4. A homeopathic nosode, Hepatitis C 30 demonstrates anticancer effect against liver cancer cells in vitro by modulating telomerase and topoisomerase II activities as also by promoting apoptosis via intrinsic mitochondrial pathway (J Mondal et al ,Journal of integrative medicine 2016; Vo 14 (3), 209-218)
  5. Potentized homoeopathic drugs act through regulation of gene-expression: a hypothesis to explain their mechanism and pathways of action in vitro. ( A R Khuda Buksh, Complementary therapies in medicine1997; Vol5 (1);43-46)
  6. Phenotypic evidence of ultra-highly diluted homeopathic remedies acting at gene expression level: a novel probe on experimental phage infectivity in bacteria. ( Santu Saha et al, Journal of Chinese integrative medicine 2012; 10(4):462-70)
  7. Condurango 30C induces epigenetic modification of lung cancer-specific tumour suppressor genes via demethylation. (A R Khuda Buksh, Sikdar S. Complementary medicine research 2015; 22:172-179)
  8. Efficacy of a potentized homeopathic drug (Arsenicum-Album-30) in reducing cytotoxic effects produced by arsenic trioxide in mice: IV. Pathological changes, protein profiles, and content of DNA and RNA. ( Kundu S N, Complimentary therapies in medicine 2000; 8(3):157-65)
  9. Potentized homeopathic drug Arsenicum Album 30C positively modulates protein biomarkers and gene expressions in Saccharomyces cerevisae exposed to arsenate. ( Durba Das, Journal of Chinese integrative medicine 2016; 9(7):752-60)
  10. Homeopathic Thuja 30C ameliorates benzo(a)pyrene-induced DNA damage, stress and viability of perfused lung cells of mice in vitro.( Mukherjee A. Journal of integrative medicine 2013; 11(6):397-404)
  11. Ultra diluted plant extract of Hydrastis canad and Marsdenia condurango induce epigenetic modifications and alter gene expression profiles in HeLa cells in vitro. (Santu Kumar Saha, Sourav Roy, Ansiur Rahman Khuda-Bukhsh; J of Integrative Medicine; www.elsevier.com/locate/issn/20954964

Nanopartikel: Am Anfang war die Schokolade

Die moderne Geschichte der Nanopartikel in Werkstofftechnologie und Medizin wird, zumindest im deutschen Sprachraum, meist mit negativen Gefühlen assoziiert. Kein Wunder: Wer sich mit Nanos beschäftigt, findet zwar rasch die EMPA. Das in der Schweiz ansässige „Institut zur  Material Forschung und Technologie“[1]  ist eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen zum Thema Nanopartikel. Nicht nur die Anwendung derselben für Oberflächen, sondern auch die Möglichkeiten für medizinische Anwendung werden dort seit Jahren unter die Lupe genommen.

Doch auf der anderen Seite findet man im Internet sehr viele Berichte, die sich mit den Gefahren von Nanopartikeln beschäftigen oder sie gar mit Verschwörungstheorien in Verbindung bringen, so z.B. einen Beitrag “Nanopartikel im Regenwasser”[2], ausgestrahlt vom NDR etwa Juni 2016 (auf Youtube hochgeladen). Dabei wird auf eine Belastung der Umwelt aufmerksam gemacht, die durch Beimischungen im Treibstoff militärischer Flugzeuge und von Raketentriebwerken entstehen soll, in der Hauptsache Aluminium und Barium, die sogenannten “Chemtrails”.

Nanopartikel in Lebensmitteln

Seit den 80er Jahren weiß man, dass Nanopartikel aus Metall- und Metalloxid Bakterien und Pilze absterben lassen. Um Nahrungsmittel haltbarer (und schöner zum Verkauf) zu gestalten, fanden so die Titandioxyd Nanos Einzug in die Schokolade[3].

Als Reaktion darauf erließ die FAO (Food and Agriculture Organisation of the United Nations) 2005 die Regulation CAC/RCP 61 – 2005 zur “Eindämmung der Ausbildung mikrobiologischer Resistenz gegen Antibiotika”. Auch die EU war nicht untätig und erließ REACH und CLP Regulations[4] zur Anwendung von Nanopartikeln im Lebensmittel- und Medikamenten Vertrieb, von 2007 und 2010. Alle diese Normen sagen aber kaum etwas aus über Begrenzungen zur Anwendung von Nanos, was dazu führt, dass wir sie überall finden können[5].

Wie wirken Nanopartikel?

Die EMPA konnte nachweisen: Nanopartikel unter 240nm gehen durch alle Membranen und Filtersysteme des Körpers. Die Hauptorgane der Aufnahme von Nanos sind Lunge, Magen-Darm und Haut / Schleimhäute[6].

“Je größer das Verteilungsgebiet/Zielgebiet der Nanopartikel ist, desto kleiner sollte das Nano sein”, denn NUR Nanopartikel können aufgrund ihrer Größe den ganzen Körper erreichen. Partikelgrößen von über 2500nm (2.5 Mikro) werden nur noch durch das Blut in den Kreislauf verteilt.“[7]

Nanopartikel unter 250nm verteilen sich zunächst gleichmäßig im Körper, kommen aber spezifisch angereichert vor, sobald diese Nanos eine spezielle Eigenschaft aufweisen.

Sind Nanopartikel gefährlich – und wenn ja, welche?

Die “Monographie 111” der IARC (Int. Agency of Research on Cancer) warnt vor Kohlenstoff Nanoröhren, Fluor-Edemit und Siliconkarbid Nanos. Die IARC hat eine Klassifikation von Nanopartikeln veröffentlicht, in der von 951 Nanos nur einer “vermutlich nicht” krebserregend ist[8].

Allerdings werden in der IARC Klassifikation nur künstliche, auf der Basis von Metalloxiden und Kohlenstoff erzeugte NPs erfasst. Es besteht aber ein enormer Unterschied zwischen Nanomaterialien der technologisch-pharmakologischen Welt und der biologisch medizinischen Anwendung.

In einer Veröffentlichung des österreichischen Instituts für Technologie ITA heißt es im Nano-Trust Dossier 34 (Dez 2012) “es gäbe keine oder sehr wenig epidemiologische Studien zur Verbreitung von Nanomaterialien in der Umwelt und ihren Einfluss auf die Gesundheit” – es gibt also noch viel zu forschen!

Kann man Nanopartikel sichtbar machen?

Nun sind Nanopartikel nicht einfach alle gleich, ganz im Gegenteil! Und das kann man sichtbar machen: Technologischer Fortschritt kam auch zum Einsatz bei der immer besseren Darstellung der allerkleinsten Stoffe. Elektronenmikroskopie in Form von Scannern, Oberflächenabtaster und energiedispersive Röntgenspektroskopie lässt sich auch in der Medizin gut anwenden. 

Gibt es Nanopartikel in homöopathischen Produkten?

Prof. Rajendran, der uns im März besuchen wird[9], hat als erster homöopathische Produkte unter dem Elektronenmikroskop beobachtet, fotografiert und per Spektroskopie bestimmt. Er konnte zeigen, dass korrekt hergestellte homöopathische Produkte immer eine große Anzahl an biologischen Nanopartikeln enthalten!

Au met C 200

Seine Elektronenmikroskop-Bilder zeigen, dass nicht nur die Größen der homöopathischen Nanos je nach Potenz variieren, sondern auch, dass sie besondere Formen annehmen. Gerade mineralische Stoffe neigen dazu, in allerkleinster Form ihre “platonische Körperform” wieder aufzuzeigen. So sind Gold-Nanos eher in Pyramidenform oder wie Bäumchen aufgebaut (siehe Bild: Au met C 200), während Eisen-Nanos (siehe Bild: Ferrum met C 200) viereckig sind oder sich wie spitze Nadeln präsentieren.

Ferrum met C 200

Was sind „korrekt hergestellte homöopathische Produkte“?

Dr. Hahnemann begann mit der Herstellung seiner Medikamente, indem er die Dosis herabsetzte und eine Wirkung bei immer geringeren Mengen nachweisen konnte (Die Belladonna Verdünnungen bei Epidemie). Doch der wahre Durchbruch gelang erst, als er beobachtete, dass mit dem Pferd transportierte Mittel (im Galopp zum Hausbesuch…) nochmal schneller und effektiver wurden. So, so sagt man, entdeckte er die “Potenzierung” der Mittel. Heute bezeichnen wir das als “Top – down” Herstellungsverfahren.

Er verwendete nur biologische Ausgangsprodukte und Mineralstoffe oder Metalle, die er mit Milchzucker verrieb, bis er sie löslich gemacht hatte und verdünnen konnte.

Übrigens bestätigen auch heute die University of Edinburgh[10] und die EMPA: Gold und Eisen Nanos sind die effektivsten Mittel in der Nanotherapie.

Die “speziellen Eigenschaften” der Nanos hat die Homöopathie als eine mittlerweile nachgewiesenermaßen materielle und nano-pharmako-dynamische Therapiemethode bewiesen, und das für eine Medizin, die über 200 Jahre alt ist.

Welche Rolle spielt die Signaturenlehre?

Schon Paracelsus sprach von den sich immer wiederholenden Mustern und Eigenschaften der Heilmittel und nannte dies “Signatur”. Dinge “gleicher Signatur” gehören auf natürliche Weise zusammen, und finden sich auch immer wieder. So kann man das immer wieder beobachtete Anreichern von Nanopartikeln in bestimmten Zellen oder Geweben durchaus erklären. Die Therapie mit homöopathisch hergestellten Mitteln verläuft nicht nach spontanen oder universellen Verteilungsmustern, sondern nach diesen Regeln der Signaturenwelt.

Aus demselben Grund sind industrielle oder chemisch entstandene Nanopartikel nicht automatisch gefährlich: Wenn sie keine biologischen Andockpunkte besitzen, also nicht in eine besondere “Signatur” passen, werden sie auch keinen biologischen Schaden anrichten können. Doch die Forschung in dieser Richtung steckt noch in den Kinderschuhen, zumal ja nicht einmal die Signaturenlehre weiterverfolgt wurde.

Ausblick

Im deutschen Sprachraum ist es normal, dass bei widersprüchlichen oder ungenügenden Forschungsergebnissen zuerst mal von etwas Negativem ausgegangen wird. Weltweit aber wird an nano-dynamischen Mitteln und biologischen Effekten durch kleinste Wirkstoffe geforscht, dies ist der pharmakologisch medizinische Bereich mit dem größten Wachstum. Wir können davon ausgehen, dass die Vorsilbe “nano” in wenigen Jahren in jeder beliebigen Kombination angewendet werden wird, und dabei geht es keineswegs nur um negative Entwicklungen.

Es ist sicherlich so, dass Therapiemethoden ohne pharmazeutisch hergestellte Mittel schlecht für die Pharma-Industrie sind, aber dennoch gibt es immer wieder Menschen, die solche Methoden bevorzugen und sich die Anwendung nicht verbieten lassen möchten. In Spanien, Portugal, Italien und Österreich wird zurzeit viel Druck ausgeübt, damit der Umsatz aus industriell gefertigten Mitteln nicht sinkt. Trotzdem zeichnet sich ein klarer Trend ab: Wie schon zuvor in der Allergologie oder Immuntherapie wird auch die Entdeckung der nanometrischen Wirkstoffe aus den biologischen Therapieverfahren in die Medizin integriert werden.


[1] www.empa.ch

[2] https://www.youtube.com/watch?v=8RPlQ8jsXSs

[3] Carcinogenicity of carbon black, titanium dioxide, and talc:   May 2006 The Lancet Oncology 7(4):295-6, DOI: 10.1016/S1470-2045(06)70651-9

[4] https://ec.europa.eu/growth/sectors/chemicals/classification-labelling_en

[5] https://www.nanopartikel.info/nanoinfo/grundlagen

[6] https://www.empa.ch/web/s604/video-portal?p_auth=bjB5EKvX&p_p_id=enwnews_WAR_enwnewsportlet&p_p_lifecycle=1&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-2&p_p_col_count=1&_enwnews_WAR_enwnewsportlet_categoryId=56975&_enwnews_WAR_enwnewsportlet_javax.portlet.action=processSearch

[7] REACH Regulation der EU

[8] Klassifikation der Nanopartikel IARC:

[9] Krebsrevolution II: “Homöopathie erklärt”. 15-17 März 2019, Mainz (www.krebsrevolution.de/kongress.html”)

[10] https://www.ed.ac.uk/research/animal-research/news/gold-specks-raise-hopes-for-better-cancer-treatmen

Der kurze Weg zurück (in die Steinzeit)

Dr. Miguel Corty Friedrich beschreibt in diesem Beitrag die für die Komplementärmedizin zunehmend kritischer werdende Situation in Spanien.

Nach 22 Jahren Tätigkeit in meiner lokalen Ärztekammer gab ich vor wenigen Jahren meinen Vorstandssitz frei: Ich hatte 4 Präsidenten, 7 Ministern und unzähligen Landesministern für Gesundheit vergeblich versucht zu erklären, wie man unser Gesundheitssystem kostengünstiger und effektiver gestalten könnte, wie man Ärzte motivieren und Patienten zufriedener machen könnte.  Es war sinnlos: eingangs standen scheinbar alle Politikertüren offen, nach wenigen Wochen waren sie definitiv zu.

In Spanien wird seit Jahren unter Kollegen gemunkelt, wir seien die „Generalprobe für Europa“. Wenn eine besonders unbequeme Entscheidung im Gesundheitswesen ausprobiert werden müsse, dann mache man das zuerst in Spanien: Je nachdem, wie groß der Protest dann wird, kommt diese Änderung, oder das Projekt wird abgebrochen. So war es mit der „Budgetierung“, mit dem Begrenzen teurer chirurgischer Eingriffe, oder dem Streichen tausender „sinnloser“ Heilmittel.

Jetzt haben wir das Fegefeuer der „Skeptiker“ mitten in Europa. Wer noch immer glauben sollte, die Herrschaften seien „skeptisch“, täuscht sich: Sie wollen gar nicht hinhören. Sie wollen einen anderen Herrn als dem Wähler dienen, und eine neue (oder auch sehr alte) Art der Gedankenkontrolle einführen: zurück zu den Zeiten des überwunden geglaubten Rationalismus des 18. Jahrhunderts. Oder wahlweise auch des Mittelalters und der Inquisition gegen Galileo Galilei: „Wer anders denkt als ich hat Unrecht.“

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