Die Banerji Protokolle in der täglichen Praxis

Die Geburt der Banerji Protokolle

Als Pratip und Prasanta Banerji in das National Cancer Institute (NCI) in die USA eingeladen wurden, um die Authentizität und Wirksamkeit ihrer Therapiemethode gegen Krebs zu beweisen, war Homöopathie in einigen Staaten der USA nicht gern gesehen. Staaten wie Kalifornien waren der Meinung, man könne nur entweder “ernsthafter Wissenschaftler und Arzt” sein, oder Homöopath.

Nachdem drei Jahre später der Beweis für die Wirksamkeit erbracht war, wollte man die Therapiemethode in allen Staaten der USA zulassen. Um den langen Prozess einer Regulierung der Homöopathie zu umgehen, erfand man dort die “Banerji ProtokolleTM”, und den Begriff “Behandlung mit ultrahoch verdünnten Medikamenten”. In der Universität von Südkalifornien und in Houston / Texas,  wurde sogar in kürzester Zeit die Wirkungsweise der Kombination “Phytolacca C200” gegen Brustkrebs und “Ruta C6” gegen Gehirntumore bewiesen[1]. Weitere Studien folgten. 

Doch mindestens ebenso beeindruckend sind die Ergebnisse der Banerji ProtokolleTM in der allgemeinmedizinischen Anwendung. Es mag vielleicht nicht jeder sofort einen Krebspatienten behandeln wollen, aber homöopathisch hergestellte Mittel sind immer noch ein sicherer Weg, um komplexe Krankheiten positiv zu beeinflussen.

Prasanta und Pratip Banerji haben zwischen 2008 und 2018 verschiedene Seminare in Europa gehalten. Dazu gibt es Abschriften, abgesehen von dem “offiziellen” aber etwas chaotischen Werk “The Banerji Protocols – a new Method of Treatment with homeopathic medicines”, erschienen in unterschiedlichen, revidierten Auflagen 2011 bis 2013. Eine Sammlung der bisher beliebtesten Therapien nach Banerji konnte ich zusammenstellen und 2019 veröffentlichen.[2] 

Hierzu Beispiele aus meiner medizinischen Praxis:

Gallensteine

Fr. N (42) suchte mich aufgrund von Schmerzen im rechten Oberbauch auf. Eine Ultraschalluntersuchung fand eine Gallenwegsentzündung bei multiplen, grossen Steinen. Eine unmittelbare Gefahr auf Verschleppung und Obstruktion bestand nicht, eine chirurgische Behandlung lehnte sie ab. Wir behandelten im akuten Schmerzfall mit Belladonna C 3, alle 20 min, dazu Chelidonium D6 in Tropfen vor den Mahlzeiten und Carduus maruianus Urtinktur 10 Tropfen nach den Mahlzeiten, dazu 2 bis 4 x täglich Lycopodium C 200. Die Beschwerden wurden in 24 Std erträglich, nach 3 Wochen bestand keinerlei Symptomatik mehr.

Bei Oberbauchbeschwerden schlagen die Protokolle eine Kombination aus Chelidonium und Carduus vor, bei Übelkeit Nux vomica und bei Schmerz Belladonna. Jedes dieser Mittel wäre wohl jedem homöopathisch ausgebildetem Therapeuten eingefallen, doch die Mischung dieser Potenzen eher nicht.

Grade die Kombination von hoch- und niederpotenzierten Mitteln machen den Charme der Banerji ProtokolleTM aus. Dabei verwendet man fast ausschließlich Niederpotenzen D3, C3 C6 und Schüsslersalze bei akuten sehr entzündlichen und schmerzhaften Prozessen, und Hochpotenzen wie C200 bei allen Erkrankungen, bei denen der Stoffwechsel reguliert werden soll. Prasanta Banerji war Pragmatiker, Begriffe wie “Epigenetik” und molekulare Zellmodulation durch Zellbotenstoffe waren ihm fremd. Er hatte seine “Lieblingsmittel” und versuchte, mit gewissen Potenzen das beste Ergebnis zu erreichen. Bald konnte er feststellen, dass die Kombination bei 80% der Beschwerden erfolgreich war, und dass es unerheblich war, ob eine Krankheit diesen oder einen ähnlichen Schwerpunkt aufwies: Gallenwegsentzündung, Gallensteine, Leberversagen oder Atresie der Gallenwege, es machte keinen Unterschied für den Erfolg der Behandlung: Alles, was ähnlich gelagert war, konnte mit der selben Kombination wesentlich verbessert werden.

Angina pectoris: Koronare Herzerkrankung

Viele meiner lange die Rente genießenden Patienten kommen bergauf rasch außer Atem. Ist es noch dazu kalt, oder steht eine besondere Anstrengung bevor, werden die Beschwerden schlimmer, dasselbe nach Flugreisen, größeren Feiern, usw. Viele haben bereits Koronarstents und erhalten Aggregationshemmer und gefäßerweiternde Mittel, doch oft reicht das nicht aus. Außerdem kann man ein Altersherz kaum stärken, man kann nur die Leistung optimieren. So auch bei Fr M. (77): Der Hundespaziergang wurde immer kürzer. Nach Banerji setze ich die Kombination Arnika mont C3 & Hamamelis C 200 (2x tägl.) mit Lachesis C 200 (alle 2 Tage) ein. Zunächst geschah nichts, aber nach 4 Wochen wurde die beschwerdefreie Gehstrecke wieder länger. Nach 6 Monaten hätte sie am liebsten die schulmedizinische Therapie abgesetzt, wovon ich dringend abraten musste.

Eine der beliebtesten Kombinationen ist Arnika 3 / Hamamelis 200: es handelt sich um einen Gefäßregulierer, bei dem sowohl arterielle wie venöse Gefäße wieder zur ursprünglichen Spannung finden. Kapillare werden kräftiger, Blutergüsse wie bei Dauereinnahme von Steroiden und Antiaggregation lösen sich auf, und wenn eine Gefässverstopfung vorliegt, wird Lachesis C 200 hinzugefügt, bei Wassereinlagerung in das Gewebe Lycopodium C30.

Von lagerungsbedingten Gewebeverletzungen (Ulcus) bis zu Herzkranzverengung findet diese Kombination Einsatzmöglichkeiten. Selbst bei metastasierenden Tumoren kann man klinisch das Wachstum und die Nekrose unter bildgebenden Beobachtungsmethoden deutlich verbessert finden. Dabei ist dies kein “Wundermittel”: es ist nur die praktische Anwendung der beiden Mittel “Arnika” = Blut und “Hamamelis” = Gefässe, mit der Unterstützung Gerinsel lösend = Schlangengift “Lachesis” oder Wasser = “Lycopodium”. 

Homöopathie für jedermann

Wenn man es so betrachtet, fällt auf, dass Homöopathie für jedermann einsetzbar ist und von jedem verwendet werden kann. Die Banerji Methode ist mehr ein Hausmittelprinzip als eine ausgefeilte Medizin.

Natürlich besteht ein Unterschied zwischen der konstitutionellen und miasmatisch-korrekt beurteilten Homöopathie nach klassischem Vorbild und  einem Banerji ProtokollTM.

Aber als eine Annäherung, als eine zusätzliche Verordnung mit äußerst geringem Risiko für den Patienten, sozusagen als eine Erweiterung der Therapieziele auch bei schulmedizinischer Grundversorgung, ist ein Banerji Protokoll einfach die perfekte Ergänzung.

Alle meine Patienten mit Schilddrüsenhormon erhalten ausserdem “Bromum 6”, viele können nach 6 Monaten L-Thyroxin weglassen oder reduzieren. So geht es bei vielen chronischen Erkrankungen, Arthrose (Rhus tox), Parkinson (Gelsemium 200 & Cuprum Met 6), usw.

Homöopathische Komplexmedizin

Die Protokolle verwenden niemals ein Einzelmittel, immer handelt es sich um die Kombination verschiedener Mittel. Der Klassiker ist dabei “Bry-conitum”, Bryonia & Aconitum: verwendet man bei Keuchhusten Bryonia, kommt es zu blutigem Auswurf, kombiniert man dazu Aconitum, verschwindet beides. Diese Art, ein niedriger und ein höher dosiertes Mittel zu kombinieren bezeichne ich als “Kundalini Mischung”: nicht die Asclepios Schlange mit der einzelnen Windung erreicht ihr Ziel, sondern die Doppelhelix der “Kundalini” Schlange: die Schwächen des einen Mittels werden mit den Stärken des anderen Mittels ausgeglichen. Auf diese Weise entstanden nach nahezu einem Jahrhundert klinischer Beobachtung in der “Prasanta Banerji homeopathic research foundation” [3] die Kombinationen der heute bekannten Banerji ProtokolleTM . Dabei empfahl schon Prasanta die Mittel nicht jedes für sich, sondern die Tagesdosis (von jedem Mittel 2 bis 4 Gaben) jeweils in einer Wasserflasche aufzulösen und über den Tag dietätisch zu trinken. [4].

Mond und Marsmission

In Houston war man von dem Erfolg der Banerji Protokolle dermaßen begeistert, dass man Prasanta bat, einen “Notfallkoffer” homöopathischer Medikamente für den Weltraumeinsatz zu erstellen[5]. Denn jedem von uns muss klar sein, dass “Aspirin und Co.” schon aus Platz, Gewichts- und Verteilungsgründen im All kaum zum Einsatz kommen werden. Zwar werden wir modernste Diagnosegeräte platzsparend designen müssen, aber die Therapie wird “minimalistisch” sein. Die aufstrebende Nanomedizin hat die Eigenschaft, sich im umgekehrten Verhältnis zur Größe im Gewebe zu verteilen: Quantumdots (unter 20 nm Größe, z. B. Metalle in der Homöopathie) verteilen sich innerhalb von 20-30 min im ganzen Körper, während große Nanos (wie z B pharmakologisch hergestellte Carrier-Polymer Nanopartikel bis 1200 nm) zwischen 6 und 12 Stunden brauchen. Alle Nanopartikel haben gemeinsam, dass sie problemlos Membranen und Gewebe durchdringen können, und so auch unter Schwerelosigkeit maximale Verteilung erreichen [6] [7]. In diesem Bereich wird mit Hochdruck geforscht, um Medikamente entwickeln zu können, die im Gegensatz zu den homöopathischen und getesteten Mitteln auch patentierbar und kommerzialisierbar sein sollen.

Wie kommen Nanopartikel in die Homöopathie? “top-down” und “bottom – up”

Hinter den Protokollen steht eine jahrzehntelange klinische Erfahrung an Millionen Patienten, aber auch die alte Erkenntnis, dass “der Mensch nach seiner Natur erkrankt”. Diese zentrale Aussage von Paracelsus, sollte sie zutreffen, bedingt, dass nicht jeder an allem erkranken kann. So kommt es, dass die biologischen Schwachpunkte eines Patienten mit Erkrankungen zusammenfallen, auf die jeweils entsprechende Mittel der selben biologischen Bauart passen. Früher nannte man diese Beobachtung “Signatur”, “Archetyp” …, heute nenne ich sie “Biotypisierung”[8]. Die Protokolle stimmen in der Regel mit diesen Archetypen überein. Ein Typ 4 leidet gern an Magenschmerzen, in dem Banerjiprotokoll kommen Typ 4 Medikamente, zusammen mit einem ausgleichenden Mittel des Typs 1 oder 7. Diese Herstellungsart kannte man früher auch in Deutschland, man nannte das “Spagyrik”. Mit dem Aufkommen isolierter Wirkstoffe kamen diese ausgewogenen Kombinationsmittel leider aus der Mode. Dabei ist das ungerecht: Die Nanomedizin hat Grund zur Annahme, dass homöopathische Mittel Nanopartikel nach der physikalischen Methode des “top-down” entstehen lassen. Wiederholte Schläge in Lösungsmittel, ausgehend von einer Verreibung/Zermahlen des Ursprungsmittels, lassen immer kleinere Teilchen entstehen. Bei der Spagyrik verhält es sich umgekehrt: die Nanos entstehen durch den chemischen Prozess des “bottom – up”: Durch lösen, verbrennen, wieder lösen und zusammenführen der Stoffe im Rückflusskolben, in dem physikalisch nichts entkommen kann, bedeutet ein chemisches Zersetzen und wieder Zusammenbauen, das Nanopartikel entstehen lässt.

Ausblick auf die Anwendung

Die praktische Anwendung der “Banerji ProtokolleTM” ist problemlos und praktisch risikolos, und kann auch leicht von Ärzten und HP ohne homöopathische Ausbildung eingesetzt werden.

Natürlich empfiehlt es sich, Grundkenntnisse über Dosierung, Wiederholungsintervalle und ähnlich allgemein gültige Regeln zur Anwendung homöopathischer Mittel zu besitzen. Doch niemand würde mit dem Argument, nichts von Homöopathie zu verstehen, auf die Anwendung von z B. “Traumeel” verzichten.  Mit den Banerji Protokollen verhält es sich ähnlich. Im Gegenteil: Wer einmal feststellen konnte, wie sinnvoll die “Kochrezepte” nach Banerji sind, wird sich sicher für weiterführende Ausbildung interessieren

Es gibt Banerji Protokolle für alle medizinischen Fachbereiche, zur Kombination für alle alten und neuen Erkrankungen, und die Erfahrung im täglichen Einsatz zeigt rasch, welche Kombinationen sinnvoll sind.

Dr. Miguel Corty Friedrich


[1]Frenkel et al; “Cytotoxic effects of ultradilluted remedies on breast cancer cells” Int Jour of Oncol, 36, 395-403, 2010: … “In 1999, the NCI evaluated a cancer treatment protocol developed at the P. Banerji Homeopathic Research Foundation (PBHRF) in Kolkata, India. The ‘Banerji protocol’ used specific ultra-diluted natural substances to treat patients with different cancers. The NCI reviewed 10 patients treated on the Banerji protocol” … “After rigorous evaluation, the NCI concluded that there was sufficient evidence of efficacy to warrant further research of the Banerji protocol.”  

[2] Corty Friedrich, M : “Die Banerji Protokolle in der medizinischen Praxis” Ed Winterwork, Borsdorf 2019

[3] PBHRFindia.org

[4] Banerji, P & Banerji P: “The Banerji protocols…” 2. Auflage, 2013

[5]  Banerji, P: “Possible use of ultradilluted medicines for health problems during lunar missions”, Rutgers University,  Symposium on extraterrestrial settlements, 2007

[6] Rajendran, ES: “Nanodynamik” Ed Winterworks, Borsdorf 2018

[7] Drug targeting: https://www.researchgate.net/publication/319259057_Professor_Ruth_Duncan_A_Pioneer_in_the_Field_of_Polymer_Therapeutics/link/5a98e3c745851535bce0dd8d/download

[8] Dane, M: “Heilgeheimnisse des Paracelsus”, 2. Aufl.  bei Ed. Winterworks, 2019

Hurra, der Krebs ist gestoppt, aber…

Jeden Tag erreichen mich Anfragen meiner Krebspatienten mit den neuesten Ergebnissen aus Regelnachuntersuchungen.

Darunter finden sich selbstverständlich Patientinnen und Patienten, die überhaupt nicht auf die Therapie reagieren. Das sind aber mit großem Abstand die wenigsten. Die meisten erleben wenigstens 2 Phasen der Veränderungen in den ersten 6 Monaten nach Beginn einer Krebstherapie nach Banerji (und den Ergänzungen, die wir gemeinsam für sie ausarbeiten

Erste Phase: Stabilisierung

Die erste Phase findet in den ersten 12 bis 16 Wochen statt: eine Stabilisierung des Krebsgeschehens. Entweder werden die Knoten und Tumorbereiche kleiner, weicher, oder sie lösen sich gar ganz auf. Das kann mit sinkenden oder steigenden „Tumormarkern“ begleitet werden (Dazu ein Beitrag an anderer Stelle). Der Krebs beginnt zu verschwinden, dazu gibt es merkwürdige Kapriolen des Immunsystems wie z. B. Pilzbefall. Viele Patienten haben bei der Kontrolle durch PET / CT, … nach 6 Monaten kaum Krebsaktivität.

Zweite Phase: Entscheidung

Dann beginnt die 2. Phase: der Moment der Entscheidung! Bin ich sicher genug, habe ich mein Unterbewusstsein im Griff, kann ich die Angst besiegen, oder nicht? Wir sind umgeben von Onkologen, die den positiven Befunden nur glauben würden, wenn sie Ergebnis einer Chemotherapie wären und Verwandten und Bekannten, deren Phantasie nicht ausreicht für eine Heilung durch alternative Therapien.

Falls der/die Patient/in an seine/ihre Heilung glaubt, kann der Krebs überwunden werden. Wenn nicht, zeigen sich neue oder alte, wiederholt aktive Stellen. Die typischen Stellen sind meist im Skelett („Knochenmetastasen“) verborgen. Nach dem Verständnis der Biodekodierung stehen Skelettveränderungen für den Widerstand, mit dem ich den Unbillen meines Lebens begegne, die Kraft mit der ich das eingeschleppte Problem „Krebs“ angehe.

Ärgerlicherweise verändern wir unbewusst alle 3 Monate unsere Einstellung zu den Dingen: Wir gehen wieder einen „Schritt zurück“. Dieser Schritt geht in Richtung unserer „Signatur“, unseres Biotyps. Egal welche neue Überzeugung wir gewonnen haben, wir müssen sie immer wieder neu bestätigen, neu festigen.

Entscheidend: Unser Unterbewusstsein

Dabei spielt unser Unterbewusstsein eine zentrale Rolle: Auch wenn wir „wissentlich“ schon weiter sind, verziehen haben, ein neues „Nest“ gefunden haben, neu lieben und mit Macht positiv sein wollen, unser Biotyp holt uns alle 3 Monate wieder ein, so lange, bis das Unterbewusstsein davon überzeugt wurde, dass die neue Lebensform besser ist als die alte!

Im Unterbewusstsein lagern Erinnerungen an Verletzungen, Verlassenheit, Leid und Sorge, die wir nicht genauer betrachten wollen, die aber unsere Entscheidungen in Richtung „was gut für mich ist“ wesentlich beeinflussen. Auch wenn es komisch klingt, aber in vielen Fällen findet unser Unterbewusstsein, jetzt wäre es aber besser, wenn wir mal verschwänden. Dann startet das „Exit Programm“, der „Rote Knopf“, die terminale Krankheit.

Wir brauchen Therapien für Körper und Geist

Um zu diesem Punkt zurückzuspulen, brauchen wir Therapien, die diese Überzeugungen löschen.

Es gibt unterschiedliche Zugänge zum Unterbewusstsein, und alle sind hilfreich, um das Thema „Ich habe Krebs“ aus dem Kopf zu bekommen.

Ich trainiere unsere Therapeuten gern im Erkennen der unterschiedlichen biologischen Denkprogramme: Mehr mit dem emotionalen Gehirn zu denken, Kontrollgedanken aufzurufen, in denen positive Ideen überwiegen. Tests zum Lokalisieren von zerstörenden Überzeugungen, wie mittels Hypnose, Emotions Tests (The Emotion Code von Bradley Nelson), Lokalisieren irrationeller Ängste.

All das muss raus, und immer wieder neu umgeschrieben werden, im 3-Monatsrhythmus. So, wie wir unseren Körper zur Physiotherapie schleppen, sollten wir unseren Geist zum „Reine machen“ bringen: Denn von einer Sache bin ich überzeugt: Bei Thema „Krebs“ muss der Organismus als Ganzes behandelt werden, brauchen Körper und Geist eine Generalüberholung.

Signaturenlehre: Der Schlüssel zur Erkenntnis, was wem hilft!

Immer wieder treffe ich auf Menschen mit brillanten Ideen. Auf Fortbildungen, Kongressen und in Veröffentlichungen höre und lese ich begeistert über neue Ideen zur Heilung, Gesundung, von Banalem wie der Hilfe zum Abnehmen bis hin zu der Heilung von Krebs. Doch stets frage ich mich: „Wem kann das helfen?“

Ob es um Misteltherapie, Ananasdiät, „Vitamin“ B17, ketogene Ernährung oder Leistungssport geht – ich stelle einfach die Frage, für wen ist diese Therapie, diese Ernährung richtig? Kann man schon vorher wissen, wie ein Mensch mit dieser neuen Idee klar kommen wird? Die Antwort ist positiv: Ja, das kann man wissen.

Ständig irritiert es mich, dass Freunde und Kollegen glauben, die „Signaturenlehre“, die „Paracelsusmedizin“ (heute von uns unter der Bezeichnung „Heptopathie®“ registriert), sei nur eine weitere von vielen neuen Ideen, eine neue Art von Naturheilverfahren.

Das ist keineswegs so.

Die „Heptopathie“ ist nicht eine Art zu behandeln, sondern ein Schlüssel, um behandeln zu KÖNNEN.

Wenn wir von der „Signaturenlehre“, dem Grundstein der Heptopathie, sprechen, beziehen wir uns auf den Unterschied zwischen den sieben Signaturen. Jede Signatur ist eine besondere Art zu sein, zu denken, zu reagieren. Sie definiert Stärken, Schwächen, vorgegebene Fähigkeiten.

Die Natur hat sich dabei etwas gedacht: Sollte eine Seuche ausbrechen, sollten veränderte Lebensumstände auftreten oder einfach die „Bösen bei James Bond“ plötzlich doch eine Massenvernichtungswaffe einsetzen, kann durch die Verteilung auf 7 Typen niemals die ganze Menschheit vernichtet werden.

Wir haben das bei dem Atomunglück „Chernobyl“ ebenso gesehen wie bei Infektionskrankheiten wie der Pest: Es bleiben immer Menschen übrig, die fälschlich gern als „Mutanten“ bezeichnet werden. Der Witz dahinter ist, dass sie nicht „mutieren“ müssen, sie waren schon vorher anders! Sie sind sozusagen aussortiert worden durch die natürliche Auslese.

Egal um was für eine Behandlung es sich handelt, wenn man schon weiß, was für ein biologischer Typ man ist, welche „Signatur“ zutrifft, kann man im Vorfeld wissen, ob die Behandlung anschlagen wird.

Praktisch jeder Mensch ist schockiert, wenn er dies hört. Ich soll also schon festgelegt sein in meinen Möglichkeiten, nicht alles und jedes machen können, wie man mir seit meiner Geburt immer erzählt hat? Ausgeschlossen!

Doch allein der Zeitpunkt der Entscheidung hat sich nach hinten verschoben: Wir treffen die Entscheidung zu unserer Signatur einfach viel früher als uns bewusst ist. Schon im Moment der Geburt muss das neu geborene Wesen entscheiden, wofür es in seinem Leben stehen will: Typ 1, Typ 3 oder etwa Typ 7? Unmittelbar nach der Geburt ist das festgelegt und nicht mehr änderbar. Unser Unterbewusstsein muss dem logischen Verstand mitteilen, wo die Vorlieben und Stärken sind, damit wir harmonisch mit uns selbst leben können.

Es gibt zwei Situationen die uns massiv schaden können: Wenn wir gegen unser (besseres, unbewusstes) Wissen, gegen unser „Bauchgefühl“ Entscheidungen treffen, die uns nicht gut tun, oder wenn wir durch Umstände in unserem Leben, schwerwiegende Änderungen, Katastrophen aller Art, davon abgehalten werden, unser Leben so auszurichten wie geplant.

In der Praxis bedeutet das: 90% der Menschen wissen, was ihnen gut tut. Wenn wir diesen Weg verlassen, werden wir krank. Umgekehrt werden wir wieder gesund, sobald wir auf den „rechten Weg“ zurückkehren.

In extremen Situationen wie schwerer Erkrankung, chronischem Leiden, Behinderungen oder Krebs wenden wir oft einfach alles an, was gerade „in“ ist, ohne nach Signatur zu unterscheiden. Das ist nicht nur sinnlos, sondern oft auch schädlich.

So ist zum Beispiel eine Chemotherapie für Biotyp 1 besonders schädlich, während sich Biotyp 7 leichter tut mit dem Abbau von toxischen Substanzen. Typ 5 reagiert nicht gut auf Akupunktur, Hyperthermie für Typ 3 ist sinnlos, bei Typ 2 vielleicht hilfreich.

Die Signaturenlehre ist leicht zu erlernen (unser nächstes Seminar gibt es hier) und noch einfacher anzuwenden. Mit ihr kann man gezielt eine Therapie finden oder im Vorfeld festlegen, was funktionieren könnte.

Man sollte natürlich nicht dogmatisch sein. Jeder Mensch hat unterschiedliche, alternative Möglichkeiten zu reagieren. Wenn ich auf das Einhalten der signaturtypischen Vorgabe achte, dann weil es schneller geht und mehr Erfolg verspricht. Die Schulmedizin hat genau das Gegenteil postuliert: die Entwicklung von Medikamenten, die für jeden Menschen sinnvoll sein sollen. Der Unterschied hier sind insbesondere die berühmten „Nebenwirkungen“: Je weiter das pharmakologische Mittel von meiner Signatur entfernt ist, desto mehr Nebenwirkungen treten auf, bis hin zur totalen Sinnlosigkeit der Medikation.

Der ehrenwerte Dr. Banerji hat mit seinen „Banerji Protokollen™“ das Problem der Signaturen überwunden. Da in der Natur alles aufeinander abgestimmt ist, hat er genau hingesehen: Nicht jeder Mensch kann alles, und ebenso wenig kann ein Mensch einfach an „allem und jedem“ erkranken. Paracelsus sagte schon: „Der Mensch erkrankt nach seiner Natur“. Banerji stellte fest: Gewisse Mittelkombinationen helfen bei bestimmten Krankheiten immer; zumindest in 80% der Fälle. Banerji hat nicht die Menschen identifiziert mit einer speziellen Behandlung, er hat die KRANKHEITEN identifiziert und ihnen feste Kombinationen zugeordnet. So entstanden die berühmten „Protokolle“. Da der Mensch nach seiner Natur erkrankt, zeigt die Krankheit die wahre Natur!

Zumindest in mehr als 80% der Fälle.

Für alle anderen gibt es alternative Protokolle oder Schulmedizin.

Homöopathie V2.0

Dr. Miguel Corty Friedrich

Einleitung

Als ich vor 3 Jahren im Internet auf die Arbeit von Prof. E. S. Rajendran stieß, wusste ich sofort, dieses Wissen möchte ich nach Europa holen!

Dieser indische Homöopath war auf die Idee gekommen, dem Placebo-Dogma der Homöopathie auf den Grund zu gehen: Er wollte wissen, ob denn nun etwas drin war in den verschütteten Potenzen, oder nicht!

Zu diesem Zweck begab er sich 5 Jahre lang in ein Elektronenmikroskop-Labor, um die gängigsten homöopathischen Mittel nach Hahnemann genauer zu untersuchen, und er wurde fündig!

Sein Werk zeigte schließlich 278 Bilder von “C” und “LM” Potenzen der 10 wichtigsten Mittel der Homöopathie, und in allen sind Nanopartikel, kleinste Einheiten molekularer Verbände, zu sehen, mit denen man eine Menge machen kann.

Bild 1: Prof ES Rajendran Lycopodium LM1 und LM 24

Nanopartikel in homöopathischen Lösungen

Die Entdeckung hat bisher ungeahnte Auswirkungen. Nicht nur, dass die in der Homöopathie eingesetzten Mittel durchaus etwas enthalten, das sehr rasch und sehr zielorientiert eine Wirkung  entfalten kann, sondern es zeigen sich auch eine Fülle pharmako-dynamischer Eigenschaften, die für die Homöopathie weitreichende Auswirkungen haben.

So ist in allen Potenzen immer die ursprüngliche Substanz zu sehen, aus der das Mittel hergestellt wurde. Handelte es sich um “Aurum”, fand Prof. Rajendran Gold, war es “Ferrum”, fand er Eisen. Doch damit nicht genug: Je nachdem, um was für eine Potenz es sich handelte, fand er weitere Elemente. Es wurden natürlich Verunreinigungen gefunden und weitestgehend ausgeschlossen. Es fanden sich Elemente, die scheinbar immer in einem Mittel “mitgeschleift” wurden. Bestimmte Mittel zeigten immer “Mitläufer”, die sich mit dem Stoff assoziierten. Doch traten je nach Verschüttelung, nach Potenz, weitere Elemente auf den Plan, für die wir noch keine befriedigende Erklärung haben, die aber vorhanden sind.

Dynamische und charakteristische Lösungen

So stellte er fest, dass beispielsweise die C200 und die 1M Potenz gern ein besonderes Spektrum an Elementen anbot, die das Heilmittel dynamischer und breiter wirksam werden ließ, während zum Beispiel in der C30 das ursprüngliche Mittel konzentrierter auftrat, geradezu “reiner”.

Des Weiteren zeigte sich, dass es eine Entwicklung von größeren Nanopartikeln zu kleineren Nanopartikeln gab, ebenso wie von weniger vielen Partikeln zu mehr Partikeln, ein Bild, das sich von der Reihe C6 bis C200 von 1M bis CM wiederholte.

Bild 2: ES Rajendran Elementverteilung in Aurum met C30, Partikelgröße 3nm-366nm
Bild 3: ES Rajendran Elementverteilung in Aurum met 1M, Partikelgröße 5nm-50nm

In metallischen und mineralischen Mittel fanden sich sehr unterschiedliche Elemente, während in biologischen Mitteln Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff als Hauptbestandteile auftraten.

Außerdem fand er heraus, dass sich die LM Potenzen gleichmäßiger verhielten als die “C” Potenzen, regelmäßig kleiner waren als vergleichsweise die “C” Potenz. Auch zeigte sich eine eher gleichmäßige Verteilung und Bandbreite der Nanopartikel zwischen LM1 bis LM30, ein Verhalten, dass bei “C” nicht auftrat.

Eine Welt der Pharmakodynamik

Damit öffnet sich für die Homöopathie eine Welt der Pharmakodynamik, ganz genau so, wie sie in der klinischen Pharmakologie existiert.

Wenn wir als Homöopathen aufgeschlossen genug sind, können wir aus der Beschreibung der neuen Wissenschaftlichen Homöopathie erkennen, wie sich Nanos im Gewebe verteilen, ihren Stoffwechsel und Abbau intuieren. Wir wissen, dass unterschiedliche Metalle sich gut durch das Blut verteilen, dann aber länger brauchen um in metall-organischen Komplexenverbindungen, sogenannten Chelaten, ausgeschleust werden müssen. Ihre Größe liegt immer im “Quantum – Dot” Bereich (unter 20 nm), und sie durchdringen und verteilen sich damit in allen subzellulären Strukturen. Sie sind “tiefer und langhaltiger” wirksam als  pflanzliche oder tierische Mittel.

Lycopodium oder Psorinum z.B. bestehen aus Kohlenstoff und Sauerstoff, oft Wasserstoff, manchmal Stickstoff, und werden rasch im Gewebe durch größere subzelluläre Einheiten abgefangen, verstoffwechselt oder absorbiert. Solche Mittel sollten mehrmals gegeben werden, Metalle eher seltener.

Die Indikation zu einer Potenz mit weniger nachgewiesen Elementen wird “charakteristischer, essentieller” ausfallen, als eine Potenz, in der bis zu 15 verschiedene Stoffe auftreten.

Ein anderer interessanter Aspekt ist auch der, dass die Nanopartikel innerhalb einer Verdünnungsreihe unterschiedliche Morphologien entwicken.

So kann Gold je nach Potenz kleine Oktaeder ausbilden wie die makroskopischen Goldnuggets, oder aber Lebensbäume bilden, die eher versteinerten Farnen ähneln bzw. den Dendromeren aus dem “bottom up Verfahren” der industriellen Nanowissenschaft.

Bild 4: ES Rajendran Aurum met LM24 und C200

Doch das Wesentliche bei all dem ist doch wohl, dass es uns Erklärungen und Ideen zur Verwendung der Mittel liefert.  Die unterschiedliche Verteilung im Körper, deutet auch auf unterschiedliche Indikationen, während unterschiedliche Größen und Zusammensetzungen nach unterschiedlichen Dosierungen (Wiederholungsfrequenzen) verlangen. Anders ausgedrückt: Die Homöopathie als Wissenschaft muss sich komplett neu definieren.

Biologische Wirkung kleinster Teilchen

Kaum in Europa, aber mit Nachdruck im Osten, wird an den biologischen Effekten der Nanos geforscht. Über 100 Veröffentlichungen aus Indien, China, Japan, USA, sogar aus der Türkei zeigen vielfältige Auswirkungen von Nanopartikeln auf subzelluläre Strukturen. Da wurden Veränderungen auf DNA-Ebene wie Methylierung nachgewiesen, es fanden sich Neuregulationen nach “auf und nieder” in der Bildung von Zellbotenstoffen, Veränderungen an Immunkomplexen und vieles mehr.

Inwiefern all diese Modulation und Modifikation auf die alleinige Wirkung eines Nanos zurück zu führen ist, weiß noch niemand genau, aber man hat künstlich induzierte Tumorarten bei Mäusen und Ratten mit Homöopathie verschwinden lassen, man hat Zellkulturen und Labortiere mit Homöopathie behandelt und die Veränderungen aufgezeichnet. Jede Behauptung, Homöopathie sei Plazebomedizin ist daher reiner Unsinn. 

Wissenschaftliche Homöopathie

Mir ist vollkommen bewusst, dass diese Entdeckung unsere Homöopathie erneut spalten wird. Vielleicht ist es für einige unter uns ein Fortschritt, wenn Diskussionen um die mehr oder weniger energiereichen Potenzen als ein Heilmittel “sine materie”, also eher energetischer Art, abgelöst werden von nachweisbaren Stoffen. Qualitätssicherung homöopathischer Produkte per Elektronenmikroskop wird daher in Zukunft erforderlich werden. Energiebilder auf Wasserträger mögen gewisse Frequenzmuster übertragen können, werden aber eher nicht die selbe Wirkung entfalten wie physikalische Nanopartikel. Außerdem: bei der Herstellung muss gerade bei den “mitgeschleiften Elementen” sehr sorgsam vorgegangen werden, um die Mittel beim Verbraucher als gleichwertig abgeben zu können!

Auch die “Mystik” der Homöopathie wird Schaden erleiden. Wir müssen uns fortan mit anderen physikalischen Produktproblemen auseinandersetzen. Wir brauchen neue Indikationslisten, neue Repertorisierungen, neue Beschreibungen der Mittel auf Elektronenmikroskop-Ebene. Die Homöopathie muss sich vom unverstandenen Aschenputtelmädchen in die neue Prinzessin der biologischen Produktforschung verwandeln. Hahnemann würde erneut sagen: “Wenn ich das meinen Schülern erzähle, werden die meisten mich verlassen!” Aber das sagte er ja schon 1842… 

Ausblick

Ich sage immer, jeder Homöopath sollte das Buch “Nanodynamik” auf seinem Schreibtisch liegen haben, ebenso, wie viele von uns eine Ausgabe des “Organon” im Schrank haben. Letzteres, um nachzuschlagen, was sich Hahnemann bei gewissen Paragraphen wohl gedacht hat, ersteres, um jedem Zweifler die Bilder unter die Nase halten zu können: “Wieso soll in Natrum mur C30 nichts drin sein? Schlagen sie doch auf Seite 86 nach, da sehen Sie es!”

Bild 5: ES Rajendran Natrum mur C30

Umdenken erfordert Anpassung und Flexibilität. Jungen Menschen ist es gegeben, in eine neue Zeit hineinzuwachsen. Uns Älteren sollte es reichen zu wissen, dass unsere Kunst eine neue Grundlage erhalten hat, die uns nach 220 Jahren Praxis Recht gibt! Ein guter Homöopath braucht keine neue Erkenntnis zur Methode: Er hat bereits Methode und seine Mittel wirken und helfen, wie sie es seit Jahrhunderten unter Beweis gestellt haben.

Viele neue Mittel werden den Markt erobern: Hustenmittel, miasmatische Mittel, Haut-, Augen-, Krebsmittel, Stoffe mit feststehender Komposition und Indikation, nur auf homöopathischer Basis. Wer mit der Homöopathie neu anfängt, kann diese neuen Ergebnisse in Bezug setzen zur neuen “Signaturenlehre nach Paracelsus” und wird dabei entdecken, dass sich die alten hermetischen Gesetze in ganz neuem Gewand mit den modernsten Methoden unserer Zeit bestätigt haben. Die Homöopathie wird dadurch zum perfekten Begleiter einer nach Typen geordneten Krankheitslehre. Genau wie mit Handys und der Neuen Technologie: Behandeln wird einfacher, verständlicher und biologischer.

Bibliographie Empfehlungen

  1. Rajendran, E.S.; “Nanodynamik” Edition Winterwork, Borsdorf, 2019
  2. Corty Friedrich, Miguel.; “Krebsrevolution”, Europa Verlag München/Berlin, 2016
  3. Dane, Michaela; “Heilgeheimnisse des Paracelsus”, 2. Auflage, Edition Winterwork, Borsdorf, 2019

Einige “Papers” zur Thematik:

  1. Efficacy of two commonly used potentized homeopathic drugs, Calcarea carbonica and Lycopodium clavatum, used for treating polycystic ovarian syndrome (PCOS) patients: II. Modulating effects on certain associated hormonal levels(Debarsi Das et al; K’Pubs 2016; Feb, 6(1): 7-7)
  2. Protective potentials of a potentized homeopathic drug, Lycopodium-30, in ameliorating azo dye induced hepatocarcinogenesis in mice. (S Pathak et al, Mol Cell Biochem 2006; Apr;285(1-2):121-31)
  3. Evidence in support of gene regulatory hypothesis: Gene expression profiling manifests Homeopathy effect as more than placebo. (S K Saha et al; International Journal of High Dilution research 2013; Vol 12 No 45)
  4. A homeopathic nosode, Hepatitis C 30 demonstrates anticancer effect against liver cancer cells in vitro by modulating telomerase and topoisomerase II activities as also by promoting apoptosis via intrinsic mitochondrial pathway (J Mondal et al ,Journal of integrative medicine 2016; Vo 14 (3), 209-218)
  5. Potentized homoeopathic drugs act through regulation of gene-expression: a hypothesis to explain their mechanism and pathways of action in vitro. ( A R Khuda Buksh, Complementary therapies in medicine1997; Vol5 (1);43-46)
  6. Phenotypic evidence of ultra-highly diluted homeopathic remedies acting at gene expression level: a novel probe on experimental phage infectivity in bacteria. ( Santu Saha et al, Journal of Chinese integrative medicine 2012; 10(4):462-70)
  7. Condurango 30C induces epigenetic modification of lung cancer-specific tumour suppressor genes via demethylation. (A R Khuda Buksh, Sikdar S. Complementary medicine research 2015; 22:172-179)
  8. Efficacy of a potentized homeopathic drug (Arsenicum-Album-30) in reducing cytotoxic effects produced by arsenic trioxide in mice: IV. Pathological changes, protein profiles, and content of DNA and RNA. ( Kundu S N, Complimentary therapies in medicine 2000; 8(3):157-65)
  9. Potentized homeopathic drug Arsenicum Album 30C positively modulates protein biomarkers and gene expressions in Saccharomyces cerevisae exposed to arsenate. ( Durba Das, Journal of Chinese integrative medicine 2016; 9(7):752-60)
  10. Homeopathic Thuja 30C ameliorates benzo(a)pyrene-induced DNA damage, stress and viability of perfused lung cells of mice in vitro.( Mukherjee A. Journal of integrative medicine 2013; 11(6):397-404)
  11. Ultra diluted plant extract of Hydrastis canad and Marsdenia condurango induce epigenetic modifications and alter gene expression profiles in HeLa cells in vitro. (Santu Kumar Saha, Sourav Roy, Ansiur Rahman Khuda-Bukhsh; J of Integrative Medicine; www.elsevier.com/locate/issn/20954964

Banerji Protokolle – Erfolgsmodell auf drei Ebenen

Krebstherapie nach Banerji

Seit nahezu zehn Jahren wenden wir die Homöopathie nach Banerji (BP™) an, die letzten 5 Jahre vermehrt bei Krebs. Die bisherigen Erfolgsquoten geben uns Recht: Über 60% unserer Patienten leben auch noch nach 5 Jahren. Damit liegt unsere Erfolgsquote bei „Krebs – allgemein“ über dem statistischen Durchschnitt. Doch das ist nicht allein der Erfolg der BP ™. Entsprechend unserer Philosophie der Integrativen Medizin, zu der die BP™ gehören, ist dies nur eine von drei Säulen die wir sowohl Schülern als auch Patienten nahelegen.

Allein bei uns wurden im Jahr 2017 etwa 100 Krebspatienten behandelt.

Anzahl Krebspatienten im Jahre 2017

Wenn uns ein Patient aufsucht, beginnen wir mit den üblichen Punkten: Anamnese, Beurteilung der bisherigen Befunde, körperliche Untersuchung. Vorgeschichte der bisherigen Therapien.

Doch gleich darauf beginnt das Erforschen der biologischen Charakteristika.

Nach Ansicht der Schulmedizin sind alle Menschen gleich.

Das muss so sein, weil man sonst jeden Menschen anders behandeln müsste, und in der Folge keine statistischen Vergleiche möglich sind.

Dennoch kann integrative Medizin weder standardisiert noch zu stark individualisiert werden. Im ersten Fall verlieren wir Präzision in der Behandlung, im zweiten Fall, der Individualisierung, verlieren wir Prognose und Vergleichsmöglichkeiten zwischen den Fällen. In diesem Spagat zwischen zwei entgegen gesetzten Denkrichtungen haben wir uns entschieden die „Biologische Charakterisierung“ nach Paracelsus einzusetzen. Wir wenden die Signaturenlehre an.

Biologische Charakterisierung

Als Folge jahrelanger Beobachtung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass in den Naturwissenschaften ein wesentliches Element fehlt: Das Gesetz der Signaturenlehre, oder die Entsprechung der Materie nach Resonanz. Die „Hermetischen Prinzipien“ über den Aufbau der Welt sagen aus: „Wie Oben so Unten“ (heute genannt „Resonanzphänomen“), oder auch „Das Große prägt das Kleine“, und das Gesetz der Entsprechung: wie „Innen so Außen“ oder Fraktaltheorie.

Die oft verlachten und ignorierten Baupläne unseres Sonnensystems zeigen uns deutlich, dass es immer drei Bausteine für jedes größere Element gibt und dass die Korrespondenz der Stoffe, chemisch, physikalisch und biologisch immer von Innen nach Außen gleich bleibt. Dies ist der Schlüssel zur „Ähnlichkeits (=Similis)“ Theorie, bekannt unter dem Namen „Homöopathie“, aber auch zur anthroposophischen Lehre der „Entien“.

Auf dieser Basis kann man auf der Erde 7 unterschiedliche Verhaltensformen für Materie unterscheiden, die entsprechend 7 unterschiedliche Bindungsformen, Reaktionsformen und biologische Qualitäten haben. Ob es dem Menschen nun passt oder nicht, es gibt 7 unterschiedliche „Strategien“ oder Formen sich dem Leben anzupassen, und jeder Mensch wählt zu Beginn des Lebens eine davon für sich aus, die sie/er für den Rest des Lebens nicht mehr ändern kann.  Wir nennen dieses gern ignorierte Naturgesetz die „Heptosophie“, die „Lehre der Sieben Strategien“. Diese Behauptung ist keine „Philosophie“ oder Ansichtssache, man kann nicht wählen, oder eine „Neue“ Medizin damit schaffen: es ist eine biologische Tatsache, die man ignorieren kann, oder verstehen. Wenn man sie versteht, ordnet sich die Medizin ganz neu, man erkennt Zusammenhänge, man kann nachvollziehen, wie es zu den unterschiedlichen Erkrankungen kommt, vor allem aber kann man wesentlich genauer vorhersagen was geschehen wird, und auf was die Patienten ansprechen. Grade die Homöopathie wird zu einer leicht verwendbaren, vorhersehbaren Therapie mit hoher Erfolgsquote, da sie auf dem „Ähnlichkeitsprinzip“ aufgebaut ist.

Wiederholung der Bausteine in der Natur

Die zweite Neuerung nach Paracelsus ist die Wiederholung der Bausteine, die sich immer im „Dreiersatz“ zusammenfügen. Jeweils drei Elemente bilden ein neues, größeres Element. Wir wissen das aus der Quantenphysik: jeweils 3 „Elementarteilchen“ bilden ein neues, größeres Elementarteilchen. Auch dieses Naturgesetzt ist uns selten bewusst.

In der Medizin bedeutet es, dass wir, wollen wir etwas heilen, nach Möglichkeit auf alle 3 Bauelemente gleichzeitig einwirken sollten. Natürlich kann man sich auch auf ein einzelnes Element konzentrieren, aber die „Drei – Einigkeit“ wird rascher und effektiver zum Ziel führen.

Wir erkranken nach unserer Natur

Die dritte Neuerung nach Paracelsus lautet: der Mensch erkrankt „nach seiner Natur“, also im Rahmen seiner erwählten Strategie oder biologischen Charakteristika.

Ein Mensch mit Eigenschaften des Typ 1 wird zu Allergie neigen, er wird hohe Schmerzempfindlichkeit haben, in vielen Fällen unter „Reizdarm“ leiden und oft rheumatische Beschwerden präsentieren oder „Hashimoto“ diagnostiziert bekommen. Aber er wird eher selten oder nie Nierensteine haben, er bekommt keinen Herpes und auch kaum Diabetes. Umgekehrt wird Strategie 2 rasch Diabetes bekommen, dafür aber nie Reizdarm.

Die Natur der Krebstherapie nach BP™

Dr. Banerji kannte die heptopathische Lehre der „biologischen Charakterisierung“ nicht, er behandelte nach Wiederholung. Aber nach 1000 Patienten mit „Reizdarm“ hatte er eine Kombination von Mitteln zusammengestellt, die im Wesentlichen aus Mitteln der Strategie 1 bestanden, und nach 1000 Diabetikern eine Kombination aus Mitteln Typ 2, die Diabetes verbesserte. Es war das Prinzip „Try and Error“, dass ihn dazu brachte, nach Millionen von Kranken in Kalkutta ein System zu finden, dass im Wesentlichen den Regeln des Naturgesetztes entsprach: Finde die Natur der Erkrankung, und du hast die Mittelgruppe erkannt, die zur Heilung eingesetzt werden kann.

Ein Mensch leidet nicht unter „irgend einem Krebs“, er leidet an „seinem Krebs“

Es gibt viele Wege nach Rom, sagt der Volksmund. Dr. Banerji entdeckte Kombinationen von Heilmitteln, die den Vorgang „Krebs“ in jedem besonderen Fall am treffendsten beschrieb. Er konnte auch beobachten, dass die Krebserkrankung mit Vorliebe einen bestimmten Typ Patient erwählte, je nach Krebsform. Ich bin mir sicher, dass jeder Onkologe dies auch schon beobachtet hat, die Schulmedizin kennt aber noch nicht das Ordnungsprinzip, nach dem dies geschieht.

Dr Banerji fand diese Zusammenhänge, weil er ein exzellenter Homöopath war. Er konnte aus der einzelnen Beobachtung die allgemeine Regel ableiten: Brustkrebs behandelt man am besten mit Phytolacca, einer Pflanze mit zwei (wesentlichen) alkaloiden Wirkstoffen: einem hormon-identischen, und einem nicht hormonellen Wirkstoff, sowohl gegen Hormon-abhängigen Krebs wie nicht – hormonell gesteuertem Krebs.  Dies beschreibt die „physiologische“ Therapie oder Ebene 2.

Einen anderen Weg beschreiten Therapeuten, die hochdosierte Vitamine verwenden, Aufbauprodukte verschreiben oder, im Gegenteil, versuchen Krebszellen durch gezielte Blockaden wie monoklonale Antikörper und Hormonblocker von der Versorgung durch Blutkreislauf und Nahrungsstoffe abzuschneiden. Dies beschreibt die „strukturelle“ Therapie, oder Ebene 1.

Der dritte Weg führt über das Verständnis von negativen, „toxischen“ Emotionen. Bei der Behandlung von Krebs kennt man verschiedene Modelle, nach denen Emotionen Krankheiten auslösen können, z B. Schock, Traumata, schwerer Verlust oder massives Mobbing. Zum Beispiel sind sich beim Thema des duktal – invasiven Brustkarzinoms die meisten Autoren einig: Die negative Emotion, ein übermäßiges „Geben wollen“, bei gleichzeitiger totaler Ablehnung durch den geliebten Menschen, kann zur Ausbildung des Krebses führen.

Ein weiterer Heilungsweg ist also das Auflösen der krankmachenden Emotion. Dies ist die Therapie der „Reprogrammierung“ und Auflösung von traumatischen Erlebnissen. Dies ist die „Ebene 3“.

Unterschiedliche Biotypen reagieren unterschiedlich auf emotionale Belastung. So entsteht zum Beispiel die nachfolgende Grafik (Analyse eigener Fälle): bei 150 Patienten fanden sich am häufigsten Patienten der Strategie 5, gefolgt von Nr. 3 und Nr 1.

Auch wenn wir noch keine Daten besitzen, die uns die Gesamtverteilung dieser 3 Typen in der Gesellschaft aufschlüsselt, so ist doch anzunehmen, dass die emotional mehr gefährdeten Typologien diese drei darstellen. Anders ausgedrückt: die Menschen des Biotyps 5, 3 und 1 können eher an Krebs erkranken, als die anderen.

Der Erfolg der „Krebsrevolution“

Abschließend kann man sagen, dass die BP™ ein System darstellen, das auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig behandelt. Dazu kombiniert Dr. Banerji Mittel sehr unterschiedlicher Verdünnungsstufe zu einem Ganzen.

Von unserer Seite kommt eine gründliche Analyse des Einzelfalles dazu: Vorgeschichte, Therapiegeschichte, psycho-onkologische Beurteilung und der Abgleich zwischen dem bisherigen Lebensweg und der biologischen Strategie, die die/der Patient/in erfahren hat. Aus diesen Elementen resultiert wiederum ein mehrschichtiges Therapiekonzept mit ausgezeichneter Erfolgsquote.

Jeder Therapeut kann diese Kombination leicht lernen. Die zentralen Punkte sind einerseits die korrekte Interpretation der Banerji Protokolle™, und andererseits das Erkennen der richtigen Bio-Typologie oder „Signatur“.

Die Banerji Protokolle™ enthalten einen weiteren Faktor, der bislang nie berücksichtigt wurde, wiederum aus der Beobachtung abgeleitet. Er besagt, dass nach jeweils 3 Monaten die Therapie neu überprüft werden muss. Offenbar ordnen sich die krankmachenden Umstände alle 3 Monate neu, so dass Auslöser und Zusammenhänge neu verstanden werden müssen. Dieser Beobachtung werde ich an anderer Stelle Rechnung tragen.

Miguel Corty Friedrich (Dr. med), “Clinica Praxis” El Campello (Alicante – Spanien), dr.corty-friedrich@krebsrevolution.de , www.krebsrevolution.de www.heptopathie.de

“Homöopathische Mittel sind langsam…”

Eine oft zitierte Behauptung über homöopathische Heilmittel ist diese: Sie seien langsam.

Auch als ich klassische Homöopathie lernte, wurde mir beigebracht, eine erfolgreiche Behandlung brauche etwa 50% der Zeit, über die sich das Problem entwickelt habe.

Es ist an der Zeit, dass wir uns kritisch mit den überlieferten Glaubenssätzen zur Homöopathie auseinandersetzen. Solche Ansichten stammen aus einer Zeit, in der homöopathische Behandlungen noch nicht systematisch und wiederkehrend eingesetzt wurden. Man kann darüber streiten, ob “programmatische Homöopathie” wie zum Beispiel die Banerji Protokolle™ (BP™) echte Homöopathie sind oder nicht. In jedem Fall werden homöopathische Mittel zum Einsatz gebracht, und man bekommt vergleichbare Ergebnisse.

Aus verschiedenen Gründen sind programmatische Behandlungen sinnvoll:

  • Sie kommen rasch zum Einsatz
  • Sie brauchen eine möglichst genaue Diagnose nach schulmedizinischen Kriterien
  • Die Behandlungen werden vergleichbar
  • Erfolg wird messbar
  • Die endlosen Verdünnungsstufen (Potenzierungen) werden auf einige wenige begrenzt
  • Homöopathie wird kostengünstiger (weil die Mittel standarisiert werden können)
  • Die Vorgehensweise entspricht den Ansprüchen einer logischen, nachvollziehbaren Medizin

Leider sind die Lager der Verfechter einer “sanften Medizin” geteilt. In Spanien, wo ich studiert habe und praktiziere, haben wir den Satz “Teile und herrsche!” gelernt. Je zersplitterter eine Gruppe ist, desto weniger Einfluss kann sie auf die Entwicklung einer neuen Idee nehmen. Das ist wesentlich bei den biologischen Heilverfahren. Wie, wenn nicht dank Streit und fehlender Kommunikation zwischen den Therapeuten, könnte eine Schulmedizin es sonst erreichen, dass bei einer überwältigenden Patientenzahl, die eine sanfte Medizin bevorzugen, bis heute keine einheitlichen Richtlinien zur Kooperation mit konventionellen Therapiemethoden erzwungen werden konnte? Jeder 2. Patient bevorzugt eine biologische Therapie, aber nirgends gibt es Richtlinien. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass sich die Therapeuten uneinig darüber sind, was gemacht werden sollte.

Streitpunkte um Homöopathie:

  • Hochpotenzen enthalten keinen Wirkstoff
  • Hochpotenzen sind ausschließlich “psychisch”
  • Potenzen dürfen nicht gemischt werden
  • Komplexmittel sind Verrat an der Idee der Homöopathie
  • Das beste Heilmittel ist jenes, mit dem “alles” am Patienten auf einmal behandelt wird
  • Das “richtige Mittel” verursacht eine “Erstverschlimmerung”
  • Chronische Erkrankungen kann man nur miasmatisch behandeln
  • Das Thema der “Miasmatischen Erkrankungen”
  • Das Thema der “symptomatischen Therapie” in der Homöopathie
  • Usw.

Wie man sieht, kann man sich über praktisch alles streiten.

In den USA wurde vor über 20 Jahren ein Programm zur Überprüfung von “alternativen Heilmethoden” gestartet. Mittlerweile sind aus dieser Quelle hunderte von Veröffentlichungen entstanden, von kleinen “Papers” bis zu dicken Handbüchern.

Man hat Mönche beim Beten unter Gehirnscanner gesetzt, man hat Resonanz Diagnostik vor und nach Reiki beim selben Patienten gemacht, und man hat natürlich homöopathische Behandlungsgrundsätze überprüft.  Die Ergebnisse sind überzeugend: Man könnte sagen, alles, was uns sinnvoll einfällt, um den Krankheitsverlauf zu verändern, kann theoretisch funktionieren. Entscheidend dabei ist als Ergänzung der Behandlung die Einstellung von Patienten und Heilern: Sind wir davon überzeugt, machen wir mit, verändern sich die Parameter. Glauben wir es nicht, blockieren wir, bleibt alles beim Alten. Selbst die Supermittel aus den Banerji Protokollen bleiben in ihrer Wirkung auf wenige Monate beschränkt, bevor alles wieder so weiter geht wie zuvor.

Man kann den Menschen nicht vor seinen eigenen Ängsten schützen.

Da frage ich mich: Wenn tatsächlich so viele Maßnahmen eine Wirkung zeigen, warum streiten wir uns dann darüber, “wer Recht hat”? So etwas kann es doch gar nicht geben! Der Einfluss einer guten Maßnahme ist immer positiv, egal ob das Ergebnis in unsere Vorstellung von Wirkungsweise passt. Falls wir Therapeuten nicht bereit dazu sind, Neues zuzulassen, handeln wir genau wie die blockierten Patienten und sollten unsere Überzeugungen dringend überprüfen!

Die Pfeiler der Homöopathie wurden in den letzten Jahren massiv erschüttert. Es mögen noch viele Jahre vergehen bevor all diese neuen Erkenntnisse Eingang in unser klinisches Denken gefunden haben, aber praktische Änderungen zur täglichen Praxis werden unvermeidbar werden

Dr. Banerji hat uns 2011 seine “Protokolle”[i] zur homöopathischen Therapie nach Diagnosen hinterlassen. Dr. Rajendran hat uns 2015 seine elektronenmikroskopischen Bilder der gängigen Potenzen nach Hahnemann vorgestellt[ii]. Dr. Kudha Bukhsh hat epigenetische Modifikationen in der Genexpression kranker Zellen durch homöopathische Behandlungen von 1997 bis heute nachgewiesen![iii]. All diese Neuerungen sollten mit Vorurteilen aufräumen und viele komplementär-medizinischen Therapien in den Rang einer echten Alternative zur schulmedizinischen Behandlung werden lassen.

Eine Krankengeschichte

Herr EW suchte per Internet Rat Ende März 2018. Seit etwa einem Jahr bestand bei ihm ein “desmoider Tumor”, eine Art lymphoiden Fibrosarkom. Trotz Gewebeentnahme Dez 2017 konnte keine bessere Diagnose für diesen rasch wachsenden Tumor gefunden werden.


Zustand März 2018

Er hatte zu dem Zeitpunkt bereits schulmedizinische Behandlung mit Imabimib und Celecoxib erhalten, und bereitete sich auf 3 x 3 Wochen Therapie mit Methotrexat und Vinorelbine vor.

Der Patient hatte den Eindruck, dass nach der Biopsie, trotz Imabimib, der Tumor gewachsen sei.

Zustand Juni 2018

Während der ersten Serie von 3 x 3 Chemozyklen wuchs der Tumor weiter bis zu einer maximalen Größe Ende Juni 2018.

Aufgrund von Übelkeit und Erbrechen nach Chemo wurde außer dem Banerjiprotokoll “Fibrom/Sarkom” und “Non Hodgkin Lymphom” Nux vomica C30 und Camphora C 200 verordnet.

Es folgte eine zweite Serie Methotrexate & Vinorelbine bis Oktober 2018.

Die Behandlung nach dem Banerji Protokoll bestand aus: Thuya occ C30 4x/d, Belladonna C 30 2x/d, Arnica mont C3 4x/d, Hamamelis virg C 200 4x/d, Hepar sulph C6 4x/d, Symphytum off C 200 2x/d, Schüssler Nr 2 & 4 2 x 2 Tabl tägl in D3, Carcinosinum C 30 alle 2 Tage. Mit wenigen Veränderungen (siehe Übelkeit) wurde dies vom 10. April bis 18. Dezember 2018 regelmäßig eingesetzt.

Seit Dezember 2018 ist der Tumor bis auf eine im CT nachweisbare Größe von etwa 2 cm zusammengefallen.

Die Chemotherapie wurde im Oktober 2018 abgesetzt, seitdem wird nur noch nach Banerji behandelt. Bisher ist kein neues Wachstum aufgetreten.

Zustand Dezember 2018

Natürlich kann man nicht beweisen, dass der Tumor allein aufgrund der Anwendung des Banerji Protokolls auf 2 cm geschrumpft ist. Der Patient ist überzeugt, dass das großartige Ergebnis aus einem Zusammenspiel Homöopathie/Schulmedizin (& seinem Willen zur Heilung) zurückzuführen sei.

Doch für mich zeigt das Beispiel ein typisches Verhalten, das man bei der Anwendung eines BP™ immer wieder beobachten kann: Die Ausdehnung der humoralen Erkrankung bleibt nach ca. 3 Monaten Behandlung stehen. Von hier an muss der Patient sich entscheiden. Bleibt er fest bei seiner Behandlung, stehen die Chancen groß, dass der Prozess zumindest zum Anhalten kommt.

Bisher hat es noch keinen Fall von vollständiger Heilung in Deutschland gegeben. Im Laufe von jetzt 2 Jahren praktischer Anwendung der BP™ bei deutschen Patienten sind allerdings die ersten 10 Patienten (von ca. 180 Patienten) laut schulmedizinischer Diagnostik “tumorfrei”. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Krebsarten: Magen, Pankreas, Brustkrebs, Gehirn und Lymphom. Doch dies ist erst ein Anfang, Dr. Banerji ließ seine Patienten über 10 Jahre nach “tumorfrei” nachverfolgen.

Im allgemeinen Durchschnitt zeigt sich eine Besserung / Stabilisierung des humoralen Prozesses bei 2 von 3 Patienten, obwohl etwa 75% mehrere schulmedizinische Prozesse durchlaufen haben und z. T. noch erhalten.

Es gibt statistische Hinweise darauf, dass ein vollständiges Verschwinden von Tumoren mittels Banerji Protokoll™ wahrscheinlicher ist, je weniger Schulmedizin zum Einsatz kommt. Trotzdem zeigt das Beispiel, dass in den meisten realen Fällen die Patienten beides einsetzen.

Unser Vorgehen folgt den Beispielen aus meinem Buch[iv], und berücksichtigt immer die drei Säulen der biologischen Therapie nach Paracelsus[v]. In weiteren Artikeln werde ich darauf gezielt eingehen.

Paracelsus sagt: “Es gibt keine unheilbaren Krankheiten; es gibt nur kranke Menschen!”

Miguel Corty Friedrich (Dr. med.), „Clinica Praxis“, El Campello (Alicante – Spanien)

dr.corty-friedrich@krebsrevolution.de
www.krebsrevolution.dewww.heptopathie.de



[i] Banerji,P, Banerji,P: “The Banerji Protocol; a new method of treatment with homeopathic medicines” published by “Pratip Banerji, pbhrfindia.org, 2nd Ed 2013 ISBN 978 93 80813 21-9

[ii] Rajendran, ES, “Nanodynamik; Nanowissenschaften und Homöopathie”, Ed. Winterworks 2018, Borsdorf, ISBN 978-3-96014-551-6

[iii] Potentized homoeopathic drugs act through regulation of gene-expression: a hypothesis to explain their mechanism and pathways of action in vitro. (A R Khuda Buksh, Complementary therapies in medicine1997; Vol5 (1);43-46) ; Condurango 30C induces epigenetic modification of lung cancer-specific tumour suppressor genes via demethylation. (A R Khuda Buksh, Sikdar S. Complementary medicine research 2015; 22:172-179)

[iv] Corty-Friedrich, Miguel: “Die Krebsrevolution; Wege aus der Angst durch integrative Medizin”, Europa Verlag 2016, München ISBN: 978 -3-95890-048-6

[v] Corty, Miguel; Dane, Michaela: “Lebendige Paracelsusmedizin, Praktische Anwendung – Fallbeispiele von heute”, 1. Aufl. Ed. Unimedica (Kandern) 2011, 2. Auflage in Vorbereitung (Edition Winterworks)

Spezialistentum oder Ganzheitliche Medizin?

(von Dr. Miguel Corty Friedrich)

Immer wieder werde ich gefragt, was die unterschiedlichen Ergebnisse zu Röntgenuntersuchungen, Blutanalysen oder Scannern zu sagen haben. Täglich schickt mir ein Patient neue Ergebnisse und möchte wissen, ob das nun “gut” oder eher “schlecht” ist.

Mittlerweile ist mir aufgefallen, dass man seinem Kopf nicht befehlen kann, den Körper zu heilen. Es geht einfach nicht. Es gibt Patienten, die betreiben das reinste Therapeuten-Nomadentum: Sie wandern von Arzt zu Heilpraktiker mit ihrem Problem, in der Hoffnung, “den Richtigen” zu finden. Wieder andere betreten grundsätzlich kein Krankenhaus und lassen sich nicht gern von Maschinen untersuchen.

Die perfekte Mischung liegt, wie immer, irgendwo in der Mitte. Eine vernünftige Grunduntersuchung mit einer Befundaufnahme, mit der man eine Therapie planen kann, ist heutzutage unerlässlich, dazu gehören auch maschinell erhobene Befunde.

Das Gegenteil von “Integrativer oder Ganzheitlicher Medizin” ist leider das moderne Spezialistentum. Gerade suchte ich die schulmedizinische Prognose für das Uterussarkom und seinen FIGO Status. Da ging mir auf, dass auch ein Onkologe, wenn er nicht gerade auf gynäkologische Krebsarten spezialisiert ist, vermutlich kaum spontan Ahnung davon haben wird.

Vielleicht beschäftigt er sich mit urologischer Onkologie, oder ist zuständig für Kopf oder Bauch – Onkologie, während die Blutkrebse von einem Hämatologen behandelt werden.

Dabei möchten die Patienten nach dem aktuellen Stand der Erkenntnis behandelt werden, und in den meisten Gremien soll die “S3 Leitlinie” zum Einsatz kommen, was ja auch stets aktualisiert werden muss. Mit anderen Worten: In der Schulmedizin existiert eine natürliche Trennung zwischen dem Wissen der Einen und dem der Anderen, das zum einfachen Satz “Teile und Herrsche” führt! Wie will selbst ein Onkologe wissen, was die beste Therapie für einen Krebspatienten ist, wenn er die Natur seiner Patienten samt deren sonstigen Leiden nicht kennt. Auch das berühmte Tumorboard weiß nicht, wie sich Chemo- oder Strahlentherapie beim  konkreten Einzelfall auswirken wird.

Daher ist es nur logisch, dass kein Patient von seinem Onkologen verlangen kann, ihn auch noch komplementärmedizinisch zu beraten, oder ihn noch besser gleich ein Banerji Protokoll ™  machen zu lassen. So einen seltsamen Vogel wie einen “ganzheitlich denkenden Arzt” kann es kaum geben, denn fast alle Menschen müssen sich für ein Teilwissen entscheiden. Integratives Denken ist aber das krasse Gegenteil vom Teilwissen. Dementsprechend braucht es sehr viel Zeit die Puzzlestücke zusammenzusetzen, die Labordiagnostik, bildgebende Verfahren, Onkologie und Allgemeinmedizin geliefert haben.

Doch ist das Bild erstmal fertig, kommen ganz neue Aspekte zum Tragen: In erster Linie kann man finden, dass entsetzlich viele Krankheiten, besonders gern die chronischen, einen wesentlichen Bezug zum Empfinden, zur Psyche, zu den individuell unterschiedlich geschaffenen Lebensumständen haben. Krankheit und Gesundung haben offenbar wenig Bezug zur Logik, wohl aber zum Emotionalen!

Viele Befunde, Analysen, CT und NMR Scans machen niemanden gesund, es ist nur eine Hilfestellung. Gesund macht eine gesunde Lebenseinstellung. Doch manchmal verstellen Ängste, Sorgen, Zwang und schwerer Verlust dem Menschen den Weg zu einem lebenswertem Leben. Vielleicht gehört es zu den schwersten Dingen im Leben überhaupt, die Einstellung zu den Dingen beim Patienten zu ändern, aber genau das macht den Unterschied zwischen Behandeln und Heilen.

Heute bin ich davon überzeugt, dass Rationalität den Menschen nicht gesünder macht, positive Emotionen jedoch durchaus.

Banerji Protokolle™ und moderne Paracelsusmedizin

Es sind bald 10 Jahre vergangen, seit ich das Glück hatte über die „Banerji Protokolle™“ zu stolpern. Damals hätte ich mir nie vorgestellt, dass Dr. Banerji einmal eine so große Rolle in meinem Leben spielen würde.

Zu dem Zeitpunkt arbeiteten meine Frau Dr. Dane und ich an dem Projekt einer neuen Krankheitslehre. Paracelsus hat uns vor 500 Jahren zwei wesentliche Neuerungen für eine bessere Medizin hinterlassen: die Signaturenlehre und das Wissen um die Dreiteilung der Materie. Als er starb, hinterließ er uns aber keine Aufteilung der Erkrankungen nach Signatur, um Krankheitsprozesse besser verstehen zu können. Dazu muss man wissen, dass nicht alle Menschen gleich sind. Kulturhistorisch ist Medizin immer nur die Suche nach der besten Erklärung zu einem Krankheitsbild, seiner Beschreibung und der Suche nach Möglichkeiten das Unvermeidliche abzuwenden. Aus den ältesten überlieferten Schriften zur Medizin, wie den Veden, der ägyptischen Medizin, sowie später der  jüdisch/arabischen Medizin wusste man, dass die Natur unseres Sonnensystems unsere Materie prägt und sich auch im menschlichen Körper wiederspiegelt.

Bekanntlich üben die Himmelskörper durch ihre schiere Größe einen Gravitationseffekt aus, der sich sowohl bei einfachen als auch bei komplexen Prozessen manifestiert. Aber auch auf die lebendigen Wesen wirken sie, bis hin zu den menschlichen Gefühlen. Von den Himmelskörpern erhalten die Metalle ihre Prägung, die Bäume und Pflanzen ihre Erscheinungsform und die Tiere ihre Instinkte. Außerdem ist es die Kraft der Sonne die den Wechsel zwischen Tag und Nacht bewirkt, nicht die des Mondes oder der anderen Sterne.
Abraham Ibn Esra, Anno 1140 Eingangsrede einer Vorlesung an der Universität Cordoba

Bild 1: Das Sonnensystem im Menschen aus heutiger Sicht

Plötzlich wurde unsere Aufgabe unerwartet einfacher: wir konnten anhand der richtigen Behandlung sehen, welche Krankheitsprozesse zusammengehörten und wo eine Abweichung war. Die moderne Signaturenlehre war geboren! Der zweifellos größte Durchbruch dieser anderen Methode, Menschen und ihr Leiden zu ordnen, trat bei terminalen Krankheiten wie z. B. Krebs auf. Noch sollte es weitere 4 Jahre dauern, bis unser damaliger Verleger auf die Idee kam, diesen Durchbruch zur Therapie in Deutsch für die deutschen Kollegen und Patienten zu veröffentlichen. So entstand „Die Krebsrevolution“.

Bild 2: Mittel aus den Banerji-Protokollen:
Mittel der Signatur Mars für das Marsleiden Darmkrebs: Eisen und Hydrastis
Mittel der Signatur Saturn für das Saturnleiden Knochenkrebs: Beinwell und Carcinosum

Seither wurde die Krebstherapie (und die allgemeinmedizinische Therapie) nach Banerji im deutschsprachigen Europa bekannt, und, damit verbunden, die alte Lehre der sieben Archetypen in der Medizin neu entdeckt und vorgestellt.

Es macht natürlich einen nicht geringen Aufwand, alles Gelernte zu Medizin und Krankheit neu zu ordnen, und die Verblüffung aus den Gesichtern meiner Kollegen spricht Bände, wenn ich sie auffordere eine Krankheit als den Ausdruck einer Signatur, eines typischen Lebenswegs zu erkennen, die Diagnosen anzuzweifeln, die nur auf Symptomen beruhen, und statt dessen eine Diagnose nach dem entsprechenden Archetyp zu suchen. Doch was zunächst schwierig scheint, wird rasch zu einem erfolgreichen und klar definierten Handeln: Der Mensch erkrankt nach seiner Natur, und die Natur der Mittel vertreibt die Natur der Krankheit.

So hat es Paracelsus gesagt.

So hat es Hahnemann gewollt.

So machen wir es heute, dank der Signaturenlehre, wieder.


Bild 3: viele Mittel einer Signatur, hier „Venus“ auf einen Blick.
Vom Metall als Konstitutionsmittel, über Mineralien, Heilpflanzen, Bäumen, Tiermitteln bis zur Ernährung wirken die Mittel auf den drei Ebenen Sal, Sulphur und Merkur bei den „Venusthemen“ : Haut, Niere/Blase und Immunsystem.

Organon 7: Eine Neue Homöopathie

(von Dr. Miguel Corty)

Zusammenfassung:

Wenn Homöopathie eine Therapie durch Nanopartikel ist, steht uns die grösste Revolution der Medizin seit der Virchow’schen Zellpathologie ins Haus. Wir sollten aufhören, “echte, klassische, wahre, bioregulative” und sonst wie benannte Homöopathie als einzig authentisch zu betrachten, und begreifen, dass wir uns um die Pharmakodynamik der homöopathischen Stoffe kümmern müssen. Dadurch wird Effektivität, Indikation, Sinn und Einnahme der homöopathischen Mittel sowie ihre unterschiedlichen Möglichkeiten erklärt. Wir müssen begreifen, dass in den Mitteln “etwas drin ist”, das schneller, präziser und sanfter heilt als alles, was wir bisher hatten.

Einleitung

Am 16. und 17. März 2019 fand in Mainz der 2. Kongress zu unserer Arbeit statt. Mit dem Erscheinen meines Buches wurde von der Buchhandelskonferenz der Titel “Krebsrevolution” dafür vergeben, und das wurde nun mal zum Namen, auch wenn ich als Autor einen solchen Namen nie gewählt hätte.

Daher war es für manchen erstaunlich, dass der 2. Kongress die wissenschaftlichen Ansätze zu Erklärungen in und zur Homöopathie zum Inhalt hatte, und keineswegs nur von Krebs handelte.

Unser Hauptredner war Prof. Dr. E S Rajendran von der Vinayaka Missions University (Salem – Indien). Als Erster hat er versucht, in den homöopathischen Mitteln Inhaltsstoffe nachzuweisen, und dabei Erfolg gehabt. Seine elektronenmikroskopischen Bilder zu den wichtigsten Mitteln und Potenzen sind bereits mehrmals um die Welt gereist, und werden an verschiedenen Universitäten wiederholt. Sein Buch “Nanodynamics” liegt mittlerweile auf englisch, deutsch und spanisch vor.

Bild 1: Prof. E S Rajendran, Nanopartikel in verschiedenen Potenzen von Aurum metallicum

Nanodynamics 

Mit dem Ende des “Glaubenskonfliktes zur energetischen Natur homöopathischer Mittel” verändert sich alles! Begriffe wie “Lebenskraft”, “dynamische Heilkräfte”, “Miasmen”… etc, sind nichts als Krücken, um eine Erklärung anzubieten für den immer wieder erstaunlichen Effekt der “Heilung”, der nach der Gabe homöopathischer Mittel eintreten kann. Prof. Rajendran weist nach: Homöopathische Mittel enthalten eine unterschiedlich große Menge an unterschiedlich kleinen Nanopartikeln und kleinsten Nanos, genannt “Quantum Dots”. Die Unterschiede zeigen sich je nach Potenzierung zu jedem Mittel. Er untersuchte und verglich die Struktur der Nanos bei “C” und “LM” Potenzen. Seine Ergebnisse zeigen eine mögliche Erklärung zu vielen bekannten, aber bisher nicht verstandenen Effekten der Homöopathie.

Methodik:

Prof. Rajendran nutzte ein hochauflösendes Transmissions Elektronenmikroskop für die Darstellung von Metallen und mineralischen Mitteln, bei denen der Elektronenstrahl durch die Probe hindurch fließen konnte. Bei hoher Vergrösserung traten “Welle-Teilchen”, also Quanteneffekte auf, weshalb dies die Limitierung bei der Bilderzeugung darstellte, ca. bei der Grössenordnungen um 1,5 nm.

Bild 2: Prof ES Rajendran, elementare Zusammensetzung verschiedener Aurum Potenzen

Für die Mittel auf biologischer Basis (Pflanzenmittel und Nosoden) bedampfte er die Proben mit Gold oder Silicium und verwendete ein Oberflächen Scanner FESEM Elektronenmikroskop. Hier ist die Auflösung etwas weniger hoch als im HRTEM, zerstört aber die Probe beim Scannen nicht. Um sicher zu gehen, was er jeweils fotografierte, nutzte er die charakteristische Zerstrahlung der Elemente mittels Massenspektroskopie EDS. Dadurch konnte er feststellen, welche Elemente in der Probe unter dem Elektronenmikroskop vorlagen. Alle Proben wurden gegen Plazeboproben mit reinem Alkohol verglichen und mindestens 3 x wiederholt. Es liegen 278 Fotos im Buch vor, sowie einzelne Veröffentlichungen (“papers”) zu Einzelstoffen wie Hypericum.

Bild 3: Prof. E S Rajendran, verschiedene Hyperikum Potenzen

Ergebnisse:

Die Bilder sprechen für sich! Ohne eine Diskussion vorwegnehmen zu wollen, möchte ich auf folgende allgemeine Aspekte hinweisen:

  • Alle Proben konnten die Ursprungssubstanz nachweisen: in “Aurum” war immer Gold enthalten, in “Natrium…” war immer Natrium enthalten.
  • Alle biologischen Heilmittel enthielten Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff.
  • Die verschiedenen Potenzen ließen unterschiedlich viele “neue” Elemente auftauchen, die eine jede Potenz charakterisierte. So konnte man zum Beispiel feststellen, dass die C 30 Potenz meist den höchsten Anteil des ursprünglichen Mittels enthielt, während C 200 oder M Potenzen oft eine breitere Verteilung von Elementen enthielten, nach homöopathischen Kriterium also “dynamischer” waren.
  • Es konnte bei den “C” Potenzen, außer für C30, keine zutreffende Vorhersage zur Größe und Inhalt der Partikel gemacht werden. Die Nanopartikel wurden keineswegs im linearen Sinn immer kleiner oder immer zahlreicher, noch enthielten sie automatisch mehr Elemente bei aufsteigender Potenz. Jede Potenz ist ein eigenes Mittel für sich. Die unterschiedliche Morphologie zeigt den Charakter der Mittel.
  • Bei den LM Serien konnte man eine bessere Verteilung und ein mehr oder weniger gleichmässiges Abnehmen der Größe bei Zunehmen der Verschüttelungswiederholung nachweisen. Somit sind LM Potenzen eher vorhersehbar und besitzen mehr System bei zunehmender Potenzierung.
  • Die Kontrolle von gemeinsam verschüttelten Mitteln, also mehreren Mitteln im selben Potenzierungsgang, zeigten gleiche oder ähnliche Nanopartikel wie die Mittel jeweils einzeln potenziert. Die Nanopartikel waren ebenso eindeutig voneinander getrennt, und konnten voneinander unabhängig bestimmt werden, wie bei Einzelstoffen.
  • Auch homöopathische Komplexmittel, solche, die gern nach Indikation statt nach Individualisieren der Symptome als Fertigarzneien angeboten werden, enthielten Nanopartikel. Diese waren sowohl individualisiert als auch im Verbund erkennbar. Es machte keinen Unterschied zum Erreichen der Nanostruktur ob sie in “C” oder in dezimal Schritten hergestellt worden waren.
  • Industriell hergestellte Mittel zeigten ebenso Nanostrukturen wie manuell oder einzeln verschüttete Mittel.

Diskussion erster Ergebnisse:

Homöopathie ist somit sich neu entwickelnde Nanowissenschaft voller Überraschungen. Der erste wesentliche Punkt ist, dass homöopathisch korrekt hergestellte Produkte Nanopartikel materieller Art enthalten, von vorhersehbarer Zusammensetzung in vorhersehbarer Grösse.

Auf dem Kongress sprach auch Prof. Dr. Kreuter aus Frankfurt, der uns einige allgemeine Eigenschaften zum Verhalten von Nanopartikeln erläuterte, ohne auf Eigenschaften zu homöopathischen Stoffen einzugehen. Von ihm durften wir lernen, dass Chemotherapeutica, eingeschleust in Nanopartikel oder angebunden an Nanopartikel, deutlich weniger toxisch sind als  wenn sie im Original eingesetzt würden. Verschiedene Tierexperimente zeigen auch, wie sich Nanopartikel im lebendigen Körper verteilen, wie sie verstoffwechselt werden, und was für Zeiträume zwischen Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung vergehen. Typische pharmako-dynamische Merkmale von Nanopartikeln folgen ihrer Grösse oder Solubilität. Lipophile und besonders kleine Partikel dringen rascher und tiefer durch die Gewebe als andere. Dabei können die kleinsten unter ihnen, die “Quantum Dots”, ungehindert in Zellkerne eindringen. All diese Eigenschaften wie auch die Verteilung im Körper erlauben interessante Rückschlüsse zur Indikation von Mitteln, die aus Nanopartikeln bestehen. Es erlaubt uns nachzuvollziehen, warum ein Mittel je nach Potenz andere Indikationen, andere Zielorgane ansteuert, wie lange es im Körper verbleibt und somit, wie oft ein Mittel wiederholt werden muss.

Bild 4: Prof. Kreuter, Verteilung der Nanopartikel im Körper von Mäuse

In Anschluss an den Vortrag von Prof. Kreuter wurde klar, dass die Homöopathie ihre eigene Pharmakodynamik erst noch entwickeln muss. Wir stehen wahrhaftig an der Schwelle zu einem Verständnis, in dem aus Homöopathie Nanotherapie werden kann.

Ebenfalls sehr aufschlussreich waren von Prof. Rajendran mitgebrachte Studien von Prof. Khuda Burksh über Modifikationen biologischer Systeme mittels homöopathischer Mittel. Er konnte in Zellkulturen und in Tierexperimenten mit lebenden Mäusen über “auf- und abwärts” gerichtete Modulation in der Expression von Proteinen berichten, von veränderter Expression von Zellbotenstoffen bis hin zu nachweisbaren Veränderungen der RNA und DNA Stränge in behandelten Mäusen versus Placebo-therapierten Mäusen. Über 100 weltweit veröffentlichte Studien zeigen eindrucksvoll, wie viele positive Ergebnisse zu Themen wie Tumortherapie und Hautleiden  mit homöopathischen Stoffen bereits nachgewiesen werden konnten! Nur traurig, dass all diese Experimente und Ergebnisse in fernen Ländern wie China, Japan, Indien, USA, sogar in der Türkei stattfinden, aber nichts davon in der westlichen Industriewelt bekannt wird, sondern, ganz im Gegenteil, sinn- und inhaltlose Diskussionen über Plazebomärchen und “Pseudowissenschaft” geführt werden.

Zusammenfassung:

Wenn Homöopathie eine Therapie durch Nanopartikel ist, steht uns die grösste Revolution der Medizin seit der Virchow’schen Zellpathologie ins Haus. Wir sollten aufhören, “echte, klassische, wahre, bioregulative” und sonst wie benannte Homöopathie als einzig authentisch zu betrachten, und begreifen, dass wir uns um die Pharmakodynamik der homöopathischen Stoffe kümmern müssen. Dadurch wird Effektivität, Indikation, Sinn und Einnahme der homöopathischen Mittel sowie ihre unterschiedlichen Möglichkeiten erklärt. Wir müssen begreifen, dass in den Mitteln “etwas drin ist”, das schneller, präziser und sanfter heilt als alles, was wir bisher hatten.

Literaturhinweise:

Einige wissenschaftliche Papers zur Thematik:

  1. Efficacy of two commonly used potentized homeopathic drugs, Calcarea carbonica and Lycopodium clavatum, used for treating polycystic ovarian syndrome (PCOS) patients: II. Modulating effects on certain associated hormonal levels(Debarsi Das et al; KPubs 2016; Feb, 6(1): 7-7)
  2. Protective potentials of a potentized homeopathic drug, Lycopodium-30, in ameliorating azo dye induced hepatocarcinogenesis in mice. (S Pathak et al, Mol Cell Biochem 2006; Apr;285(1-2):121-31)
  3. Evidence in support of gene regulatory hypothesis: Gene expression profiling manifests Homeopathy effect as more than placebo. (S K Saha et al; International Journal of High Dilution research 2013; Vol 12 No 45)
  4. A homeopathic nosode, Hepatitis C 30 demonstrates anticancer effect against liver cancer cells in vitro by modulating telomerase and topoisomerase II activities as also by promoting apoptosis via intrinsic mitochondrial pathway (J Mondal et al ,Journal of integrative medicine 2016; Vo 14 (3), 209-218)
  5. Potentized homoeopathic drugs act through regulation of gene-expression: a hypothesis to explain their mechanism and pathways of action in vitro. ( A R Khuda Buksh, Complementary therapies in medicine1997; Vol5 (1);43-46)
  6. Phenotypic evidence of ultra-highly diluted homeopathic remedies acting at gene expression level: a novel probe on experimental phage infectivity in bacteria. ( Santu Saha et al, Journal of Chinese integrative medicine 2012; 10(4):462-70)
  7. Condurango 30C induces epigenetic modification of lung cancer-specific tumour suppressor genes via demethylation. (A R Khuda Buksh, Sikdar S. Complementary medicine research 2015; 22:172-179)
  8. Efficacy of a potentized homeopathic drug (Arsenicum-Album-30) in reducing cytotoxic effects produced by arsenic trioxide in mice: IV. Pathological changes, protein profiles, and content of DNA and RNA. ( Kundu S N, Complimentary therapies in medicine 2000; 8(3):157-65)
  9. Potentized homeopathic drug Arsenicum Album 30C positively modulates protein biomarkers and gene expressions in Saccharomyces cerevisae exposed to arsenate. ( Durba Das, Journal of Chinese integrative medicine 2016; 9(7):752-60)
  10. Homeopathic Thuja 30C ameliorates benzo(a)pyrene-induced DNA damage, stress and viability of perfused lung cells of mice in vitro.( Mukherjee A. Journal of integrative medicine 2013; 11(6):397-404)
  11. Ultra diluted plant extract of Hydrastis canad and Marsdenia condurango induce epigenetic modifications and alter gene expression profiles in HeLa cells in vitro. (Santu Kumar Saha, Sourav Roy, Ansiur Rahman Khuda-Bukhsh; J of Integrative Medicine; www.elsevier.com/locate/issn/20954964

Nanopartikel: Am Anfang war die Schokolade

Die moderne Geschichte der Nanopartikel in Werkstofftechnologie und Medizin wird, zumindest im deutschen Sprachraum, meist mit negativen Gefühlen assoziiert. Kein Wunder: Wer sich mit Nanos beschäftigt, findet zwar rasch die EMPA. Das in der Schweiz ansässige „Institut zur  Material Forschung und Technologie“[1]  ist eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen zum Thema Nanopartikel. Nicht nur die Anwendung derselben für Oberflächen, sondern auch die Möglichkeiten für medizinische Anwendung werden dort seit Jahren unter die Lupe genommen.

Doch auf der anderen Seite findet man im Internet sehr viele Berichte, die sich mit den Gefahren von Nanopartikeln beschäftigen oder sie gar mit Verschwörungstheorien in Verbindung bringen, so z.B. einen Beitrag “Nanopartikel im Regenwasser”[2], ausgestrahlt vom NDR etwa Juni 2016 (auf Youtube hochgeladen). Dabei wird auf eine Belastung der Umwelt aufmerksam gemacht, die durch Beimischungen im Treibstoff militärischer Flugzeuge und von Raketentriebwerken entstehen soll, in der Hauptsache Aluminium und Barium, die sogenannten “Chemtrails”.

Nanopartikel in Lebensmitteln

Seit den 80er Jahren weiß man, dass Nanopartikel aus Metall- und Metalloxid Bakterien und Pilze absterben lassen. Um Nahrungsmittel haltbarer (und schöner zum Verkauf) zu gestalten, fanden so die Titandioxyd Nanos Einzug in die Schokolade[3].

Als Reaktion darauf erließ die FAO (Food and Agriculture Organisation of the United Nations) 2005 die Regulation CAC/RCP 61 – 2005 zur “Eindämmung der Ausbildung mikrobiologischer Resistenz gegen Antibiotika”. Auch die EU war nicht untätig und erließ REACH und CLP Regulations[4] zur Anwendung von Nanopartikeln im Lebensmittel- und Medikamenten Vertrieb, von 2007 und 2010. Alle diese Normen sagen aber kaum etwas aus über Begrenzungen zur Anwendung von Nanos, was dazu führt, dass wir sie überall finden können[5].

Wie wirken Nanopartikel?

Die EMPA konnte nachweisen: Nanopartikel unter 240nm gehen durch alle Membranen und Filtersysteme des Körpers. Die Hauptorgane der Aufnahme von Nanos sind Lunge, Magen-Darm und Haut / Schleimhäute[6].

“Je größer das Verteilungsgebiet/Zielgebiet der Nanopartikel ist, desto kleiner sollte das Nano sein”, denn NUR Nanopartikel können aufgrund ihrer Größe den ganzen Körper erreichen. Partikelgrößen von über 2500nm (2.5 Mikro) werden nur noch durch das Blut in den Kreislauf verteilt.“[7]

Nanopartikel unter 250nm verteilen sich zunächst gleichmäßig im Körper, kommen aber spezifisch angereichert vor, sobald diese Nanos eine spezielle Eigenschaft aufweisen.

Sind Nanopartikel gefährlich – und wenn ja, welche?

Die “Monographie 111” der IARC (Int. Agency of Research on Cancer) warnt vor Kohlenstoff Nanoröhren, Fluor-Edemit und Siliconkarbid Nanos. Die IARC hat eine Klassifikation von Nanopartikeln veröffentlicht, in der von 951 Nanos nur einer “vermutlich nicht” krebserregend ist[8].

Allerdings werden in der IARC Klassifikation nur künstliche, auf der Basis von Metalloxiden und Kohlenstoff erzeugte NPs erfasst. Es besteht aber ein enormer Unterschied zwischen Nanomaterialien der technologisch-pharmakologischen Welt und der biologisch medizinischen Anwendung.

In einer Veröffentlichung des österreichischen Instituts für Technologie ITA heißt es im Nano-Trust Dossier 34 (Dez 2012) “es gäbe keine oder sehr wenig epidemiologische Studien zur Verbreitung von Nanomaterialien in der Umwelt und ihren Einfluss auf die Gesundheit” – es gibt also noch viel zu forschen!

Kann man Nanopartikel sichtbar machen?

Nun sind Nanopartikel nicht einfach alle gleich, ganz im Gegenteil! Und das kann man sichtbar machen: Technologischer Fortschritt kam auch zum Einsatz bei der immer besseren Darstellung der allerkleinsten Stoffe. Elektronenmikroskopie in Form von Scannern, Oberflächenabtaster und energiedispersive Röntgenspektroskopie lässt sich auch in der Medizin gut anwenden. 

Gibt es Nanopartikel in homöopathischen Produkten?

Prof. Rajendran, der uns im März besuchen wird[9], hat als erster homöopathische Produkte unter dem Elektronenmikroskop beobachtet, fotografiert und per Spektroskopie bestimmt. Er konnte zeigen, dass korrekt hergestellte homöopathische Produkte immer eine große Anzahl an biologischen Nanopartikeln enthalten!

Au met C 200

Seine Elektronenmikroskop-Bilder zeigen, dass nicht nur die Größen der homöopathischen Nanos je nach Potenz variieren, sondern auch, dass sie besondere Formen annehmen. Gerade mineralische Stoffe neigen dazu, in allerkleinster Form ihre “platonische Körperform” wieder aufzuzeigen. So sind Gold-Nanos eher in Pyramidenform oder wie Bäumchen aufgebaut (siehe Bild: Au met C 200), während Eisen-Nanos (siehe Bild: Ferrum met C 200) viereckig sind oder sich wie spitze Nadeln präsentieren.

Ferrum met C 200

Was sind „korrekt hergestellte homöopathische Produkte“?

Dr. Hahnemann begann mit der Herstellung seiner Medikamente, indem er die Dosis herabsetzte und eine Wirkung bei immer geringeren Mengen nachweisen konnte (Die Belladonna Verdünnungen bei Epidemie). Doch der wahre Durchbruch gelang erst, als er beobachtete, dass mit dem Pferd transportierte Mittel (im Galopp zum Hausbesuch…) nochmal schneller und effektiver wurden. So, so sagt man, entdeckte er die “Potenzierung” der Mittel. Heute bezeichnen wir das als “Top – down” Herstellungsverfahren.

Er verwendete nur biologische Ausgangsprodukte und Mineralstoffe oder Metalle, die er mit Milchzucker verrieb, bis er sie löslich gemacht hatte und verdünnen konnte.

Übrigens bestätigen auch heute die University of Edinburgh[10] und die EMPA: Gold und Eisen Nanos sind die effektivsten Mittel in der Nanotherapie.

Die “speziellen Eigenschaften” der Nanos hat die Homöopathie als eine mittlerweile nachgewiesenermaßen materielle und nano-pharmako-dynamische Therapiemethode bewiesen, und das für eine Medizin, die über 200 Jahre alt ist.

Welche Rolle spielt die Signaturenlehre?

Schon Paracelsus sprach von den sich immer wiederholenden Mustern und Eigenschaften der Heilmittel und nannte dies “Signatur”. Dinge “gleicher Signatur” gehören auf natürliche Weise zusammen, und finden sich auch immer wieder. So kann man das immer wieder beobachtete Anreichern von Nanopartikeln in bestimmten Zellen oder Geweben durchaus erklären. Die Therapie mit homöopathisch hergestellten Mitteln verläuft nicht nach spontanen oder universellen Verteilungsmustern, sondern nach diesen Regeln der Signaturenwelt.

Aus demselben Grund sind industrielle oder chemisch entstandene Nanopartikel nicht automatisch gefährlich: Wenn sie keine biologischen Andockpunkte besitzen, also nicht in eine besondere “Signatur” passen, werden sie auch keinen biologischen Schaden anrichten können. Doch die Forschung in dieser Richtung steckt noch in den Kinderschuhen, zumal ja nicht einmal die Signaturenlehre weiterverfolgt wurde.

Ausblick

Im deutschen Sprachraum ist es normal, dass bei widersprüchlichen oder ungenügenden Forschungsergebnissen zuerst mal von etwas Negativem ausgegangen wird. Weltweit aber wird an nano-dynamischen Mitteln und biologischen Effekten durch kleinste Wirkstoffe geforscht, dies ist der pharmakologisch medizinische Bereich mit dem größten Wachstum. Wir können davon ausgehen, dass die Vorsilbe “nano” in wenigen Jahren in jeder beliebigen Kombination angewendet werden wird, und dabei geht es keineswegs nur um negative Entwicklungen.

Es ist sicherlich so, dass Therapiemethoden ohne pharmazeutisch hergestellte Mittel schlecht für die Pharma-Industrie sind, aber dennoch gibt es immer wieder Menschen, die solche Methoden bevorzugen und sich die Anwendung nicht verbieten lassen möchten. In Spanien, Portugal, Italien und Österreich wird zurzeit viel Druck ausgeübt, damit der Umsatz aus industriell gefertigten Mitteln nicht sinkt. Trotzdem zeichnet sich ein klarer Trend ab: Wie schon zuvor in der Allergologie oder Immuntherapie wird auch die Entdeckung der nanometrischen Wirkstoffe aus den biologischen Therapieverfahren in die Medizin integriert werden.


[1] www.empa.ch

[2] https://www.youtube.com/watch?v=8RPlQ8jsXSs

[3] Carcinogenicity of carbon black, titanium dioxide, and talc:   May 2006 The Lancet Oncology 7(4):295-6, DOI: 10.1016/S1470-2045(06)70651-9

[4] https://ec.europa.eu/growth/sectors/chemicals/classification-labelling_en

[5] https://www.nanopartikel.info/nanoinfo/grundlagen

[6] https://www.empa.ch/web/s604/video-portal?p_auth=bjB5EKvX&p_p_id=enwnews_WAR_enwnewsportlet&p_p_lifecycle=1&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-2&p_p_col_count=1&_enwnews_WAR_enwnewsportlet_categoryId=56975&_enwnews_WAR_enwnewsportlet_javax.portlet.action=processSearch

[7] REACH Regulation der EU

[8] Klassifikation der Nanopartikel IARC:

[9] Krebsrevolution II: “Homöopathie erklärt”. 15-17 März 2019, Mainz (www.krebsrevolution.de/kongress.html”)

[10] https://www.ed.ac.uk/research/animal-research/news/gold-specks-raise-hopes-for-better-cancer-treatmen