Banerji Protokolle™ und moderne Paracelsusmedizin

Es sind bald 10 Jahre vergangen, seit ich das Glück hatte über die „Banerji Protokolle™“ zu stolpern. Damals hätte ich mir nie vorgestellt, dass Dr. Banerji einmal eine so große Rolle in meinem Leben spielen würde.

Zu dem Zeitpunkt arbeiteten meine Frau Dr. Dane und ich an dem Projekt einer neuen Krankheitslehre. Paracelsus hat uns vor 500 Jahren zwei wesentliche Neuerungen für eine bessere Medizin hinterlassen: die Signaturenlehre und das Wissen um die Dreiteilung der Materie. Als er starb, hinterließ er uns aber keine Aufteilung der Erkrankungen nach Signatur, um Krankheitsprozesse besser verstehen zu können. Dazu muss man wissen, dass nicht alle Menschen gleich sind. Kulturhistorisch ist Medizin immer nur die Suche nach der besten Erklärung zu einem Krankheitsbild, seiner Beschreibung und der Suche nach Möglichkeiten das Unvermeidliche abzuwenden. Aus den ältesten überlieferten Schriften zur Medizin, wie den Veden, der ägyptischen Medizin, sowie später der  jüdisch/arabischen Medizin wusste man, dass die Natur unseres Sonnensystems unsere Materie prägt und sich auch im menschlichen Körper wiederspiegelt.

Bekanntlich üben die Himmelskörper durch ihre schiere Größe einen Gravitationseffekt aus, der sich sowohl bei einfachen als auch bei komplexen Prozessen manifestiert. Aber auch auf die lebendigen Wesen wirken sie, bis hin zu den menschlichen Gefühlen. Von den Himmelskörpern erhalten die Metalle ihre Prägung, die Bäume und Pflanzen ihre Erscheinungsform und die Tiere ihre Instinkte. Außerdem ist es die Kraft der Sonne die den Wechsel zwischen Tag und Nacht bewirkt, nicht die des Mondes oder der anderen Sterne.
Abraham Ibn Esra, Anno 1140 Eingangsrede einer Vorlesung an der Universität Cordoba

Bild 1: Das Sonnensystem im Menschen aus heutiger Sicht

Plötzlich wurde unsere Aufgabe unerwartet einfacher: wir konnten anhand der richtigen Behandlung sehen, welche Krankheitsprozesse zusammengehörten und wo eine Abweichung war. Die moderne Signaturenlehre war geboren! Der zweifellos größte Durchbruch dieser anderen Methode, Menschen und ihr Leiden zu ordnen, trat bei terminalen Krankheiten wie z. B. Krebs auf. Noch sollte es weitere 4 Jahre dauern, bis unser damaliger Verleger auf die Idee kam, diesen Durchbruch zur Therapie in Deutsch für die deutschen Kollegen und Patienten zu veröffentlichen. So entstand „Die Krebsrevolution“.

Bild 2: Mittel aus den Banerji-Protokollen:
Mittel der Signatur Mars für das Marsleiden Darmkrebs: Eisen und Hydrastis
Mittel der Signatur Saturn für das Saturnleiden Knochenkrebs: Beinwell und Carcinosum

Seither wurde die Krebstherapie (und die allgemeinmedizinische Therapie) nach Banerji im deutschsprachigen Europa bekannt, und, damit verbunden, die alte Lehre der sieben Archetypen in der Medizin neu entdeckt und vorgestellt.

Es macht natürlich einen nicht geringen Aufwand, alles Gelernte zu Medizin und Krankheit neu zu ordnen, und die Verblüffung aus den Gesichtern meiner Kollegen spricht Bände, wenn ich sie auffordere eine Krankheit als den Ausdruck einer Signatur, eines typischen Lebenswegs zu erkennen, die Diagnosen anzuzweifeln, die nur auf Symptomen beruhen, und statt dessen eine Diagnose nach dem entsprechenden Archetyp zu suchen. Doch was zunächst schwierig scheint, wird rasch zu einem erfolgreichen und klar definierten Handeln: Der Mensch erkrankt nach seiner Natur, und die Natur der Mittel vertreibt die Natur der Krankheit.

So hat es Paracelsus gesagt.

So hat es Hahnemann gewollt.

So machen wir es heute, dank der Signaturenlehre, wieder.


Bild 3: viele Mittel einer Signatur, hier „Venus“ auf einen Blick.
Vom Metall als Konstitutionsmittel, über Mineralien, Heilpflanzen, Bäumen, Tiermitteln bis zur Ernährung wirken die Mittel auf den drei Ebenen Sal, Sulphur und Merkur bei den „Venusthemen“ : Haut, Niere/Blase und Immunsystem.