Die Banerji Protokolle in der täglichen Praxis

Die Geburt der Banerji Protokolle

Als Pratip und Prasanta Banerji in das National Cancer Institute (NCI) in die USA eingeladen wurden, um die Authentizität und Wirksamkeit ihrer Therapiemethode gegen Krebs zu beweisen, war Homöopathie in einigen Staaten der USA nicht gern gesehen. Staaten wie Kalifornien waren der Meinung, man könne nur entweder “ernsthafter Wissenschaftler und Arzt” sein, oder Homöopath.

Nachdem drei Jahre später der Beweis für die Wirksamkeit erbracht war, wollte man die Therapiemethode in allen Staaten der USA zulassen. Um den langen Prozess einer Regulierung der Homöopathie zu umgehen, erfand man dort die “Banerji ProtokolleTM”, und den Begriff “Behandlung mit ultrahoch verdünnten Medikamenten”. In der Universität von Südkalifornien und in Houston / Texas,  wurde sogar in kürzester Zeit die Wirkungsweise der Kombination “Phytolacca C200” gegen Brustkrebs und “Ruta C6” gegen Gehirntumore bewiesen[1]. Weitere Studien folgten. 

Doch mindestens ebenso beeindruckend sind die Ergebnisse der Banerji ProtokolleTM in der allgemeinmedizinischen Anwendung. Es mag vielleicht nicht jeder sofort einen Krebspatienten behandeln wollen, aber homöopathisch hergestellte Mittel sind immer noch ein sicherer Weg, um komplexe Krankheiten positiv zu beeinflussen.

Prasanta und Pratip Banerji haben zwischen 2008 und 2018 verschiedene Seminare in Europa gehalten. Dazu gibt es Abschriften, abgesehen von dem “offiziellen” aber etwas chaotischen Werk “The Banerji Protocols – a new Method of Treatment with homeopathic medicines”, erschienen in unterschiedlichen, revidierten Auflagen 2011 bis 2013. Eine Sammlung der bisher beliebtesten Therapien nach Banerji konnte ich zusammenstellen und 2019 veröffentlichen.[2] 

Hierzu Beispiele aus meiner medizinischen Praxis:

Gallensteine

Fr. N (42) suchte mich aufgrund von Schmerzen im rechten Oberbauch auf. Eine Ultraschalluntersuchung fand eine Gallenwegsentzündung bei multiplen, grossen Steinen. Eine unmittelbare Gefahr auf Verschleppung und Obstruktion bestand nicht, eine chirurgische Behandlung lehnte sie ab. Wir behandelten im akuten Schmerzfall mit Belladonna C 3, alle 20 min, dazu Chelidonium D6 in Tropfen vor den Mahlzeiten und Carduus maruianus Urtinktur 10 Tropfen nach den Mahlzeiten, dazu 2 bis 4 x täglich Lycopodium C 200. Die Beschwerden wurden in 24 Std erträglich, nach 3 Wochen bestand keinerlei Symptomatik mehr.

Bei Oberbauchbeschwerden schlagen die Protokolle eine Kombination aus Chelidonium und Carduus vor, bei Übelkeit Nux vomica und bei Schmerz Belladonna. Jedes dieser Mittel wäre wohl jedem homöopathisch ausgebildetem Therapeuten eingefallen, doch die Mischung dieser Potenzen eher nicht.

Grade die Kombination von hoch- und niederpotenzierten Mitteln machen den Charme der Banerji ProtokolleTM aus. Dabei verwendet man fast ausschließlich Niederpotenzen D3, C3 C6 und Schüsslersalze bei akuten sehr entzündlichen und schmerzhaften Prozessen, und Hochpotenzen wie C200 bei allen Erkrankungen, bei denen der Stoffwechsel reguliert werden soll. Prasanta Banerji war Pragmatiker, Begriffe wie “Epigenetik” und molekulare Zellmodulation durch Zellbotenstoffe waren ihm fremd. Er hatte seine “Lieblingsmittel” und versuchte, mit gewissen Potenzen das beste Ergebnis zu erreichen. Bald konnte er feststellen, dass die Kombination bei 80% der Beschwerden erfolgreich war, und dass es unerheblich war, ob eine Krankheit diesen oder einen ähnlichen Schwerpunkt aufwies: Gallenwegsentzündung, Gallensteine, Leberversagen oder Atresie der Gallenwege, es machte keinen Unterschied für den Erfolg der Behandlung: Alles, was ähnlich gelagert war, konnte mit der selben Kombination wesentlich verbessert werden.

Angina pectoris: Koronare Herzerkrankung

Viele meiner lange die Rente genießenden Patienten kommen bergauf rasch außer Atem. Ist es noch dazu kalt, oder steht eine besondere Anstrengung bevor, werden die Beschwerden schlimmer, dasselbe nach Flugreisen, größeren Feiern, usw. Viele haben bereits Koronarstents und erhalten Aggregationshemmer und gefäßerweiternde Mittel, doch oft reicht das nicht aus. Außerdem kann man ein Altersherz kaum stärken, man kann nur die Leistung optimieren. So auch bei Fr M. (77): Der Hundespaziergang wurde immer kürzer. Nach Banerji setze ich die Kombination Arnika mont C3 & Hamamelis C 200 (2x tägl.) mit Lachesis C 200 (alle 2 Tage) ein. Zunächst geschah nichts, aber nach 4 Wochen wurde die beschwerdefreie Gehstrecke wieder länger. Nach 6 Monaten hätte sie am liebsten die schulmedizinische Therapie abgesetzt, wovon ich dringend abraten musste.

Eine der beliebtesten Kombinationen ist Arnika 3 / Hamamelis 200: es handelt sich um einen Gefäßregulierer, bei dem sowohl arterielle wie venöse Gefäße wieder zur ursprünglichen Spannung finden. Kapillare werden kräftiger, Blutergüsse wie bei Dauereinnahme von Steroiden und Antiaggregation lösen sich auf, und wenn eine Gefässverstopfung vorliegt, wird Lachesis C 200 hinzugefügt, bei Wassereinlagerung in das Gewebe Lycopodium C30.

Von lagerungsbedingten Gewebeverletzungen (Ulcus) bis zu Herzkranzverengung findet diese Kombination Einsatzmöglichkeiten. Selbst bei metastasierenden Tumoren kann man klinisch das Wachstum und die Nekrose unter bildgebenden Beobachtungsmethoden deutlich verbessert finden. Dabei ist dies kein “Wundermittel”: es ist nur die praktische Anwendung der beiden Mittel “Arnika” = Blut und “Hamamelis” = Gefässe, mit der Unterstützung Gerinsel lösend = Schlangengift “Lachesis” oder Wasser = “Lycopodium”. 

Homöopathie für jedermann

Wenn man es so betrachtet, fällt auf, dass Homöopathie für jedermann einsetzbar ist und von jedem verwendet werden kann. Die Banerji Methode ist mehr ein Hausmittelprinzip als eine ausgefeilte Medizin.

Natürlich besteht ein Unterschied zwischen der konstitutionellen und miasmatisch-korrekt beurteilten Homöopathie nach klassischem Vorbild und  einem Banerji ProtokollTM.

Aber als eine Annäherung, als eine zusätzliche Verordnung mit äußerst geringem Risiko für den Patienten, sozusagen als eine Erweiterung der Therapieziele auch bei schulmedizinischer Grundversorgung, ist ein Banerji Protokoll einfach die perfekte Ergänzung.

Alle meine Patienten mit Schilddrüsenhormon erhalten ausserdem “Bromum 6”, viele können nach 6 Monaten L-Thyroxin weglassen oder reduzieren. So geht es bei vielen chronischen Erkrankungen, Arthrose (Rhus tox), Parkinson (Gelsemium 200 & Cuprum Met 6), usw.

Homöopathische Komplexmedizin

Die Protokolle verwenden niemals ein Einzelmittel, immer handelt es sich um die Kombination verschiedener Mittel. Der Klassiker ist dabei “Bry-conitum”, Bryonia & Aconitum: verwendet man bei Keuchhusten Bryonia, kommt es zu blutigem Auswurf, kombiniert man dazu Aconitum, verschwindet beides. Diese Art, ein niedriger und ein höher dosiertes Mittel zu kombinieren bezeichne ich als “Kundalini Mischung”: nicht die Asclepios Schlange mit der einzelnen Windung erreicht ihr Ziel, sondern die Doppelhelix der “Kundalini” Schlange: die Schwächen des einen Mittels werden mit den Stärken des anderen Mittels ausgeglichen. Auf diese Weise entstanden nach nahezu einem Jahrhundert klinischer Beobachtung in der “Prasanta Banerji homeopathic research foundation” [3] die Kombinationen der heute bekannten Banerji ProtokolleTM . Dabei empfahl schon Prasanta die Mittel nicht jedes für sich, sondern die Tagesdosis (von jedem Mittel 2 bis 4 Gaben) jeweils in einer Wasserflasche aufzulösen und über den Tag dietätisch zu trinken. [4].

Mond und Marsmission

In Houston war man von dem Erfolg der Banerji Protokolle dermaßen begeistert, dass man Prasanta bat, einen “Notfallkoffer” homöopathischer Medikamente für den Weltraumeinsatz zu erstellen[5]. Denn jedem von uns muss klar sein, dass “Aspirin und Co.” schon aus Platz, Gewichts- und Verteilungsgründen im All kaum zum Einsatz kommen werden. Zwar werden wir modernste Diagnosegeräte platzsparend designen müssen, aber die Therapie wird “minimalistisch” sein. Die aufstrebende Nanomedizin hat die Eigenschaft, sich im umgekehrten Verhältnis zur Größe im Gewebe zu verteilen: Quantumdots (unter 20 nm Größe, z. B. Metalle in der Homöopathie) verteilen sich innerhalb von 20-30 min im ganzen Körper, während große Nanos (wie z B pharmakologisch hergestellte Carrier-Polymer Nanopartikel bis 1200 nm) zwischen 6 und 12 Stunden brauchen. Alle Nanopartikel haben gemeinsam, dass sie problemlos Membranen und Gewebe durchdringen können, und so auch unter Schwerelosigkeit maximale Verteilung erreichen [6] [7]. In diesem Bereich wird mit Hochdruck geforscht, um Medikamente entwickeln zu können, die im Gegensatz zu den homöopathischen und getesteten Mitteln auch patentierbar und kommerzialisierbar sein sollen.

Wie kommen Nanopartikel in die Homöopathie? “top-down” und “bottom – up”

Hinter den Protokollen steht eine jahrzehntelange klinische Erfahrung an Millionen Patienten, aber auch die alte Erkenntnis, dass “der Mensch nach seiner Natur erkrankt”. Diese zentrale Aussage von Paracelsus, sollte sie zutreffen, bedingt, dass nicht jeder an allem erkranken kann. So kommt es, dass die biologischen Schwachpunkte eines Patienten mit Erkrankungen zusammenfallen, auf die jeweils entsprechende Mittel der selben biologischen Bauart passen. Früher nannte man diese Beobachtung “Signatur”, “Archetyp” …, heute nenne ich sie “Biotypisierung”[8]. Die Protokolle stimmen in der Regel mit diesen Archetypen überein. Ein Typ 4 leidet gern an Magenschmerzen, in dem Banerjiprotokoll kommen Typ 4 Medikamente, zusammen mit einem ausgleichenden Mittel des Typs 1 oder 7. Diese Herstellungsart kannte man früher auch in Deutschland, man nannte das “Spagyrik”. Mit dem Aufkommen isolierter Wirkstoffe kamen diese ausgewogenen Kombinationsmittel leider aus der Mode. Dabei ist das ungerecht: Die Nanomedizin hat Grund zur Annahme, dass homöopathische Mittel Nanopartikel nach der physikalischen Methode des “top-down” entstehen lassen. Wiederholte Schläge in Lösungsmittel, ausgehend von einer Verreibung/Zermahlen des Ursprungsmittels, lassen immer kleinere Teilchen entstehen. Bei der Spagyrik verhält es sich umgekehrt: die Nanos entstehen durch den chemischen Prozess des “bottom – up”: Durch lösen, verbrennen, wieder lösen und zusammenführen der Stoffe im Rückflusskolben, in dem physikalisch nichts entkommen kann, bedeutet ein chemisches Zersetzen und wieder Zusammenbauen, das Nanopartikel entstehen lässt.

Ausblick auf die Anwendung

Die praktische Anwendung der “Banerji ProtokolleTM” ist problemlos und praktisch risikolos, und kann auch leicht von Ärzten und HP ohne homöopathische Ausbildung eingesetzt werden.

Natürlich empfiehlt es sich, Grundkenntnisse über Dosierung, Wiederholungsintervalle und ähnlich allgemein gültige Regeln zur Anwendung homöopathischer Mittel zu besitzen. Doch niemand würde mit dem Argument, nichts von Homöopathie zu verstehen, auf die Anwendung von z B. “Traumeel” verzichten.  Mit den Banerji Protokollen verhält es sich ähnlich. Im Gegenteil: Wer einmal feststellen konnte, wie sinnvoll die “Kochrezepte” nach Banerji sind, wird sich sicher für weiterführende Ausbildung interessieren

Es gibt Banerji Protokolle für alle medizinischen Fachbereiche, zur Kombination für alle alten und neuen Erkrankungen, und die Erfahrung im täglichen Einsatz zeigt rasch, welche Kombinationen sinnvoll sind.

Dr. Miguel Corty Friedrich


[1]Frenkel et al; “Cytotoxic effects of ultradilluted remedies on breast cancer cells” Int Jour of Oncol, 36, 395-403, 2010: … “In 1999, the NCI evaluated a cancer treatment protocol developed at the P. Banerji Homeopathic Research Foundation (PBHRF) in Kolkata, India. The ‘Banerji protocol’ used specific ultra-diluted natural substances to treat patients with different cancers. The NCI reviewed 10 patients treated on the Banerji protocol” … “After rigorous evaluation, the NCI concluded that there was sufficient evidence of efficacy to warrant further research of the Banerji protocol.”  

[2] Corty Friedrich, M : “Die Banerji Protokolle in der medizinischen Praxis” Ed Winterwork, Borsdorf 2019

[3] PBHRFindia.org

[4] Banerji, P & Banerji P: “The Banerji protocols…” 2. Auflage, 2013

[5]  Banerji, P: “Possible use of ultradilluted medicines for health problems during lunar missions”, Rutgers University,  Symposium on extraterrestrial settlements, 2007

[6] Rajendran, ES: “Nanodynamik” Ed Winterworks, Borsdorf 2018

[7] Drug targeting: https://www.researchgate.net/publication/319259057_Professor_Ruth_Duncan_A_Pioneer_in_the_Field_of_Polymer_Therapeutics/link/5a98e3c745851535bce0dd8d/download

[8] Dane, M: “Heilgeheimnisse des Paracelsus”, 2. Aufl.  bei Ed. Winterworks, 2019

Hurra, der Krebs ist gestoppt, aber…

Jeden Tag erreichen mich Anfragen meiner Krebspatienten mit den neuesten Ergebnissen aus Regelnachuntersuchungen.

Darunter finden sich selbstverständlich Patientinnen und Patienten, die überhaupt nicht auf die Therapie reagieren. Das sind aber mit großem Abstand die wenigsten. Die meisten erleben wenigstens 2 Phasen der Veränderungen in den ersten 6 Monaten nach Beginn einer Krebstherapie nach Banerji (und den Ergänzungen, die wir gemeinsam für sie ausarbeiten

Erste Phase: Stabilisierung

Die erste Phase findet in den ersten 12 bis 16 Wochen statt: eine Stabilisierung des Krebsgeschehens. Entweder werden die Knoten und Tumorbereiche kleiner, weicher, oder sie lösen sich gar ganz auf. Das kann mit sinkenden oder steigenden „Tumormarkern“ begleitet werden (Dazu ein Beitrag an anderer Stelle). Der Krebs beginnt zu verschwinden, dazu gibt es merkwürdige Kapriolen des Immunsystems wie z. B. Pilzbefall. Viele Patienten haben bei der Kontrolle durch PET / CT, … nach 6 Monaten kaum Krebsaktivität.

Zweite Phase: Entscheidung

Dann beginnt die 2. Phase: der Moment der Entscheidung! Bin ich sicher genug, habe ich mein Unterbewusstsein im Griff, kann ich die Angst besiegen, oder nicht? Wir sind umgeben von Onkologen, die den positiven Befunden nur glauben würden, wenn sie Ergebnis einer Chemotherapie wären und Verwandten und Bekannten, deren Phantasie nicht ausreicht für eine Heilung durch alternative Therapien.

Falls der/die Patient/in an seine/ihre Heilung glaubt, kann der Krebs überwunden werden. Wenn nicht, zeigen sich neue oder alte, wiederholt aktive Stellen. Die typischen Stellen sind meist im Skelett („Knochenmetastasen“) verborgen. Nach dem Verständnis der Biodekodierung stehen Skelettveränderungen für den Widerstand, mit dem ich den Unbillen meines Lebens begegne, die Kraft mit der ich das eingeschleppte Problem „Krebs“ angehe.

Ärgerlicherweise verändern wir unbewusst alle 3 Monate unsere Einstellung zu den Dingen: Wir gehen wieder einen „Schritt zurück“. Dieser Schritt geht in Richtung unserer „Signatur“, unseres Biotyps. Egal welche neue Überzeugung wir gewonnen haben, wir müssen sie immer wieder neu bestätigen, neu festigen.

Entscheidend: Unser Unterbewusstsein

Dabei spielt unser Unterbewusstsein eine zentrale Rolle: Auch wenn wir „wissentlich“ schon weiter sind, verziehen haben, ein neues „Nest“ gefunden haben, neu lieben und mit Macht positiv sein wollen, unser Biotyp holt uns alle 3 Monate wieder ein, so lange, bis das Unterbewusstsein davon überzeugt wurde, dass die neue Lebensform besser ist als die alte!

Im Unterbewusstsein lagern Erinnerungen an Verletzungen, Verlassenheit, Leid und Sorge, die wir nicht genauer betrachten wollen, die aber unsere Entscheidungen in Richtung „was gut für mich ist“ wesentlich beeinflussen. Auch wenn es komisch klingt, aber in vielen Fällen findet unser Unterbewusstsein, jetzt wäre es aber besser, wenn wir mal verschwänden. Dann startet das „Exit Programm“, der „Rote Knopf“, die terminale Krankheit.

Wir brauchen Therapien für Körper und Geist

Um zu diesem Punkt zurückzuspulen, brauchen wir Therapien, die diese Überzeugungen löschen.

Es gibt unterschiedliche Zugänge zum Unterbewusstsein, und alle sind hilfreich, um das Thema „Ich habe Krebs“ aus dem Kopf zu bekommen.

Ich trainiere unsere Therapeuten gern im Erkennen der unterschiedlichen biologischen Denkprogramme: Mehr mit dem emotionalen Gehirn zu denken, Kontrollgedanken aufzurufen, in denen positive Ideen überwiegen. Tests zum Lokalisieren von zerstörenden Überzeugungen, wie mittels Hypnose, Emotions Tests (The Emotion Code von Bradley Nelson), Lokalisieren irrationeller Ängste.

All das muss raus, und immer wieder neu umgeschrieben werden, im 3-Monatsrhythmus. So, wie wir unseren Körper zur Physiotherapie schleppen, sollten wir unseren Geist zum „Reine machen“ bringen: Denn von einer Sache bin ich überzeugt: Bei Thema „Krebs“ muss der Organismus als Ganzes behandelt werden, brauchen Körper und Geist eine Generalüberholung.

Signaturenlehre: Der Schlüssel zur Erkenntnis, was wem hilft!

Immer wieder treffe ich auf Menschen mit brillanten Ideen. Auf Fortbildungen, Kongressen und in Veröffentlichungen höre und lese ich begeistert über neue Ideen zur Heilung, Gesundung, von Banalem wie der Hilfe zum Abnehmen bis hin zu der Heilung von Krebs. Doch stets frage ich mich: „Wem kann das helfen?“

Ob es um Misteltherapie, Ananasdiät, „Vitamin“ B17, ketogene Ernährung oder Leistungssport geht – ich stelle einfach die Frage, für wen ist diese Therapie, diese Ernährung richtig? Kann man schon vorher wissen, wie ein Mensch mit dieser neuen Idee klar kommen wird? Die Antwort ist positiv: Ja, das kann man wissen.

Ständig irritiert es mich, dass Freunde und Kollegen glauben, die „Signaturenlehre“, die „Paracelsusmedizin“ (heute von uns unter der Bezeichnung „Heptopathie®“ registriert), sei nur eine weitere von vielen neuen Ideen, eine neue Art von Naturheilverfahren.

Das ist keineswegs so.

Die „Heptopathie“ ist nicht eine Art zu behandeln, sondern ein Schlüssel, um behandeln zu KÖNNEN.

Wenn wir von der „Signaturenlehre“, dem Grundstein der Heptopathie, sprechen, beziehen wir uns auf den Unterschied zwischen den sieben Signaturen. Jede Signatur ist eine besondere Art zu sein, zu denken, zu reagieren. Sie definiert Stärken, Schwächen, vorgegebene Fähigkeiten.

Die Natur hat sich dabei etwas gedacht: Sollte eine Seuche ausbrechen, sollten veränderte Lebensumstände auftreten oder einfach die „Bösen bei James Bond“ plötzlich doch eine Massenvernichtungswaffe einsetzen, kann durch die Verteilung auf 7 Typen niemals die ganze Menschheit vernichtet werden.

Wir haben das bei dem Atomunglück „Chernobyl“ ebenso gesehen wie bei Infektionskrankheiten wie der Pest: Es bleiben immer Menschen übrig, die fälschlich gern als „Mutanten“ bezeichnet werden. Der Witz dahinter ist, dass sie nicht „mutieren“ müssen, sie waren schon vorher anders! Sie sind sozusagen aussortiert worden durch die natürliche Auslese.

Egal um was für eine Behandlung es sich handelt, wenn man schon weiß, was für ein biologischer Typ man ist, welche „Signatur“ zutrifft, kann man im Vorfeld wissen, ob die Behandlung anschlagen wird.

Praktisch jeder Mensch ist schockiert, wenn er dies hört. Ich soll also schon festgelegt sein in meinen Möglichkeiten, nicht alles und jedes machen können, wie man mir seit meiner Geburt immer erzählt hat? Ausgeschlossen!

Doch allein der Zeitpunkt der Entscheidung hat sich nach hinten verschoben: Wir treffen die Entscheidung zu unserer Signatur einfach viel früher als uns bewusst ist. Schon im Moment der Geburt muss das neu geborene Wesen entscheiden, wofür es in seinem Leben stehen will: Typ 1, Typ 3 oder etwa Typ 7? Unmittelbar nach der Geburt ist das festgelegt und nicht mehr änderbar. Unser Unterbewusstsein muss dem logischen Verstand mitteilen, wo die Vorlieben und Stärken sind, damit wir harmonisch mit uns selbst leben können.

Es gibt zwei Situationen die uns massiv schaden können: Wenn wir gegen unser (besseres, unbewusstes) Wissen, gegen unser „Bauchgefühl“ Entscheidungen treffen, die uns nicht gut tun, oder wenn wir durch Umstände in unserem Leben, schwerwiegende Änderungen, Katastrophen aller Art, davon abgehalten werden, unser Leben so auszurichten wie geplant.

In der Praxis bedeutet das: 90% der Menschen wissen, was ihnen gut tut. Wenn wir diesen Weg verlassen, werden wir krank. Umgekehrt werden wir wieder gesund, sobald wir auf den „rechten Weg“ zurückkehren.

In extremen Situationen wie schwerer Erkrankung, chronischem Leiden, Behinderungen oder Krebs wenden wir oft einfach alles an, was gerade „in“ ist, ohne nach Signatur zu unterscheiden. Das ist nicht nur sinnlos, sondern oft auch schädlich.

So ist zum Beispiel eine Chemotherapie für Biotyp 1 besonders schädlich, während sich Biotyp 7 leichter tut mit dem Abbau von toxischen Substanzen. Typ 5 reagiert nicht gut auf Akupunktur, Hyperthermie für Typ 3 ist sinnlos, bei Typ 2 vielleicht hilfreich.

Die Signaturenlehre ist leicht zu erlernen (unser nächstes Seminar gibt es hier) und noch einfacher anzuwenden. Mit ihr kann man gezielt eine Therapie finden oder im Vorfeld festlegen, was funktionieren könnte.

Man sollte natürlich nicht dogmatisch sein. Jeder Mensch hat unterschiedliche, alternative Möglichkeiten zu reagieren. Wenn ich auf das Einhalten der signaturtypischen Vorgabe achte, dann weil es schneller geht und mehr Erfolg verspricht. Die Schulmedizin hat genau das Gegenteil postuliert: die Entwicklung von Medikamenten, die für jeden Menschen sinnvoll sein sollen. Der Unterschied hier sind insbesondere die berühmten „Nebenwirkungen“: Je weiter das pharmakologische Mittel von meiner Signatur entfernt ist, desto mehr Nebenwirkungen treten auf, bis hin zur totalen Sinnlosigkeit der Medikation.

Der ehrenwerte Dr. Banerji hat mit seinen „Banerji Protokollen™“ das Problem der Signaturen überwunden. Da in der Natur alles aufeinander abgestimmt ist, hat er genau hingesehen: Nicht jeder Mensch kann alles, und ebenso wenig kann ein Mensch einfach an „allem und jedem“ erkranken. Paracelsus sagte schon: „Der Mensch erkrankt nach seiner Natur“. Banerji stellte fest: Gewisse Mittelkombinationen helfen bei bestimmten Krankheiten immer; zumindest in 80% der Fälle. Banerji hat nicht die Menschen identifiziert mit einer speziellen Behandlung, er hat die KRANKHEITEN identifiziert und ihnen feste Kombinationen zugeordnet. So entstanden die berühmten „Protokolle“. Da der Mensch nach seiner Natur erkrankt, zeigt die Krankheit die wahre Natur!

Zumindest in mehr als 80% der Fälle.

Für alle anderen gibt es alternative Protokolle oder Schulmedizin.

Banerji Protokolle – Erfolgsmodell auf drei Ebenen

Krebstherapie nach Banerji

Seit nahezu zehn Jahren wenden wir die Homöopathie nach Banerji (BP™) an, die letzten 5 Jahre vermehrt bei Krebs. Die bisherigen Erfolgsquoten geben uns Recht: Über 60% unserer Patienten leben auch noch nach 5 Jahren. Damit liegt unsere Erfolgsquote bei „Krebs – allgemein“ über dem statistischen Durchschnitt. Doch das ist nicht allein der Erfolg der BP ™. Entsprechend unserer Philosophie der Integrativen Medizin, zu der die BP™ gehören, ist dies nur eine von drei Säulen die wir sowohl Schülern als auch Patienten nahelegen.

Allein bei uns wurden im Jahr 2017 etwa 100 Krebspatienten behandelt.

Anzahl Krebspatienten im Jahre 2017

Wenn uns ein Patient aufsucht, beginnen wir mit den üblichen Punkten: Anamnese, Beurteilung der bisherigen Befunde, körperliche Untersuchung. Vorgeschichte der bisherigen Therapien.

Doch gleich darauf beginnt das Erforschen der biologischen Charakteristika.

Nach Ansicht der Schulmedizin sind alle Menschen gleich.

Das muss so sein, weil man sonst jeden Menschen anders behandeln müsste, und in der Folge keine statistischen Vergleiche möglich sind.

Dennoch kann integrative Medizin weder standardisiert noch zu stark individualisiert werden. Im ersten Fall verlieren wir Präzision in der Behandlung, im zweiten Fall, der Individualisierung, verlieren wir Prognose und Vergleichsmöglichkeiten zwischen den Fällen. In diesem Spagat zwischen zwei entgegen gesetzten Denkrichtungen haben wir uns entschieden die „Biologische Charakterisierung“ nach Paracelsus einzusetzen. Wir wenden die Signaturenlehre an.

Biologische Charakterisierung

Als Folge jahrelanger Beobachtung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass in den Naturwissenschaften ein wesentliches Element fehlt: Das Gesetz der Signaturenlehre, oder die Entsprechung der Materie nach Resonanz. Die „Hermetischen Prinzipien“ über den Aufbau der Welt sagen aus: „Wie Oben so Unten“ (heute genannt „Resonanzphänomen“), oder auch „Das Große prägt das Kleine“, und das Gesetz der Entsprechung: wie „Innen so Außen“ oder Fraktaltheorie.

Die oft verlachten und ignorierten Baupläne unseres Sonnensystems zeigen uns deutlich, dass es immer drei Bausteine für jedes größere Element gibt und dass die Korrespondenz der Stoffe, chemisch, physikalisch und biologisch immer von Innen nach Außen gleich bleibt. Dies ist der Schlüssel zur „Ähnlichkeits (=Similis)“ Theorie, bekannt unter dem Namen „Homöopathie“, aber auch zur anthroposophischen Lehre der „Entien“.

Auf dieser Basis kann man auf der Erde 7 unterschiedliche Verhaltensformen für Materie unterscheiden, die entsprechend 7 unterschiedliche Bindungsformen, Reaktionsformen und biologische Qualitäten haben. Ob es dem Menschen nun passt oder nicht, es gibt 7 unterschiedliche „Strategien“ oder Formen sich dem Leben anzupassen, und jeder Mensch wählt zu Beginn des Lebens eine davon für sich aus, die sie/er für den Rest des Lebens nicht mehr ändern kann.  Wir nennen dieses gern ignorierte Naturgesetz die „Heptosophie“, die „Lehre der Sieben Strategien“. Diese Behauptung ist keine „Philosophie“ oder Ansichtssache, man kann nicht wählen, oder eine „Neue“ Medizin damit schaffen: es ist eine biologische Tatsache, die man ignorieren kann, oder verstehen. Wenn man sie versteht, ordnet sich die Medizin ganz neu, man erkennt Zusammenhänge, man kann nachvollziehen, wie es zu den unterschiedlichen Erkrankungen kommt, vor allem aber kann man wesentlich genauer vorhersagen was geschehen wird, und auf was die Patienten ansprechen. Grade die Homöopathie wird zu einer leicht verwendbaren, vorhersehbaren Therapie mit hoher Erfolgsquote, da sie auf dem „Ähnlichkeitsprinzip“ aufgebaut ist.

Wiederholung der Bausteine in der Natur

Die zweite Neuerung nach Paracelsus ist die Wiederholung der Bausteine, die sich immer im „Dreiersatz“ zusammenfügen. Jeweils drei Elemente bilden ein neues, größeres Element. Wir wissen das aus der Quantenphysik: jeweils 3 „Elementarteilchen“ bilden ein neues, größeres Elementarteilchen. Auch dieses Naturgesetzt ist uns selten bewusst.

In der Medizin bedeutet es, dass wir, wollen wir etwas heilen, nach Möglichkeit auf alle 3 Bauelemente gleichzeitig einwirken sollten. Natürlich kann man sich auch auf ein einzelnes Element konzentrieren, aber die „Drei – Einigkeit“ wird rascher und effektiver zum Ziel führen.

Wir erkranken nach unserer Natur

Die dritte Neuerung nach Paracelsus lautet: der Mensch erkrankt „nach seiner Natur“, also im Rahmen seiner erwählten Strategie oder biologischen Charakteristika.

Ein Mensch mit Eigenschaften des Typ 1 wird zu Allergie neigen, er wird hohe Schmerzempfindlichkeit haben, in vielen Fällen unter „Reizdarm“ leiden und oft rheumatische Beschwerden präsentieren oder „Hashimoto“ diagnostiziert bekommen. Aber er wird eher selten oder nie Nierensteine haben, er bekommt keinen Herpes und auch kaum Diabetes. Umgekehrt wird Strategie 2 rasch Diabetes bekommen, dafür aber nie Reizdarm.

Die Natur der Krebstherapie nach BP™

Dr. Banerji kannte die heptopathische Lehre der „biologischen Charakterisierung“ nicht, er behandelte nach Wiederholung. Aber nach 1000 Patienten mit „Reizdarm“ hatte er eine Kombination von Mitteln zusammengestellt, die im Wesentlichen aus Mitteln der Strategie 1 bestanden, und nach 1000 Diabetikern eine Kombination aus Mitteln Typ 2, die Diabetes verbesserte. Es war das Prinzip „Try and Error“, dass ihn dazu brachte, nach Millionen von Kranken in Kalkutta ein System zu finden, dass im Wesentlichen den Regeln des Naturgesetztes entsprach: Finde die Natur der Erkrankung, und du hast die Mittelgruppe erkannt, die zur Heilung eingesetzt werden kann.

Ein Mensch leidet nicht unter „irgend einem Krebs“, er leidet an „seinem Krebs“

Es gibt viele Wege nach Rom, sagt der Volksmund. Dr. Banerji entdeckte Kombinationen von Heilmitteln, die den Vorgang „Krebs“ in jedem besonderen Fall am treffendsten beschrieb. Er konnte auch beobachten, dass die Krebserkrankung mit Vorliebe einen bestimmten Typ Patient erwählte, je nach Krebsform. Ich bin mir sicher, dass jeder Onkologe dies auch schon beobachtet hat, die Schulmedizin kennt aber noch nicht das Ordnungsprinzip, nach dem dies geschieht.

Dr Banerji fand diese Zusammenhänge, weil er ein exzellenter Homöopath war. Er konnte aus der einzelnen Beobachtung die allgemeine Regel ableiten: Brustkrebs behandelt man am besten mit Phytolacca, einer Pflanze mit zwei (wesentlichen) alkaloiden Wirkstoffen: einem hormon-identischen, und einem nicht hormonellen Wirkstoff, sowohl gegen Hormon-abhängigen Krebs wie nicht – hormonell gesteuertem Krebs.  Dies beschreibt die „physiologische“ Therapie oder Ebene 2.

Einen anderen Weg beschreiten Therapeuten, die hochdosierte Vitamine verwenden, Aufbauprodukte verschreiben oder, im Gegenteil, versuchen Krebszellen durch gezielte Blockaden wie monoklonale Antikörper und Hormonblocker von der Versorgung durch Blutkreislauf und Nahrungsstoffe abzuschneiden. Dies beschreibt die „strukturelle“ Therapie, oder Ebene 1.

Der dritte Weg führt über das Verständnis von negativen, „toxischen“ Emotionen. Bei der Behandlung von Krebs kennt man verschiedene Modelle, nach denen Emotionen Krankheiten auslösen können, z B. Schock, Traumata, schwerer Verlust oder massives Mobbing. Zum Beispiel sind sich beim Thema des duktal – invasiven Brustkarzinoms die meisten Autoren einig: Die negative Emotion, ein übermäßiges „Geben wollen“, bei gleichzeitiger totaler Ablehnung durch den geliebten Menschen, kann zur Ausbildung des Krebses führen.

Ein weiterer Heilungsweg ist also das Auflösen der krankmachenden Emotion. Dies ist die Therapie der „Reprogrammierung“ und Auflösung von traumatischen Erlebnissen. Dies ist die „Ebene 3“.

Unterschiedliche Biotypen reagieren unterschiedlich auf emotionale Belastung. So entsteht zum Beispiel die nachfolgende Grafik (Analyse eigener Fälle): bei 150 Patienten fanden sich am häufigsten Patienten der Strategie 5, gefolgt von Nr. 3 und Nr 1.

Auch wenn wir noch keine Daten besitzen, die uns die Gesamtverteilung dieser 3 Typen in der Gesellschaft aufschlüsselt, so ist doch anzunehmen, dass die emotional mehr gefährdeten Typologien diese drei darstellen. Anders ausgedrückt: die Menschen des Biotyps 5, 3 und 1 können eher an Krebs erkranken, als die anderen.

Der Erfolg der „Krebsrevolution“

Abschließend kann man sagen, dass die BP™ ein System darstellen, das auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig behandelt. Dazu kombiniert Dr. Banerji Mittel sehr unterschiedlicher Verdünnungsstufe zu einem Ganzen.

Von unserer Seite kommt eine gründliche Analyse des Einzelfalles dazu: Vorgeschichte, Therapiegeschichte, psycho-onkologische Beurteilung und der Abgleich zwischen dem bisherigen Lebensweg und der biologischen Strategie, die die/der Patient/in erfahren hat. Aus diesen Elementen resultiert wiederum ein mehrschichtiges Therapiekonzept mit ausgezeichneter Erfolgsquote.

Jeder Therapeut kann diese Kombination leicht lernen. Die zentralen Punkte sind einerseits die korrekte Interpretation der Banerji Protokolle™, und andererseits das Erkennen der richtigen Bio-Typologie oder „Signatur“.

Die Banerji Protokolle™ enthalten einen weiteren Faktor, der bislang nie berücksichtigt wurde, wiederum aus der Beobachtung abgeleitet. Er besagt, dass nach jeweils 3 Monaten die Therapie neu überprüft werden muss. Offenbar ordnen sich die krankmachenden Umstände alle 3 Monate neu, so dass Auslöser und Zusammenhänge neu verstanden werden müssen. Dieser Beobachtung werde ich an anderer Stelle Rechnung tragen.

Miguel Corty Friedrich (Dr. med), “Clinica Praxis” El Campello (Alicante – Spanien), dr.corty-friedrich@krebsrevolution.de , www.krebsrevolution.de www.heptopathie.de

“Homöopathische Mittel sind langsam…”

Eine oft zitierte Behauptung über homöopathische Heilmittel ist diese: Sie seien langsam.

Auch als ich klassische Homöopathie lernte, wurde mir beigebracht, eine erfolgreiche Behandlung brauche etwa 50% der Zeit, über die sich das Problem entwickelt habe.

Es ist an der Zeit, dass wir uns kritisch mit den überlieferten Glaubenssätzen zur Homöopathie auseinandersetzen. Solche Ansichten stammen aus einer Zeit, in der homöopathische Behandlungen noch nicht systematisch und wiederkehrend eingesetzt wurden. Man kann darüber streiten, ob “programmatische Homöopathie” wie zum Beispiel die Banerji Protokolle™ (BP™) echte Homöopathie sind oder nicht. In jedem Fall werden homöopathische Mittel zum Einsatz gebracht, und man bekommt vergleichbare Ergebnisse.

Aus verschiedenen Gründen sind programmatische Behandlungen sinnvoll:

  • Sie kommen rasch zum Einsatz
  • Sie brauchen eine möglichst genaue Diagnose nach schulmedizinischen Kriterien
  • Die Behandlungen werden vergleichbar
  • Erfolg wird messbar
  • Die endlosen Verdünnungsstufen (Potenzierungen) werden auf einige wenige begrenzt
  • Homöopathie wird kostengünstiger (weil die Mittel standarisiert werden können)
  • Die Vorgehensweise entspricht den Ansprüchen einer logischen, nachvollziehbaren Medizin

Leider sind die Lager der Verfechter einer “sanften Medizin” geteilt. In Spanien, wo ich studiert habe und praktiziere, haben wir den Satz “Teile und herrsche!” gelernt. Je zersplitterter eine Gruppe ist, desto weniger Einfluss kann sie auf die Entwicklung einer neuen Idee nehmen. Das ist wesentlich bei den biologischen Heilverfahren. Wie, wenn nicht dank Streit und fehlender Kommunikation zwischen den Therapeuten, könnte eine Schulmedizin es sonst erreichen, dass bei einer überwältigenden Patientenzahl, die eine sanfte Medizin bevorzugen, bis heute keine einheitlichen Richtlinien zur Kooperation mit konventionellen Therapiemethoden erzwungen werden konnte? Jeder 2. Patient bevorzugt eine biologische Therapie, aber nirgends gibt es Richtlinien. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass sich die Therapeuten uneinig darüber sind, was gemacht werden sollte.

Streitpunkte um Homöopathie:

  • Hochpotenzen enthalten keinen Wirkstoff
  • Hochpotenzen sind ausschließlich “psychisch”
  • Potenzen dürfen nicht gemischt werden
  • Komplexmittel sind Verrat an der Idee der Homöopathie
  • Das beste Heilmittel ist jenes, mit dem “alles” am Patienten auf einmal behandelt wird
  • Das “richtige Mittel” verursacht eine “Erstverschlimmerung”
  • Chronische Erkrankungen kann man nur miasmatisch behandeln
  • Das Thema der “Miasmatischen Erkrankungen”
  • Das Thema der “symptomatischen Therapie” in der Homöopathie
  • Usw.

Wie man sieht, kann man sich über praktisch alles streiten.

In den USA wurde vor über 20 Jahren ein Programm zur Überprüfung von “alternativen Heilmethoden” gestartet. Mittlerweile sind aus dieser Quelle hunderte von Veröffentlichungen entstanden, von kleinen “Papers” bis zu dicken Handbüchern.

Man hat Mönche beim Beten unter Gehirnscanner gesetzt, man hat Resonanz Diagnostik vor und nach Reiki beim selben Patienten gemacht, und man hat natürlich homöopathische Behandlungsgrundsätze überprüft.  Die Ergebnisse sind überzeugend: Man könnte sagen, alles, was uns sinnvoll einfällt, um den Krankheitsverlauf zu verändern, kann theoretisch funktionieren. Entscheidend dabei ist als Ergänzung der Behandlung die Einstellung von Patienten und Heilern: Sind wir davon überzeugt, machen wir mit, verändern sich die Parameter. Glauben wir es nicht, blockieren wir, bleibt alles beim Alten. Selbst die Supermittel aus den Banerji Protokollen bleiben in ihrer Wirkung auf wenige Monate beschränkt, bevor alles wieder so weiter geht wie zuvor.

Man kann den Menschen nicht vor seinen eigenen Ängsten schützen.

Da frage ich mich: Wenn tatsächlich so viele Maßnahmen eine Wirkung zeigen, warum streiten wir uns dann darüber, “wer Recht hat”? So etwas kann es doch gar nicht geben! Der Einfluss einer guten Maßnahme ist immer positiv, egal ob das Ergebnis in unsere Vorstellung von Wirkungsweise passt. Falls wir Therapeuten nicht bereit dazu sind, Neues zuzulassen, handeln wir genau wie die blockierten Patienten und sollten unsere Überzeugungen dringend überprüfen!

Die Pfeiler der Homöopathie wurden in den letzten Jahren massiv erschüttert. Es mögen noch viele Jahre vergehen bevor all diese neuen Erkenntnisse Eingang in unser klinisches Denken gefunden haben, aber praktische Änderungen zur täglichen Praxis werden unvermeidbar werden

Dr. Banerji hat uns 2011 seine “Protokolle”[i] zur homöopathischen Therapie nach Diagnosen hinterlassen. Dr. Rajendran hat uns 2015 seine elektronenmikroskopischen Bilder der gängigen Potenzen nach Hahnemann vorgestellt[ii]. Dr. Kudha Bukhsh hat epigenetische Modifikationen in der Genexpression kranker Zellen durch homöopathische Behandlungen von 1997 bis heute nachgewiesen![iii]. All diese Neuerungen sollten mit Vorurteilen aufräumen und viele komplementär-medizinischen Therapien in den Rang einer echten Alternative zur schulmedizinischen Behandlung werden lassen.

Eine Krankengeschichte

Herr EW suchte per Internet Rat Ende März 2018. Seit etwa einem Jahr bestand bei ihm ein “desmoider Tumor”, eine Art lymphoiden Fibrosarkom. Trotz Gewebeentnahme Dez 2017 konnte keine bessere Diagnose für diesen rasch wachsenden Tumor gefunden werden.


Zustand März 2018

Er hatte zu dem Zeitpunkt bereits schulmedizinische Behandlung mit Imabimib und Celecoxib erhalten, und bereitete sich auf 3 x 3 Wochen Therapie mit Methotrexat und Vinorelbine vor.

Der Patient hatte den Eindruck, dass nach der Biopsie, trotz Imabimib, der Tumor gewachsen sei.

Zustand Juni 2018

Während der ersten Serie von 3 x 3 Chemozyklen wuchs der Tumor weiter bis zu einer maximalen Größe Ende Juni 2018.

Aufgrund von Übelkeit und Erbrechen nach Chemo wurde außer dem Banerjiprotokoll “Fibrom/Sarkom” und “Non Hodgkin Lymphom” Nux vomica C30 und Camphora C 200 verordnet.

Es folgte eine zweite Serie Methotrexate & Vinorelbine bis Oktober 2018.

Die Behandlung nach dem Banerji Protokoll bestand aus: Thuya occ C30 4x/d, Belladonna C 30 2x/d, Arnica mont C3 4x/d, Hamamelis virg C 200 4x/d, Hepar sulph C6 4x/d, Symphytum off C 200 2x/d, Schüssler Nr 2 & 4 2 x 2 Tabl tägl in D3, Carcinosinum C 30 alle 2 Tage. Mit wenigen Veränderungen (siehe Übelkeit) wurde dies vom 10. April bis 18. Dezember 2018 regelmäßig eingesetzt.

Seit Dezember 2018 ist der Tumor bis auf eine im CT nachweisbare Größe von etwa 2 cm zusammengefallen.

Die Chemotherapie wurde im Oktober 2018 abgesetzt, seitdem wird nur noch nach Banerji behandelt. Bisher ist kein neues Wachstum aufgetreten.

Zustand Dezember 2018

Natürlich kann man nicht beweisen, dass der Tumor allein aufgrund der Anwendung des Banerji Protokolls auf 2 cm geschrumpft ist. Der Patient ist überzeugt, dass das großartige Ergebnis aus einem Zusammenspiel Homöopathie/Schulmedizin (& seinem Willen zur Heilung) zurückzuführen sei.

Doch für mich zeigt das Beispiel ein typisches Verhalten, das man bei der Anwendung eines BP™ immer wieder beobachten kann: Die Ausdehnung der humoralen Erkrankung bleibt nach ca. 3 Monaten Behandlung stehen. Von hier an muss der Patient sich entscheiden. Bleibt er fest bei seiner Behandlung, stehen die Chancen groß, dass der Prozess zumindest zum Anhalten kommt.

Bisher hat es noch keinen Fall von vollständiger Heilung in Deutschland gegeben. Im Laufe von jetzt 2 Jahren praktischer Anwendung der BP™ bei deutschen Patienten sind allerdings die ersten 10 Patienten (von ca. 180 Patienten) laut schulmedizinischer Diagnostik “tumorfrei”. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Krebsarten: Magen, Pankreas, Brustkrebs, Gehirn und Lymphom. Doch dies ist erst ein Anfang, Dr. Banerji ließ seine Patienten über 10 Jahre nach “tumorfrei” nachverfolgen.

Im allgemeinen Durchschnitt zeigt sich eine Besserung / Stabilisierung des humoralen Prozesses bei 2 von 3 Patienten, obwohl etwa 75% mehrere schulmedizinische Prozesse durchlaufen haben und z. T. noch erhalten.

Es gibt statistische Hinweise darauf, dass ein vollständiges Verschwinden von Tumoren mittels Banerji Protokoll™ wahrscheinlicher ist, je weniger Schulmedizin zum Einsatz kommt. Trotzdem zeigt das Beispiel, dass in den meisten realen Fällen die Patienten beides einsetzen.

Unser Vorgehen folgt den Beispielen aus meinem Buch[iv], und berücksichtigt immer die drei Säulen der biologischen Therapie nach Paracelsus[v]. In weiteren Artikeln werde ich darauf gezielt eingehen.

Paracelsus sagt: “Es gibt keine unheilbaren Krankheiten; es gibt nur kranke Menschen!”

Miguel Corty Friedrich (Dr. med.), „Clinica Praxis“, El Campello (Alicante – Spanien)

dr.corty-friedrich@krebsrevolution.de
www.krebsrevolution.dewww.heptopathie.de



[i] Banerji,P, Banerji,P: “The Banerji Protocol; a new method of treatment with homeopathic medicines” published by “Pratip Banerji, pbhrfindia.org, 2nd Ed 2013 ISBN 978 93 80813 21-9

[ii] Rajendran, ES, “Nanodynamik; Nanowissenschaften und Homöopathie”, Ed. Winterworks 2018, Borsdorf, ISBN 978-3-96014-551-6

[iii] Potentized homoeopathic drugs act through regulation of gene-expression: a hypothesis to explain their mechanism and pathways of action in vitro. (A R Khuda Buksh, Complementary therapies in medicine1997; Vol5 (1);43-46) ; Condurango 30C induces epigenetic modification of lung cancer-specific tumour suppressor genes via demethylation. (A R Khuda Buksh, Sikdar S. Complementary medicine research 2015; 22:172-179)

[iv] Corty-Friedrich, Miguel: “Die Krebsrevolution; Wege aus der Angst durch integrative Medizin”, Europa Verlag 2016, München ISBN: 978 -3-95890-048-6

[v] Corty, Miguel; Dane, Michaela: “Lebendige Paracelsusmedizin, Praktische Anwendung – Fallbeispiele von heute”, 1. Aufl. Ed. Unimedica (Kandern) 2011, 2. Auflage in Vorbereitung (Edition Winterworks)

Banerji Protokolle™ und moderne Paracelsusmedizin

Es sind bald 10 Jahre vergangen, seit ich das Glück hatte über die „Banerji Protokolle™“ zu stolpern. Damals hätte ich mir nie vorgestellt, dass Dr. Banerji einmal eine so große Rolle in meinem Leben spielen würde.

Zu dem Zeitpunkt arbeiteten meine Frau Dr. Dane und ich an dem Projekt einer neuen Krankheitslehre. Paracelsus hat uns vor 500 Jahren zwei wesentliche Neuerungen für eine bessere Medizin hinterlassen: die Signaturenlehre und das Wissen um die Dreiteilung der Materie. Als er starb, hinterließ er uns aber keine Aufteilung der Erkrankungen nach Signatur, um Krankheitsprozesse besser verstehen zu können. Dazu muss man wissen, dass nicht alle Menschen gleich sind. Kulturhistorisch ist Medizin immer nur die Suche nach der besten Erklärung zu einem Krankheitsbild, seiner Beschreibung und der Suche nach Möglichkeiten das Unvermeidliche abzuwenden. Aus den ältesten überlieferten Schriften zur Medizin, wie den Veden, der ägyptischen Medizin, sowie später der  jüdisch/arabischen Medizin wusste man, dass die Natur unseres Sonnensystems unsere Materie prägt und sich auch im menschlichen Körper wiederspiegelt.

Bekanntlich üben die Himmelskörper durch ihre schiere Größe einen Gravitationseffekt aus, der sich sowohl bei einfachen als auch bei komplexen Prozessen manifestiert. Aber auch auf die lebendigen Wesen wirken sie, bis hin zu den menschlichen Gefühlen. Von den Himmelskörpern erhalten die Metalle ihre Prägung, die Bäume und Pflanzen ihre Erscheinungsform und die Tiere ihre Instinkte. Außerdem ist es die Kraft der Sonne die den Wechsel zwischen Tag und Nacht bewirkt, nicht die des Mondes oder der anderen Sterne.
Abraham Ibn Esra, Anno 1140 Eingangsrede einer Vorlesung an der Universität Cordoba

Bild 1: Das Sonnensystem im Menschen aus heutiger Sicht

Plötzlich wurde unsere Aufgabe unerwartet einfacher: wir konnten anhand der richtigen Behandlung sehen, welche Krankheitsprozesse zusammengehörten und wo eine Abweichung war. Die moderne Signaturenlehre war geboren! Der zweifellos größte Durchbruch dieser anderen Methode, Menschen und ihr Leiden zu ordnen, trat bei terminalen Krankheiten wie z. B. Krebs auf. Noch sollte es weitere 4 Jahre dauern, bis unser damaliger Verleger auf die Idee kam, diesen Durchbruch zur Therapie in Deutsch für die deutschen Kollegen und Patienten zu veröffentlichen. So entstand „Die Krebsrevolution“.

Bild 2: Mittel aus den Banerji-Protokollen:
Mittel der Signatur Mars für das Marsleiden Darmkrebs: Eisen und Hydrastis
Mittel der Signatur Saturn für das Saturnleiden Knochenkrebs: Beinwell und Carcinosum

Seither wurde die Krebstherapie (und die allgemeinmedizinische Therapie) nach Banerji im deutschsprachigen Europa bekannt, und, damit verbunden, die alte Lehre der sieben Archetypen in der Medizin neu entdeckt und vorgestellt.

Es macht natürlich einen nicht geringen Aufwand, alles Gelernte zu Medizin und Krankheit neu zu ordnen, und die Verblüffung aus den Gesichtern meiner Kollegen spricht Bände, wenn ich sie auffordere eine Krankheit als den Ausdruck einer Signatur, eines typischen Lebenswegs zu erkennen, die Diagnosen anzuzweifeln, die nur auf Symptomen beruhen, und statt dessen eine Diagnose nach dem entsprechenden Archetyp zu suchen. Doch was zunächst schwierig scheint, wird rasch zu einem erfolgreichen und klar definierten Handeln: Der Mensch erkrankt nach seiner Natur, und die Natur der Mittel vertreibt die Natur der Krankheit.

So hat es Paracelsus gesagt.

So hat es Hahnemann gewollt.

So machen wir es heute, dank der Signaturenlehre, wieder.


Bild 3: viele Mittel einer Signatur, hier „Venus“ auf einen Blick.
Vom Metall als Konstitutionsmittel, über Mineralien, Heilpflanzen, Bäumen, Tiermitteln bis zur Ernährung wirken die Mittel auf den drei Ebenen Sal, Sulphur und Merkur bei den „Venusthemen“ : Haut, Niere/Blase und Immunsystem.