Banerji Protokolle auf Erfolgskurs, oder “Der gestresste Arzt”

Seit dem Erscheinen meines Buches “Die Krebsrevolution” ist logischerweise die Zahl der Menschen, die sich mit Krebsproblemen an mich gewandt haben, stets gestiegen.

Im Frühjahr/Sommer 2021, bei Reiserestriktionen und einer gewaltigen Zunahme von Videokontakten, betrug die Zahl der Hilfesuchenden in unserer Praxis bis zu 5 Personen am Tag, was für einen einzelnen behandelnden Arzt und bei durchschnittlich  pro Patient 75 Minuten Besprechung plus 90 Minuten Therapiebericht jede andere Tätigkeit unmöglich macht. Ich sah mich gezwungen, die Annahme weiterer Patienten zu reduzieren und an die vielen Therapeuten zu verweisen, die wir im Laufe von 5 Jahren in diesem Bereich weitergebildet haben.

Die häufigsten Krebsarten unter unseren Patienten sind:

  • Brustkrebs
  • Gehirnkrebs (intrakraneale, tumorale Prozesse)
  • Blutkrebsarten (Leukämie und Lymphome)
  • Prostatakrebs
  • Ovarialtumore
  • Gebärmutter- (& Hals-) Krebs
  • Kinder & Knochenkrebs
  • Melanom (schwarzer Hautkrebs) unterschiedlicher Lokalisation
  • Darmkrebs
  • Ungewöhnliche Tumorarten; wie neuro-endokrine Tumore, Drüsenkrebs, transitionelle Schleim/Haut Krebsarten

In den letzten 2 Jahren haben wir etwa 500 Krebspatienten mit Banerjiprotokollen versorgt.

Dabei hat sich gezeigt, wie schwierig es ist, ein Nachverfolgungsprotokoll durchzusetzen, um den Erfolg der Therapie besser einschätzen zu können und gegebenenfalls die Behandlung anpassen zu können.

Durch die COVID/Corona Hysterie ist das schwere Leid anderer Patienten vollkommen aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit gerutscht. Permanente Pressekundgebungen zu Inzidenz-/Fall- und Impfzahlen lenken davon ab, dass nicht mal jeder 10. Tote den akuten Atemwegserkrankungen geschuldet ist. Unsere Aufmerksamkeit wird auf eine Randgruppe von Patienten gelenkt, die noch dazu, nach medizinischem Ermessen, eine “gute” bis “sehr gute Prognose” haben. Das ist absurd.

In Spanien schätzt man, dass im Jahr 2020 etwa 225.000 Personen an Krebs verstorben sind, 140.000 an Herz-Kreislauferkrankungen…. Die Liste geht eine Weile so weiter, bis es zu den etwa 47.000 an “COVID” verstorbenen Personen geht, diese wiederum unterteilt in jene, die an “SARS-CoV2” verstorben sein mögen, plus der langen Liste derer die an Krankenhauskeimen, an den Komplikationen von chronischen Leiden, Herzmuskelentzündungen, Lungenentzündungen, und anderen Atemwegserkrankungen der Gruppe verstorben sind. Wie man erkennen kann, ist diese “Corona Gruppe” mit sehr unterschiedlichen Todesursachen durchsetzt.  

Meine Beobachtung bei Krebsleiden deutet immer wieder auf die Frage, “ob sich das Weiterleben noch lohnt”.

Viele Patienten deuten auf die Frage nach den möglichen Auslösern auf psychisch-emotionale Konflikte in der Familie, im Beruf, dem persönlichen Gefühl von Scheitern. In einer Zeit, in der man vielerorts nur mit Maske und Auflagen sein darf, wo keinerlei Aktivitäten menschlicher Kultur mehr gefördert werden, ist diese Situation von “Ausweglosigkeit” der vorherrschende Ton. Die Beratungen der Patienten begrenzt sich bei weitem nicht auf das Erstellen eines  “Banerji Protokolles(TM)” .

Um es nochmal deutlich zu machen: Unsere Lehre beruht auf dem Wissen der “Traditionellen Europäischen Medizin”, TAM / TEM, dessen berühmtester Vertreter Theophrastus von Hohenheim, “Paracelsus”, war. Sein Denken, auf den aktuellen Stand gebracht (siehe „Heptopathie“), zeigt, dass biologische Therapiemethoden wie die passende Ernährung mit orthomolekularen und biochemisch- immunologischen Ergänzungen ein wichtiger Punkt bei Krebs ausmachen. Diese Stoffe wie Vitamine, Mineralien, orthomolekularen und biochemischen Ergänzungen ergeben sich aus dem biologischen Typus des Patienten (dem Biotyp oder “Geburtsherrscher”), sowie aus den bereits durchlittenen Belastungen wie Bestrahlungen, Chemo- und Immunotherapiesitzungen, was die konventionelle Medizin mittels Krankenkasse nie übernimmt. Das nennen wir den “Basis-Therapiearm oder Strukturelle Therapieergänzung”.

Das Ermitteln des biologischen Typus führt auf direktem Wege zur Theorie des “Heile Gleiches mit Gleichem”, sowohl als Homoeopathikum als auch mittels pflanzlicher oder anderer Mittel. Dies ist der “biologische Arm” oder “die physiologisch-genetisch angepasste Therapie”.

Der dritte Arm scheint für bis zu 80% der Betroffenen das wichtigste Element zu sein: der “psychisch-emotionale” oder “merkuriale Arm” der Therapie. In 2 bis 3 folgenden psycho-onkologischen Sitzungen wird den Betroffenen geholfen, einen Weg zurück ins Leben zu finden, neue Inhalte unter Zurücklassen der Ängste und belastenden Überzeugungen der Vergangenheit.

Krebstherapie nach Banerji / Corty

Erster Arm„strukturell“Vitaminergänzungen, Ernährung, etc.
Zweiter Arm„physiologisch genetisch“Banerji, Homöopathie, Spagyrik, pflanzlich
Dritter Arm„emotional“Psycho-Onkologie, EMDS, „Re-Programming“
Krebstherapie nach Banerji/Corty

Eine solche Behandlung ist nicht schwer, auch nicht riskant, und behindert nicht die Entscheidung zu konventionellen Therapieergänzungen. Jeder Mensch sollte das Recht haben, über seinen Körper selbst zu entscheiden (…!). 

Viele Patienten finden erst nach bereits stattgefundenen und vielfach fehlgeschlagenen Therapiemaßnahmen den Weg zu uns. Mehr als die Hälfte unserer Patienten würde man als “austherapiert” bezeichnen, mit “offiziellen” Lebenserwartungen zwischen 3 und 6 Monaten. Glücklicherweise nimmt langsam auch der Anteil jener zu, die schon nach der Diagnose eine Zweitmeinung von uns wünschen.

Doch alles in allem gehen uns die Aufgaben nicht aus: Etwa 60% unserer aktuellen Patienten sollten nach Überzeugung der konventionell arbeitenden Kollegen seit mindestens 6 Monaten “tot” sein. Ich kann noch keine hohen Fallzahlen zu speziellen Statistiken über Lebenserwartungen bei den verschiedenen Krebsarten veröffentlichen, aber es bestätigt die 2019 veröffentlichte Richtung: Etwa 65% unserer Patienten verdoppeln ihre Lebenserwartung, einer von vier bewegt sich mittlerweile auf eine stabile Gesundung, soll heißen, sein Krebsgeschehen beeinflusst seine Lebenserwartung nicht mehr wirklich.

Es ist uns Ärzten “verboten zu heilen”, dies seien “unhaltbare Versprechen”, so steht es in der Berufsethik.  Wie bezeichnet man also als Arzt die Menschen, die vor 5 Jahren als “unheilbar und austherapiert” zu uns kamen, und heute ein normales Leben führen, mit oder ohne den Krebs?

Ich nenne es den “positiven Stress meiner Arbeit”.

Denn zu den vielen Anfragen neuer Kranker summieren sich die 6-Monatskontrollen der vielen, täglich mehr Lebenden.

Es geht ihnen so viel besser, dass sie das Sterben aufgegeben haben.

Dr. Miguel Corty
info@clinicapraxis.es

Weiterführende Links:

Bücher und Weiterbildung:

Nachruf Dr. Pratip Banerji (1964–2021)

Ein schwerer Schock war die Nachricht, dass Dr. Pratip Banerji, Co-Autor und Herausgeber der “Banerji Protocols™”, aktueller Leiter der Stiftung seines Vaters, der “Prasanta Banerji Homeopathic Research Foundation”, gestorben ist.

Dr. Prasanta Banerji, Dr. Miguel Corty und Dr. Pratip Banerji in Köthen, 2014

Die Familie Banerji hat die Homöopathie nicht nur aktiv seit 1868 gefördert und praktiziert, sie hat auch weltweite Aufmerksamkeit erlangt, als das US amerikanische Krebsforschungsinstitut und Gesundheitsministerium beide, Prasanta und Pratip Banerji aufforderte, ihre Erfolge bei Krebs mit homöoopathischen Mitteln zu beweisen.

Der Beweis, wie wir heute wissen, gelang, und spezielle Mischungen homöopathischer Produkte als Heilmittel bei Krebs werden seitdem weltweit erfolgreich eingesetzt.

Dr Prasanta Banerji verließ uns durch einen vorhersehbaren Tod im Mai 2018, im Alter von 85 Jahren. Dr Pratip ist nun seinem Vater gefolgt, kurz nach seinem 55. Geburtstag. Dieser Verlust ist umso schwerer, als dass seine Tochter das Medizinstudium gerade abschließt, aber nicht mehr auf die homöopathische Erfahrung ihres Vaters und Großvaters zugreifen kann.

Auch ist jetzt das www.pbhrf-india.org verwaist, nachdem beide Gründer verstorben sind. Mir ist klar, dass viele Ärzte weiterhin dort tätig sind, und wir wünschen ihnen den Erfolg und die Kompetenz, die dieses homöopathische Musterinstitut weltweit führend gemacht hat.

Pratip war nicht so ein kommunikativer, witziger und spontaner Mensch wie sein Vater, Prasanta, der klassischerweise von Biotyp 3 (“Merkur”) war. Pratip war ein tiefsinniger, wissensschwerer Biotyp 7 (“Saturn”), die klassische Kombination “3 & 7”, die Erfolg zu garantieren scheint. Gemeinsam waren sie unschlagbar. Ohne Prasanta waren diese drei Jahre für Pratip sicherlich sehr hart.

Wir werden Ihn und und seinen Vater immer im Gedächtnis behalten und sein Andenken ehren, indem wir weiterhin für eine Verbreitung der Banerjiprotokolle kämpfen.

Dr Miguel Corty Friedrich

Was man über Aromatase-Hemmer wissen sollte

Dr. Michaela Dane, Biochemikerin

Vor drei Jahren hatten wir eine Welle von Brustkrebspatienten mit großen Schmerzen im Bewegungsapparat. Bei einigen war es so schwerwiegend, dass sie Morphinderivate als Schmerzmittel nahmen, zwei Patienten hatten Knochenbrüche, die nicht verheilten.

Alle Frauen glaubten, dass sie Knochenmetastasen hätten, die nur noch nicht entdeckt worden wären. Tatsächlich hatten diese Frauen alle eines gemeinsam: Sie nahmen einen Aromatasehemmer.

Nun erklärt natürlich kein Arzt, worum es sich hierbei handelt. Von „kein Kommentar“ bis zu “diese kleine Pille ist gut für ihre Hormone” war alles dabei.

Vielleicht wird es einmal an der Zeit, die Patienten an dieser Stelle aufzuklären, was die kleine rosa Pille wirklich ist.

Der Vorläufer aller weiblichen Hormone ist das männliche Testosteron. Frauen haben immer einen kleinen Anteil davon im Körper, weil es auch im weiblichen Körper eine Funktion hat, z.B. den Muskelaufbau.

Normalerweise wird ein Großteil davon aber mit einem Aromataseenzym in Östrogene umgebaut. Nun sind viele Brustkrebsarten hormonabhängig. Die einfache Idee der Schulmedizin zur Verwendung der Aromatasehemmer ist, dass man die Östrogensynthese blockt und somit den Tumor in Schach hält.

Was sind die Nebenwirkungen?

Über die Nebenwirkung wird meistens nicht gesprochen, und sehr klar wird dies durch das Lesen des Beipackzettels auch nicht gerade. Der ist ja immer so aufgebaut, dass die Augen nach dem ersten Absatz unverständlicher klein geschriebener Medizinphraseologie so ermüden, dass man ihn zur Seite legt.

Doch das steht leicht verschlüsselt drin:

Durch den Mangel an Östrogen kann Kalzium nicht mehr in die Knochen eingelagert werden. Es bleibt im Blut und bewirkt dort höchstens noch Arteriosklerose, während die Knochen dünn und brüchig werden. Kommt es dann durch einen Unfall zu einem Bruch, heilt dieser nicht mehr zusammen. Wir haben Patienten im Rollstuhl behandelt, die noch immer Aromatsehemmer bekamen, also keinerlei Hoffnung auf Wiederherstellung der Beweglichkeit hatten.

Das andere Problem ist die Anhäufung von Testosteron. Zu viele männliche Hormone im Blut haben zur Folge, dass man seine Haarpracht auf dem Kopf verliert, während sie sich an ärgerlichen Stellen verbreitet, so dass man sich in Richtung Bruce Willis entwickelt, was bei Männern sexy wirken mag, man als Frau mit ohnehin schon schlechter psychischer Verfassung aber gar nicht gut verträgt. Auch die Fett- und Muskelverteilung ändert sich, man wird im wahrsten Sinne des Wortes “vermännlicht”.

Was nicht im Beipackzettel steht ist dies: Die meisten Ärzte wissen mangels biochemischer Kenntnisse oft nicht wie gefährlich diese Stoffgruppe eigentlich ist. Aromatasehemmer sind Blausäureglucoside, das Giftigste was die Natur zu bieten hat, nur noch verstärkt durch die Herstellung im Labor.

Strukturformeln Aromatasehemmer
Bild 1: Letrozol und Anastrozol. Man erkennt die beiden dreifachgebunden Stickstoffatome, dies sind Zynanidgruppen, die uns noch aus dem 2. Weltkrieg im Gedächtnis geblieben sein sollten.

Die Leber kann solche Stoffe nicht abbauen. Sie werden im besten Falle durch die Niere ausgeschieden. Leber- und Nierenversagen stehen daher auch auf dem Beipackzettel. Schaffen diese Organe es nicht, damit fertig zu werden, lagert der Körper sie im Bindegewebe ab, wo es dann zu fibromyalgieartigen Dauerschmerzen kommen kann.

Wer einen solchen Stoff wieder aus dem Körper ausschleusen will, braucht eine gute naturmedizinische Entgiftung, bevor das Banerjiprotokoll überhaupt greifen kann.

Blocker sind eine typische Erscheinung unserer Zeit, wo man den “Kampf gegen den Terror” führt, in diesem Fall gegen den eigenen Körper. Dabei kann man nur verlieren, denn im Krieg geben immer zuerst die Guten auf, was hier bedeutet: die gesunden Zellen.

Was ist die Banerji-Alternative?

Das Banerjiprotokoll für Brustkrebs enthält das Mittel Phytolacca. Diese Pflanze enthält eine Kombination aus Krebszellenstatikum und natürlichem Hormonblocker.  Diese Stoffe sind schon darum verträglicher, als dass sie natürlichen Strukturen entsprechen. Außerdem werden Banerjimittel homöopathisch gegeben, können also weder Leber noch Niere vergiften, sehr wohl aber auf die Krebszellen einwirken.

Phytolaccatoxin
Bild 2: Phytolaccatoxin enthält nur zwei Stickstoffatome. Dieses Alkaloid wirkt hemmend auf das Wachstum der Krebzellen. Phytolaccagenin ist ein Pflanzenhormon, das wie die Steroide eines Antikonzeptivums aufgebaut ist.

Fazit: Es gibt Alternativen zur Brustkrebstherapie, die den eigenen Körper als Ganzes stärken, keine brutale Nebenwirkungen haben und zu einer vollständigen Heilung führen können.

Wir schreiben diesen Artikel, weil eine geheilte Patientin, die Letrozol abgesetzt hatte, nun ihrerseits eine Patientin hat, die einen neuen Aromatasehemmer mit schweren Folgen zu sich nimmt.

Man kann nur hoffen, dass mehr Menschen erkennen, dass dies kein Weg zur Heilung sein kann.

Die Banerji Protokolle in der täglichen Praxis

Die Geburt der Banerji Protokolle

Als Pratip und Prasanta Banerji in das National Cancer Institute (NCI) in die USA eingeladen wurden, um die Authentizität und Wirksamkeit ihrer Therapiemethode gegen Krebs zu beweisen, war Homöopathie in einigen Staaten der USA nicht gern gesehen. Staaten wie Kalifornien waren der Meinung, man könne nur entweder “ernsthafter Wissenschaftler und Arzt” sein, oder Homöopath.

Nachdem drei Jahre später der Beweis für die Wirksamkeit erbracht war, wollte man die Therapiemethode in allen Staaten der USA zulassen. Um den langen Prozess einer Regulierung der Homöopathie zu umgehen, erfand man dort die “Banerji ProtokolleTM”, und den Begriff “Behandlung mit ultrahoch verdünnten Medikamenten”. In der Universität von Südkalifornien und in Houston / Texas,  wurde sogar in kürzester Zeit die Wirkungsweise der Kombination “Phytolacca C200” gegen Brustkrebs und “Ruta C6” gegen Gehirntumore bewiesen[1]. Weitere Studien folgten. 

Doch mindestens ebenso beeindruckend sind die Ergebnisse der Banerji ProtokolleTM in der allgemeinmedizinischen Anwendung. Es mag vielleicht nicht jeder sofort einen Krebspatienten behandeln wollen, aber homöopathisch hergestellte Mittel sind immer noch ein sicherer Weg, um komplexe Krankheiten positiv zu beeinflussen.

Prasanta und Pratip Banerji haben zwischen 2008 und 2018 verschiedene Seminare in Europa gehalten. Dazu gibt es Abschriften, abgesehen von dem “offiziellen” aber etwas chaotischen Werk “The Banerji Protocols – a new Method of Treatment with homeopathic medicines”, erschienen in unterschiedlichen, revidierten Auflagen 2011 bis 2013. Eine Sammlung der bisher beliebtesten Therapien nach Banerji konnte ich zusammenstellen und 2019 veröffentlichen.[2] 

Hierzu Beispiele aus meiner medizinischen Praxis:

Gallensteine

Fr. N (42) suchte mich aufgrund von Schmerzen im rechten Oberbauch auf. Eine Ultraschalluntersuchung fand eine Gallenwegsentzündung bei multiplen, grossen Steinen. Eine unmittelbare Gefahr auf Verschleppung und Obstruktion bestand nicht, eine chirurgische Behandlung lehnte sie ab. Wir behandelten im akuten Schmerzfall mit Belladonna C 3, alle 20 min, dazu Chelidonium D6 in Tropfen vor den Mahlzeiten und Carduus maruianus Urtinktur 10 Tropfen nach den Mahlzeiten, dazu 2 bis 4 x täglich Lycopodium C 200. Die Beschwerden wurden in 24 Std erträglich, nach 3 Wochen bestand keinerlei Symptomatik mehr.

Bei Oberbauchbeschwerden schlagen die Protokolle eine Kombination aus Chelidonium und Carduus vor, bei Übelkeit Nux vomica und bei Schmerz Belladonna. Jedes dieser Mittel wäre wohl jedem homöopathisch ausgebildetem Therapeuten eingefallen, doch die Mischung dieser Potenzen eher nicht.

Grade die Kombination von hoch- und niederpotenzierten Mitteln machen den Charme der Banerji ProtokolleTM aus. Dabei verwendet man fast ausschließlich Niederpotenzen D3, C3 C6 und Schüsslersalze bei akuten sehr entzündlichen und schmerzhaften Prozessen, und Hochpotenzen wie C200 bei allen Erkrankungen, bei denen der Stoffwechsel reguliert werden soll. Prasanta Banerji war Pragmatiker, Begriffe wie “Epigenetik” und molekulare Zellmodulation durch Zellbotenstoffe waren ihm fremd. Er hatte seine “Lieblingsmittel” und versuchte, mit gewissen Potenzen das beste Ergebnis zu erreichen. Bald konnte er feststellen, dass die Kombination bei 80% der Beschwerden erfolgreich war, und dass es unerheblich war, ob eine Krankheit diesen oder einen ähnlichen Schwerpunkt aufwies: Gallenwegsentzündung, Gallensteine, Leberversagen oder Atresie der Gallenwege, es machte keinen Unterschied für den Erfolg der Behandlung: Alles, was ähnlich gelagert war, konnte mit der selben Kombination wesentlich verbessert werden.

Angina pectoris: Koronare Herzerkrankung

Viele meiner lange die Rente genießenden Patienten kommen bergauf rasch außer Atem. Ist es noch dazu kalt, oder steht eine besondere Anstrengung bevor, werden die Beschwerden schlimmer, dasselbe nach Flugreisen, größeren Feiern, usw. Viele haben bereits Koronarstents und erhalten Aggregationshemmer und gefäßerweiternde Mittel, doch oft reicht das nicht aus. Außerdem kann man ein Altersherz kaum stärken, man kann nur die Leistung optimieren. So auch bei Fr M. (77): Der Hundespaziergang wurde immer kürzer. Nach Banerji setze ich die Kombination Arnika mont C3 & Hamamelis C 200 (2x tägl.) mit Lachesis C 200 (alle 2 Tage) ein. Zunächst geschah nichts, aber nach 4 Wochen wurde die beschwerdefreie Gehstrecke wieder länger. Nach 6 Monaten hätte sie am liebsten die schulmedizinische Therapie abgesetzt, wovon ich dringend abraten musste.

Eine der beliebtesten Kombinationen ist Arnika 3 / Hamamelis 200: es handelt sich um einen Gefäßregulierer, bei dem sowohl arterielle wie venöse Gefäße wieder zur ursprünglichen Spannung finden. Kapillare werden kräftiger, Blutergüsse wie bei Dauereinnahme von Steroiden und Antiaggregation lösen sich auf, und wenn eine Gefässverstopfung vorliegt, wird Lachesis C 200 hinzugefügt, bei Wassereinlagerung in das Gewebe Lycopodium C30.

Von lagerungsbedingten Gewebeverletzungen (Ulcus) bis zu Herzkranzverengung findet diese Kombination Einsatzmöglichkeiten. Selbst bei metastasierenden Tumoren kann man klinisch das Wachstum und die Nekrose unter bildgebenden Beobachtungsmethoden deutlich verbessert finden. Dabei ist dies kein “Wundermittel”: es ist nur die praktische Anwendung der beiden Mittel “Arnika” = Blut und “Hamamelis” = Gefässe, mit der Unterstützung Gerinsel lösend = Schlangengift “Lachesis” oder Wasser = “Lycopodium”. 

Homöopathie für jedermann

Wenn man es so betrachtet, fällt auf, dass Homöopathie für jedermann einsetzbar ist und von jedem verwendet werden kann. Die Banerji Methode ist mehr ein Hausmittelprinzip als eine ausgefeilte Medizin.

Natürlich besteht ein Unterschied zwischen der konstitutionellen und miasmatisch-korrekt beurteilten Homöopathie nach klassischem Vorbild und  einem Banerji ProtokollTM.

Aber als eine Annäherung, als eine zusätzliche Verordnung mit äußerst geringem Risiko für den Patienten, sozusagen als eine Erweiterung der Therapieziele auch bei schulmedizinischer Grundversorgung, ist ein Banerji Protokoll einfach die perfekte Ergänzung.

Alle meine Patienten mit Schilddrüsenhormon erhalten ausserdem “Bromum 6”, viele können nach 6 Monaten L-Thyroxin weglassen oder reduzieren. So geht es bei vielen chronischen Erkrankungen, Arthrose (Rhus tox), Parkinson (Gelsemium 200 & Cuprum Met 6), usw.

Homöopathische Komplexmedizin

Die Protokolle verwenden niemals ein Einzelmittel, immer handelt es sich um die Kombination verschiedener Mittel. Der Klassiker ist dabei “Bry-conitum”, Bryonia & Aconitum: verwendet man bei Keuchhusten Bryonia, kommt es zu blutigem Auswurf, kombiniert man dazu Aconitum, verschwindet beides. Diese Art, ein niedriger und ein höher dosiertes Mittel zu kombinieren bezeichne ich als “Kundalini Mischung”: nicht die Asclepios Schlange mit der einzelnen Windung erreicht ihr Ziel, sondern die Doppelhelix der “Kundalini” Schlange: die Schwächen des einen Mittels werden mit den Stärken des anderen Mittels ausgeglichen. Auf diese Weise entstanden nach nahezu einem Jahrhundert klinischer Beobachtung in der “Prasanta Banerji homeopathic research foundation” [3] die Kombinationen der heute bekannten Banerji ProtokolleTM . Dabei empfahl schon Prasanta die Mittel nicht jedes für sich, sondern die Tagesdosis (von jedem Mittel 2 bis 4 Gaben) jeweils in einer Wasserflasche aufzulösen und über den Tag dietätisch zu trinken. [4].

Mond und Marsmission

In Houston war man von dem Erfolg der Banerji Protokolle dermaßen begeistert, dass man Prasanta bat, einen “Notfallkoffer” homöopathischer Medikamente für den Weltraumeinsatz zu erstellen[5]. Denn jedem von uns muss klar sein, dass “Aspirin und Co.” schon aus Platz, Gewichts- und Verteilungsgründen im All kaum zum Einsatz kommen werden. Zwar werden wir modernste Diagnosegeräte platzsparend designen müssen, aber die Therapie wird “minimalistisch” sein. Die aufstrebende Nanomedizin hat die Eigenschaft, sich im umgekehrten Verhältnis zur Größe im Gewebe zu verteilen: Quantumdots (unter 20 nm Größe, z. B. Metalle in der Homöopathie) verteilen sich innerhalb von 20-30 min im ganzen Körper, während große Nanos (wie z B pharmakologisch hergestellte Carrier-Polymer Nanopartikel bis 1200 nm) zwischen 6 und 12 Stunden brauchen. Alle Nanopartikel haben gemeinsam, dass sie problemlos Membranen und Gewebe durchdringen können, und so auch unter Schwerelosigkeit maximale Verteilung erreichen [6] [7]. In diesem Bereich wird mit Hochdruck geforscht, um Medikamente entwickeln zu können, die im Gegensatz zu den homöopathischen und getesteten Mitteln auch patentierbar und kommerzialisierbar sein sollen.

Wie kommen Nanopartikel in die Homöopathie? “top-down” und “bottom – up”

Hinter den Protokollen steht eine jahrzehntelange klinische Erfahrung an Millionen Patienten, aber auch die alte Erkenntnis, dass “der Mensch nach seiner Natur erkrankt”. Diese zentrale Aussage von Paracelsus, sollte sie zutreffen, bedingt, dass nicht jeder an allem erkranken kann. So kommt es, dass die biologischen Schwachpunkte eines Patienten mit Erkrankungen zusammenfallen, auf die jeweils entsprechende Mittel der selben biologischen Bauart passen. Früher nannte man diese Beobachtung “Signatur”, “Archetyp” …, heute nenne ich sie “Biotypisierung”[8]. Die Protokolle stimmen in der Regel mit diesen Archetypen überein. Ein Typ 4 leidet gern an Magenschmerzen, in dem Banerjiprotokoll kommen Typ 4 Medikamente, zusammen mit einem ausgleichenden Mittel des Typs 1 oder 7. Diese Herstellungsart kannte man früher auch in Deutschland, man nannte das “Spagyrik”. Mit dem Aufkommen isolierter Wirkstoffe kamen diese ausgewogenen Kombinationsmittel leider aus der Mode. Dabei ist das ungerecht: Die Nanomedizin hat Grund zur Annahme, dass homöopathische Mittel Nanopartikel nach der physikalischen Methode des “top-down” entstehen lassen. Wiederholte Schläge in Lösungsmittel, ausgehend von einer Verreibung/Zermahlen des Ursprungsmittels, lassen immer kleinere Teilchen entstehen. Bei der Spagyrik verhält es sich umgekehrt: die Nanos entstehen durch den chemischen Prozess des “bottom – up”: Durch lösen, verbrennen, wieder lösen und zusammenführen der Stoffe im Rückflusskolben, in dem physikalisch nichts entkommen kann, bedeutet ein chemisches Zersetzen und wieder Zusammenbauen, das Nanopartikel entstehen lässt.

Ausblick auf die Anwendung

Die praktische Anwendung der “Banerji ProtokolleTM” ist problemlos und praktisch risikolos, und kann auch leicht von Ärzten und HP ohne homöopathische Ausbildung eingesetzt werden.

Natürlich empfiehlt es sich, Grundkenntnisse über Dosierung, Wiederholungsintervalle und ähnlich allgemein gültige Regeln zur Anwendung homöopathischer Mittel zu besitzen. Doch niemand würde mit dem Argument, nichts von Homöopathie zu verstehen, auf die Anwendung von z B. “Traumeel” verzichten.  Mit den Banerji Protokollen verhält es sich ähnlich. Im Gegenteil: Wer einmal feststellen konnte, wie sinnvoll die “Kochrezepte” nach Banerji sind, wird sich sicher für weiterführende Ausbildung interessieren

Es gibt Banerji Protokolle für alle medizinischen Fachbereiche, zur Kombination für alle alten und neuen Erkrankungen, und die Erfahrung im täglichen Einsatz zeigt rasch, welche Kombinationen sinnvoll sind.

Dr. Miguel Corty Friedrich


[1]Frenkel et al; “Cytotoxic effects of ultradilluted remedies on breast cancer cells” Int Jour of Oncol, 36, 395-403, 2010: … “In 1999, the NCI evaluated a cancer treatment protocol developed at the P. Banerji Homeopathic Research Foundation (PBHRF) in Kolkata, India. The ‘Banerji protocol’ used specific ultra-diluted natural substances to treat patients with different cancers. The NCI reviewed 10 patients treated on the Banerji protocol” … “After rigorous evaluation, the NCI concluded that there was sufficient evidence of efficacy to warrant further research of the Banerji protocol.”  

[2] Corty Friedrich, M : “Die Banerji Protokolle in der medizinischen Praxis” Ed Winterwork, Borsdorf 2019

[3] PBHRFindia.org

[4] Banerji, P & Banerji P: “The Banerji protocols…” 2. Auflage, 2013

[5]  Banerji, P: “Possible use of ultradilluted medicines for health problems during lunar missions”, Rutgers University,  Symposium on extraterrestrial settlements, 2007

[6] Rajendran, ES: “Nanodynamik” Ed Winterworks, Borsdorf 2018

[7] Drug targeting: https://www.researchgate.net/publication/319259057_Professor_Ruth_Duncan_A_Pioneer_in_the_Field_of_Polymer_Therapeutics/link/5a98e3c745851535bce0dd8d/download

[8] Dane, M: “Heilgeheimnisse des Paracelsus”, 2. Aufl.  bei Ed. Winterworks, 2019

Hurra, der Krebs ist gestoppt, aber…

Jeden Tag erreichen mich Anfragen meiner Krebspatienten mit den neuesten Ergebnissen aus Regelnachuntersuchungen.

Darunter finden sich selbstverständlich Patientinnen und Patienten, die überhaupt nicht auf die Therapie reagieren. Das sind aber mit großem Abstand die wenigsten. Die meisten erleben wenigstens 2 Phasen der Veränderungen in den ersten 6 Monaten nach Beginn einer Krebstherapie nach Banerji (und den Ergänzungen, die wir gemeinsam für sie ausarbeiten

Erste Phase: Stabilisierung

Die erste Phase findet in den ersten 12 bis 16 Wochen statt: eine Stabilisierung des Krebsgeschehens. Entweder werden die Knoten und Tumorbereiche kleiner, weicher, oder sie lösen sich gar ganz auf. Das kann mit sinkenden oder steigenden „Tumormarkern“ begleitet werden (Dazu ein Beitrag an anderer Stelle). Der Krebs beginnt zu verschwinden, dazu gibt es merkwürdige Kapriolen des Immunsystems wie z. B. Pilzbefall. Viele Patienten haben bei der Kontrolle durch PET / CT, … nach 6 Monaten kaum Krebsaktivität.

Zweite Phase: Entscheidung

Dann beginnt die 2. Phase: der Moment der Entscheidung! Bin ich sicher genug, habe ich mein Unterbewusstsein im Griff, kann ich die Angst besiegen, oder nicht? Wir sind umgeben von Onkologen, die den positiven Befunden nur glauben würden, wenn sie Ergebnis einer Chemotherapie wären und Verwandten und Bekannten, deren Phantasie nicht ausreicht für eine Heilung durch alternative Therapien.

Falls der/die Patient/in an seine/ihre Heilung glaubt, kann der Krebs überwunden werden. Wenn nicht, zeigen sich neue oder alte, wiederholt aktive Stellen. Die typischen Stellen sind meist im Skelett („Knochenmetastasen“) verborgen. Nach dem Verständnis der Biodekodierung stehen Skelettveränderungen für den Widerstand, mit dem ich den Unbillen meines Lebens begegne, die Kraft mit der ich das eingeschleppte Problem „Krebs“ angehe.

Ärgerlicherweise verändern wir unbewusst alle 3 Monate unsere Einstellung zu den Dingen: Wir gehen wieder einen „Schritt zurück“. Dieser Schritt geht in Richtung unserer „Signatur“, unseres Biotyps. Egal welche neue Überzeugung wir gewonnen haben, wir müssen sie immer wieder neu bestätigen, neu festigen.

Entscheidend: Unser Unterbewusstsein

Dabei spielt unser Unterbewusstsein eine zentrale Rolle: Auch wenn wir „wissentlich“ schon weiter sind, verziehen haben, ein neues „Nest“ gefunden haben, neu lieben und mit Macht positiv sein wollen, unser Biotyp holt uns alle 3 Monate wieder ein, so lange, bis das Unterbewusstsein davon überzeugt wurde, dass die neue Lebensform besser ist als die alte!

Im Unterbewusstsein lagern Erinnerungen an Verletzungen, Verlassenheit, Leid und Sorge, die wir nicht genauer betrachten wollen, die aber unsere Entscheidungen in Richtung „was gut für mich ist“ wesentlich beeinflussen. Auch wenn es komisch klingt, aber in vielen Fällen findet unser Unterbewusstsein, jetzt wäre es aber besser, wenn wir mal verschwänden. Dann startet das „Exit Programm“, der „Rote Knopf“, die terminale Krankheit.

Wir brauchen Therapien für Körper und Geist

Um zu diesem Punkt zurückzuspulen, brauchen wir Therapien, die diese Überzeugungen löschen.

Es gibt unterschiedliche Zugänge zum Unterbewusstsein, und alle sind hilfreich, um das Thema „Ich habe Krebs“ aus dem Kopf zu bekommen.

Ich trainiere unsere Therapeuten gern im Erkennen der unterschiedlichen biologischen Denkprogramme: Mehr mit dem emotionalen Gehirn zu denken, Kontrollgedanken aufzurufen, in denen positive Ideen überwiegen. Tests zum Lokalisieren von zerstörenden Überzeugungen, wie mittels Hypnose, Emotions Tests (The Emotion Code von Bradley Nelson), Lokalisieren irrationeller Ängste.

All das muss raus, und immer wieder neu umgeschrieben werden, im 3-Monatsrhythmus. So, wie wir unseren Körper zur Physiotherapie schleppen, sollten wir unseren Geist zum „Reine machen“ bringen: Denn von einer Sache bin ich überzeugt: Bei Thema „Krebs“ muss der Organismus als Ganzes behandelt werden, brauchen Körper und Geist eine Generalüberholung.

Signaturenlehre: Der Schlüssel zur Erkenntnis, was wem hilft!

Immer wieder treffe ich auf Menschen mit brillanten Ideen. Auf Fortbildungen, Kongressen und in Veröffentlichungen höre und lese ich begeistert über neue Ideen zur Heilung, Gesundung, von Banalem wie der Hilfe zum Abnehmen bis hin zu der Heilung von Krebs. Doch stets frage ich mich: „Wem kann das helfen?“

Ob es um Misteltherapie, Ananasdiät, „Vitamin“ B17, ketogene Ernährung oder Leistungssport geht – ich stelle einfach die Frage, für wen ist diese Therapie, diese Ernährung richtig? Kann man schon vorher wissen, wie ein Mensch mit dieser neuen Idee klar kommen wird? Die Antwort ist positiv: Ja, das kann man wissen.

Ständig irritiert es mich, dass Freunde und Kollegen glauben, die „Signaturenlehre“, die „Paracelsusmedizin“ (heute von uns unter der Bezeichnung „Heptopathie®“ registriert), sei nur eine weitere von vielen neuen Ideen, eine neue Art von Naturheilverfahren.

Das ist keineswegs so.

Die „Heptopathie“ ist nicht eine Art zu behandeln, sondern ein Schlüssel, um behandeln zu KÖNNEN.

Wenn wir von der „Signaturenlehre“, dem Grundstein der Heptopathie, sprechen, beziehen wir uns auf den Unterschied zwischen den sieben Signaturen. Jede Signatur ist eine besondere Art zu sein, zu denken, zu reagieren. Sie definiert Stärken, Schwächen, vorgegebene Fähigkeiten.

Die Natur hat sich dabei etwas gedacht: Sollte eine Seuche ausbrechen, sollten veränderte Lebensumstände auftreten oder einfach die „Bösen bei James Bond“ plötzlich doch eine Massenvernichtungswaffe einsetzen, kann durch die Verteilung auf 7 Typen niemals die ganze Menschheit vernichtet werden.

Wir haben das bei dem Atomunglück „Chernobyl“ ebenso gesehen wie bei Infektionskrankheiten wie der Pest: Es bleiben immer Menschen übrig, die fälschlich gern als „Mutanten“ bezeichnet werden. Der Witz dahinter ist, dass sie nicht „mutieren“ müssen, sie waren schon vorher anders! Sie sind sozusagen aussortiert worden durch die natürliche Auslese.

Egal um was für eine Behandlung es sich handelt, wenn man schon weiß, was für ein biologischer Typ man ist, welche „Signatur“ zutrifft, kann man im Vorfeld wissen, ob die Behandlung anschlagen wird.

Praktisch jeder Mensch ist schockiert, wenn er dies hört. Ich soll also schon festgelegt sein in meinen Möglichkeiten, nicht alles und jedes machen können, wie man mir seit meiner Geburt immer erzählt hat? Ausgeschlossen!

Doch allein der Zeitpunkt der Entscheidung hat sich nach hinten verschoben: Wir treffen die Entscheidung zu unserer Signatur einfach viel früher als uns bewusst ist. Schon im Moment der Geburt muss das neu geborene Wesen entscheiden, wofür es in seinem Leben stehen will: Typ 1, Typ 3 oder etwa Typ 7? Unmittelbar nach der Geburt ist das festgelegt und nicht mehr änderbar. Unser Unterbewusstsein muss dem logischen Verstand mitteilen, wo die Vorlieben und Stärken sind, damit wir harmonisch mit uns selbst leben können.

Es gibt zwei Situationen die uns massiv schaden können: Wenn wir gegen unser (besseres, unbewusstes) Wissen, gegen unser „Bauchgefühl“ Entscheidungen treffen, die uns nicht gut tun, oder wenn wir durch Umstände in unserem Leben, schwerwiegende Änderungen, Katastrophen aller Art, davon abgehalten werden, unser Leben so auszurichten wie geplant.

In der Praxis bedeutet das: 90% der Menschen wissen, was ihnen gut tut. Wenn wir diesen Weg verlassen, werden wir krank. Umgekehrt werden wir wieder gesund, sobald wir auf den „rechten Weg“ zurückkehren.

In extremen Situationen wie schwerer Erkrankung, chronischem Leiden, Behinderungen oder Krebs wenden wir oft einfach alles an, was gerade „in“ ist, ohne nach Signatur zu unterscheiden. Das ist nicht nur sinnlos, sondern oft auch schädlich.

So ist zum Beispiel eine Chemotherapie für Biotyp 1 besonders schädlich, während sich Biotyp 7 leichter tut mit dem Abbau von toxischen Substanzen. Typ 5 reagiert nicht gut auf Akupunktur, Hyperthermie für Typ 3 ist sinnlos, bei Typ 2 vielleicht hilfreich.

Die Signaturenlehre ist leicht zu erlernen (unser nächstes Seminar gibt es hier) und noch einfacher anzuwenden. Mit ihr kann man gezielt eine Therapie finden oder im Vorfeld festlegen, was funktionieren könnte.

Man sollte natürlich nicht dogmatisch sein. Jeder Mensch hat unterschiedliche, alternative Möglichkeiten zu reagieren. Wenn ich auf das Einhalten der signaturtypischen Vorgabe achte, dann weil es schneller geht und mehr Erfolg verspricht. Die Schulmedizin hat genau das Gegenteil postuliert: die Entwicklung von Medikamenten, die für jeden Menschen sinnvoll sein sollen. Der Unterschied hier sind insbesondere die berühmten „Nebenwirkungen“: Je weiter das pharmakologische Mittel von meiner Signatur entfernt ist, desto mehr Nebenwirkungen treten auf, bis hin zur totalen Sinnlosigkeit der Medikation.

Der ehrenwerte Dr. Banerji hat mit seinen „Banerji Protokollen™“ das Problem der Signaturen überwunden. Da in der Natur alles aufeinander abgestimmt ist, hat er genau hingesehen: Nicht jeder Mensch kann alles, und ebenso wenig kann ein Mensch einfach an „allem und jedem“ erkranken. Paracelsus sagte schon: „Der Mensch erkrankt nach seiner Natur“. Banerji stellte fest: Gewisse Mittelkombinationen helfen bei bestimmten Krankheiten immer; zumindest in 80% der Fälle. Banerji hat nicht die Menschen identifiziert mit einer speziellen Behandlung, er hat die KRANKHEITEN identifiziert und ihnen feste Kombinationen zugeordnet. So entstanden die berühmten „Protokolle“. Da der Mensch nach seiner Natur erkrankt, zeigt die Krankheit die wahre Natur!

Zumindest in mehr als 80% der Fälle.

Für alle anderen gibt es alternative Protokolle oder Schulmedizin.

Homöopathie V2.0

Dr. Miguel Corty Friedrich

Einleitung

Als ich vor 3 Jahren im Internet auf die Arbeit von Prof. E. S. Rajendran stieß, wusste ich sofort, dieses Wissen möchte ich nach Europa holen!

Dieser indische Homöopath war auf die Idee gekommen, dem Placebo-Dogma der Homöopathie auf den Grund zu gehen: Er wollte wissen, ob denn nun etwas drin war in den verschütteten Potenzen, oder nicht!

Zu diesem Zweck begab er sich 5 Jahre lang in ein Elektronenmikroskop-Labor, um die gängigsten homöopathischen Mittel nach Hahnemann genauer zu untersuchen, und er wurde fündig!

Sein Werk zeigte schließlich 278 Bilder von “C” und “LM” Potenzen der 10 wichtigsten Mittel der Homöopathie, und in allen sind Nanopartikel, kleinste Einheiten molekularer Verbände, zu sehen, mit denen man eine Menge machen kann.

Bild 1: Prof ES Rajendran Lycopodium LM1 und LM 24

Nanopartikel in homöopathischen Lösungen

Die Entdeckung hat bisher ungeahnte Auswirkungen. Nicht nur, dass die in der Homöopathie eingesetzten Mittel durchaus etwas enthalten, das sehr rasch und sehr zielorientiert eine Wirkung  entfalten kann, sondern es zeigen sich auch eine Fülle pharmako-dynamischer Eigenschaften, die für die Homöopathie weitreichende Auswirkungen haben.

So ist in allen Potenzen immer die ursprüngliche Substanz zu sehen, aus der das Mittel hergestellt wurde. Handelte es sich um “Aurum”, fand Prof. Rajendran Gold, war es “Ferrum”, fand er Eisen. Doch damit nicht genug: Je nachdem, um was für eine Potenz es sich handelte, fand er weitere Elemente. Es wurden natürlich Verunreinigungen gefunden und weitestgehend ausgeschlossen. Es fanden sich Elemente, die scheinbar immer in einem Mittel “mitgeschleift” wurden. Bestimmte Mittel zeigten immer “Mitläufer”, die sich mit dem Stoff assoziierten. Doch traten je nach Verschüttelung, nach Potenz, weitere Elemente auf den Plan, für die wir noch keine befriedigende Erklärung haben, die aber vorhanden sind.

Dynamische und charakteristische Lösungen

So stellte er fest, dass beispielsweise die C200 und die 1M Potenz gern ein besonderes Spektrum an Elementen anbot, die das Heilmittel dynamischer und breiter wirksam werden ließ, während zum Beispiel in der C30 das ursprüngliche Mittel konzentrierter auftrat, geradezu “reiner”.

Des Weiteren zeigte sich, dass es eine Entwicklung von größeren Nanopartikeln zu kleineren Nanopartikeln gab, ebenso wie von weniger vielen Partikeln zu mehr Partikeln, ein Bild, das sich von der Reihe C6 bis C200 von 1M bis CM wiederholte.

Bild 2: ES Rajendran Elementverteilung in Aurum met C30, Partikelgröße 3nm-366nm
Bild 3: ES Rajendran Elementverteilung in Aurum met 1M, Partikelgröße 5nm-50nm

In metallischen und mineralischen Mittel fanden sich sehr unterschiedliche Elemente, während in biologischen Mitteln Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff als Hauptbestandteile auftraten.

Außerdem fand er heraus, dass sich die LM Potenzen gleichmäßiger verhielten als die “C” Potenzen, regelmäßig kleiner waren als vergleichsweise die “C” Potenz. Auch zeigte sich eine eher gleichmäßige Verteilung und Bandbreite der Nanopartikel zwischen LM1 bis LM30, ein Verhalten, dass bei “C” nicht auftrat.

Eine Welt der Pharmakodynamik

Damit öffnet sich für die Homöopathie eine Welt der Pharmakodynamik, ganz genau so, wie sie in der klinischen Pharmakologie existiert.

Wenn wir als Homöopathen aufgeschlossen genug sind, können wir aus der Beschreibung der neuen Wissenschaftlichen Homöopathie erkennen, wie sich Nanos im Gewebe verteilen, ihren Stoffwechsel und Abbau intuieren. Wir wissen, dass unterschiedliche Metalle sich gut durch das Blut verteilen, dann aber länger brauchen um in metall-organischen Komplexenverbindungen, sogenannten Chelaten, ausgeschleust werden müssen. Ihre Größe liegt immer im “Quantum – Dot” Bereich (unter 20 nm), und sie durchdringen und verteilen sich damit in allen subzellulären Strukturen. Sie sind “tiefer und langhaltiger” wirksam als  pflanzliche oder tierische Mittel.

Lycopodium oder Psorinum z.B. bestehen aus Kohlenstoff und Sauerstoff, oft Wasserstoff, manchmal Stickstoff, und werden rasch im Gewebe durch größere subzelluläre Einheiten abgefangen, verstoffwechselt oder absorbiert. Solche Mittel sollten mehrmals gegeben werden, Metalle eher seltener.

Die Indikation zu einer Potenz mit weniger nachgewiesen Elementen wird “charakteristischer, essentieller” ausfallen, als eine Potenz, in der bis zu 15 verschiedene Stoffe auftreten.

Ein anderer interessanter Aspekt ist auch der, dass die Nanopartikel innerhalb einer Verdünnungsreihe unterschiedliche Morphologien entwicken.

So kann Gold je nach Potenz kleine Oktaeder ausbilden wie die makroskopischen Goldnuggets, oder aber Lebensbäume bilden, die eher versteinerten Farnen ähneln bzw. den Dendromeren aus dem “bottom up Verfahren” der industriellen Nanowissenschaft.

Bild 4: ES Rajendran Aurum met LM24 und C200

Doch das Wesentliche bei all dem ist doch wohl, dass es uns Erklärungen und Ideen zur Verwendung der Mittel liefert.  Die unterschiedliche Verteilung im Körper, deutet auch auf unterschiedliche Indikationen, während unterschiedliche Größen und Zusammensetzungen nach unterschiedlichen Dosierungen (Wiederholungsfrequenzen) verlangen. Anders ausgedrückt: Die Homöopathie als Wissenschaft muss sich komplett neu definieren.

Biologische Wirkung kleinster Teilchen

Kaum in Europa, aber mit Nachdruck im Osten, wird an den biologischen Effekten der Nanos geforscht. Über 100 Veröffentlichungen aus Indien, China, Japan, USA, sogar aus der Türkei zeigen vielfältige Auswirkungen von Nanopartikeln auf subzelluläre Strukturen. Da wurden Veränderungen auf DNA-Ebene wie Methylierung nachgewiesen, es fanden sich Neuregulationen nach “auf und nieder” in der Bildung von Zellbotenstoffen, Veränderungen an Immunkomplexen und vieles mehr.

Inwiefern all diese Modulation und Modifikation auf die alleinige Wirkung eines Nanos zurück zu führen ist, weiß noch niemand genau, aber man hat künstlich induzierte Tumorarten bei Mäusen und Ratten mit Homöopathie verschwinden lassen, man hat Zellkulturen und Labortiere mit Homöopathie behandelt und die Veränderungen aufgezeichnet. Jede Behauptung, Homöopathie sei Plazebomedizin ist daher reiner Unsinn. 

Wissenschaftliche Homöopathie

Mir ist vollkommen bewusst, dass diese Entdeckung unsere Homöopathie erneut spalten wird. Vielleicht ist es für einige unter uns ein Fortschritt, wenn Diskussionen um die mehr oder weniger energiereichen Potenzen als ein Heilmittel “sine materie”, also eher energetischer Art, abgelöst werden von nachweisbaren Stoffen. Qualitätssicherung homöopathischer Produkte per Elektronenmikroskop wird daher in Zukunft erforderlich werden. Energiebilder auf Wasserträger mögen gewisse Frequenzmuster übertragen können, werden aber eher nicht die selbe Wirkung entfalten wie physikalische Nanopartikel. Außerdem: bei der Herstellung muss gerade bei den “mitgeschleiften Elementen” sehr sorgsam vorgegangen werden, um die Mittel beim Verbraucher als gleichwertig abgeben zu können!

Auch die “Mystik” der Homöopathie wird Schaden erleiden. Wir müssen uns fortan mit anderen physikalischen Produktproblemen auseinandersetzen. Wir brauchen neue Indikationslisten, neue Repertorisierungen, neue Beschreibungen der Mittel auf Elektronenmikroskop-Ebene. Die Homöopathie muss sich vom unverstandenen Aschenputtelmädchen in die neue Prinzessin der biologischen Produktforschung verwandeln. Hahnemann würde erneut sagen: “Wenn ich das meinen Schülern erzähle, werden die meisten mich verlassen!” Aber das sagte er ja schon 1842… 

Ausblick

Ich sage immer, jeder Homöopath sollte das Buch “Nanodynamik” auf seinem Schreibtisch liegen haben, ebenso, wie viele von uns eine Ausgabe des “Organon” im Schrank haben. Letzteres, um nachzuschlagen, was sich Hahnemann bei gewissen Paragraphen wohl gedacht hat, ersteres, um jedem Zweifler die Bilder unter die Nase halten zu können: “Wieso soll in Natrum mur C30 nichts drin sein? Schlagen sie doch auf Seite 86 nach, da sehen Sie es!”

Bild 5: ES Rajendran Natrum mur C30

Umdenken erfordert Anpassung und Flexibilität. Jungen Menschen ist es gegeben, in eine neue Zeit hineinzuwachsen. Uns Älteren sollte es reichen zu wissen, dass unsere Kunst eine neue Grundlage erhalten hat, die uns nach 220 Jahren Praxis Recht gibt! Ein guter Homöopath braucht keine neue Erkenntnis zur Methode: Er hat bereits Methode und seine Mittel wirken und helfen, wie sie es seit Jahrhunderten unter Beweis gestellt haben.

Viele neue Mittel werden den Markt erobern: Hustenmittel, miasmatische Mittel, Haut-, Augen-, Krebsmittel, Stoffe mit feststehender Komposition und Indikation, nur auf homöopathischer Basis. Wer mit der Homöopathie neu anfängt, kann diese neuen Ergebnisse in Bezug setzen zur neuen “Signaturenlehre nach Paracelsus” und wird dabei entdecken, dass sich die alten hermetischen Gesetze in ganz neuem Gewand mit den modernsten Methoden unserer Zeit bestätigt haben. Die Homöopathie wird dadurch zum perfekten Begleiter einer nach Typen geordneten Krankheitslehre. Genau wie mit Handys und der Neuen Technologie: Behandeln wird einfacher, verständlicher und biologischer.

Bibliographie Empfehlungen

  1. Rajendran, E.S.; “Nanodynamik” Edition Winterwork, Borsdorf, 2019
  2. Corty Friedrich, Miguel.; “Krebsrevolution”, Europa Verlag München/Berlin, 2016
  3. Dane, Michaela; “Heilgeheimnisse des Paracelsus”, 2. Auflage, Edition Winterwork, Borsdorf, 2019

Einige “Papers” zur Thematik:

  1. Efficacy of two commonly used potentized homeopathic drugs, Calcarea carbonica and Lycopodium clavatum, used for treating polycystic ovarian syndrome (PCOS) patients: II. Modulating effects on certain associated hormonal levels(Debarsi Das et al; K’Pubs 2016; Feb, 6(1): 7-7)
  2. Protective potentials of a potentized homeopathic drug, Lycopodium-30, in ameliorating azo dye induced hepatocarcinogenesis in mice. (S Pathak et al, Mol Cell Biochem 2006; Apr;285(1-2):121-31)
  3. Evidence in support of gene regulatory hypothesis: Gene expression profiling manifests Homeopathy effect as more than placebo. (S K Saha et al; International Journal of High Dilution research 2013; Vol 12 No 45)
  4. A homeopathic nosode, Hepatitis C 30 demonstrates anticancer effect against liver cancer cells in vitro by modulating telomerase and topoisomerase II activities as also by promoting apoptosis via intrinsic mitochondrial pathway (J Mondal et al ,Journal of integrative medicine 2016; Vo 14 (3), 209-218)
  5. Potentized homoeopathic drugs act through regulation of gene-expression: a hypothesis to explain their mechanism and pathways of action in vitro. ( A R Khuda Buksh, Complementary therapies in medicine1997; Vol5 (1);43-46)
  6. Phenotypic evidence of ultra-highly diluted homeopathic remedies acting at gene expression level: a novel probe on experimental phage infectivity in bacteria. ( Santu Saha et al, Journal of Chinese integrative medicine 2012; 10(4):462-70)
  7. Condurango 30C induces epigenetic modification of lung cancer-specific tumour suppressor genes via demethylation. (A R Khuda Buksh, Sikdar S. Complementary medicine research 2015; 22:172-179)
  8. Efficacy of a potentized homeopathic drug (Arsenicum-Album-30) in reducing cytotoxic effects produced by arsenic trioxide in mice: IV. Pathological changes, protein profiles, and content of DNA and RNA. ( Kundu S N, Complimentary therapies in medicine 2000; 8(3):157-65)
  9. Potentized homeopathic drug Arsenicum Album 30C positively modulates protein biomarkers and gene expressions in Saccharomyces cerevisae exposed to arsenate. ( Durba Das, Journal of Chinese integrative medicine 2016; 9(7):752-60)
  10. Homeopathic Thuja 30C ameliorates benzo(a)pyrene-induced DNA damage, stress and viability of perfused lung cells of mice in vitro.( Mukherjee A. Journal of integrative medicine 2013; 11(6):397-404)
  11. Ultra diluted plant extract of Hydrastis canad and Marsdenia condurango induce epigenetic modifications and alter gene expression profiles in HeLa cells in vitro. (Santu Kumar Saha, Sourav Roy, Ansiur Rahman Khuda-Bukhsh; J of Integrative Medicine; www.elsevier.com/locate/issn/20954964

Banerji Protokolle – Erfolgsmodell auf drei Ebenen

Krebstherapie nach Banerji

Seit nahezu zehn Jahren wenden wir die Homöopathie nach Banerji (BP™) an, die letzten 5 Jahre vermehrt bei Krebs. Die bisherigen Erfolgsquoten geben uns Recht: Über 60% unserer Patienten leben auch noch nach 5 Jahren. Damit liegt unsere Erfolgsquote bei „Krebs – allgemein“ über dem statistischen Durchschnitt. Doch das ist nicht allein der Erfolg der BP ™. Entsprechend unserer Philosophie der Integrativen Medizin, zu der die BP™ gehören, ist dies nur eine von drei Säulen die wir sowohl Schülern als auch Patienten nahelegen.

Allein bei uns wurden im Jahr 2017 etwa 100 Krebspatienten behandelt.

Anzahl Krebspatienten im Jahre 2017

Wenn uns ein Patient aufsucht, beginnen wir mit den üblichen Punkten: Anamnese, Beurteilung der bisherigen Befunde, körperliche Untersuchung. Vorgeschichte der bisherigen Therapien.

Doch gleich darauf beginnt das Erforschen der biologischen Charakteristika.

Nach Ansicht der Schulmedizin sind alle Menschen gleich.

Das muss so sein, weil man sonst jeden Menschen anders behandeln müsste, und in der Folge keine statistischen Vergleiche möglich sind.

Dennoch kann integrative Medizin weder standardisiert noch zu stark individualisiert werden. Im ersten Fall verlieren wir Präzision in der Behandlung, im zweiten Fall, der Individualisierung, verlieren wir Prognose und Vergleichsmöglichkeiten zwischen den Fällen. In diesem Spagat zwischen zwei entgegen gesetzten Denkrichtungen haben wir uns entschieden die „Biologische Charakterisierung“ nach Paracelsus einzusetzen. Wir wenden die Signaturenlehre an.

Biologische Charakterisierung

Als Folge jahrelanger Beobachtung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass in den Naturwissenschaften ein wesentliches Element fehlt: Das Gesetz der Signaturenlehre, oder die Entsprechung der Materie nach Resonanz. Die „Hermetischen Prinzipien“ über den Aufbau der Welt sagen aus: „Wie Oben so Unten“ (heute genannt „Resonanzphänomen“), oder auch „Das Große prägt das Kleine“, und das Gesetz der Entsprechung: wie „Innen so Außen“ oder Fraktaltheorie.

Die oft verlachten und ignorierten Baupläne unseres Sonnensystems zeigen uns deutlich, dass es immer drei Bausteine für jedes größere Element gibt und dass die Korrespondenz der Stoffe, chemisch, physikalisch und biologisch immer von Innen nach Außen gleich bleibt. Dies ist der Schlüssel zur „Ähnlichkeits (=Similis)“ Theorie, bekannt unter dem Namen „Homöopathie“, aber auch zur anthroposophischen Lehre der „Entien“.

Auf dieser Basis kann man auf der Erde 7 unterschiedliche Verhaltensformen für Materie unterscheiden, die entsprechend 7 unterschiedliche Bindungsformen, Reaktionsformen und biologische Qualitäten haben. Ob es dem Menschen nun passt oder nicht, es gibt 7 unterschiedliche „Strategien“ oder Formen sich dem Leben anzupassen, und jeder Mensch wählt zu Beginn des Lebens eine davon für sich aus, die sie/er für den Rest des Lebens nicht mehr ändern kann.  Wir nennen dieses gern ignorierte Naturgesetz die „Heptosophie“, die „Lehre der Sieben Strategien“. Diese Behauptung ist keine „Philosophie“ oder Ansichtssache, man kann nicht wählen, oder eine „Neue“ Medizin damit schaffen: es ist eine biologische Tatsache, die man ignorieren kann, oder verstehen. Wenn man sie versteht, ordnet sich die Medizin ganz neu, man erkennt Zusammenhänge, man kann nachvollziehen, wie es zu den unterschiedlichen Erkrankungen kommt, vor allem aber kann man wesentlich genauer vorhersagen was geschehen wird, und auf was die Patienten ansprechen. Grade die Homöopathie wird zu einer leicht verwendbaren, vorhersehbaren Therapie mit hoher Erfolgsquote, da sie auf dem „Ähnlichkeitsprinzip“ aufgebaut ist.

Wiederholung der Bausteine in der Natur

Die zweite Neuerung nach Paracelsus ist die Wiederholung der Bausteine, die sich immer im „Dreiersatz“ zusammenfügen. Jeweils drei Elemente bilden ein neues, größeres Element. Wir wissen das aus der Quantenphysik: jeweils 3 „Elementarteilchen“ bilden ein neues, größeres Elementarteilchen. Auch dieses Naturgesetzt ist uns selten bewusst.

In der Medizin bedeutet es, dass wir, wollen wir etwas heilen, nach Möglichkeit auf alle 3 Bauelemente gleichzeitig einwirken sollten. Natürlich kann man sich auch auf ein einzelnes Element konzentrieren, aber die „Drei – Einigkeit“ wird rascher und effektiver zum Ziel führen.

Wir erkranken nach unserer Natur

Die dritte Neuerung nach Paracelsus lautet: der Mensch erkrankt „nach seiner Natur“, also im Rahmen seiner erwählten Strategie oder biologischen Charakteristika.

Ein Mensch mit Eigenschaften des Typ 1 wird zu Allergie neigen, er wird hohe Schmerzempfindlichkeit haben, in vielen Fällen unter „Reizdarm“ leiden und oft rheumatische Beschwerden präsentieren oder „Hashimoto“ diagnostiziert bekommen. Aber er wird eher selten oder nie Nierensteine haben, er bekommt keinen Herpes und auch kaum Diabetes. Umgekehrt wird Strategie 2 rasch Diabetes bekommen, dafür aber nie Reizdarm.

Die Natur der Krebstherapie nach BP™

Dr. Banerji kannte die heptopathische Lehre der „biologischen Charakterisierung“ nicht, er behandelte nach Wiederholung. Aber nach 1000 Patienten mit „Reizdarm“ hatte er eine Kombination von Mitteln zusammengestellt, die im Wesentlichen aus Mitteln der Strategie 1 bestanden, und nach 1000 Diabetikern eine Kombination aus Mitteln Typ 2, die Diabetes verbesserte. Es war das Prinzip „Try and Error“, dass ihn dazu brachte, nach Millionen von Kranken in Kalkutta ein System zu finden, dass im Wesentlichen den Regeln des Naturgesetztes entsprach: Finde die Natur der Erkrankung, und du hast die Mittelgruppe erkannt, die zur Heilung eingesetzt werden kann.

Ein Mensch leidet nicht unter „irgend einem Krebs“, er leidet an „seinem Krebs“

Es gibt viele Wege nach Rom, sagt der Volksmund. Dr. Banerji entdeckte Kombinationen von Heilmitteln, die den Vorgang „Krebs“ in jedem besonderen Fall am treffendsten beschrieb. Er konnte auch beobachten, dass die Krebserkrankung mit Vorliebe einen bestimmten Typ Patient erwählte, je nach Krebsform. Ich bin mir sicher, dass jeder Onkologe dies auch schon beobachtet hat, die Schulmedizin kennt aber noch nicht das Ordnungsprinzip, nach dem dies geschieht.

Dr Banerji fand diese Zusammenhänge, weil er ein exzellenter Homöopath war. Er konnte aus der einzelnen Beobachtung die allgemeine Regel ableiten: Brustkrebs behandelt man am besten mit Phytolacca, einer Pflanze mit zwei (wesentlichen) alkaloiden Wirkstoffen: einem hormon-identischen, und einem nicht hormonellen Wirkstoff, sowohl gegen Hormon-abhängigen Krebs wie nicht – hormonell gesteuertem Krebs.  Dies beschreibt die „physiologische“ Therapie oder Ebene 2.

Einen anderen Weg beschreiten Therapeuten, die hochdosierte Vitamine verwenden, Aufbauprodukte verschreiben oder, im Gegenteil, versuchen Krebszellen durch gezielte Blockaden wie monoklonale Antikörper und Hormonblocker von der Versorgung durch Blutkreislauf und Nahrungsstoffe abzuschneiden. Dies beschreibt die „strukturelle“ Therapie, oder Ebene 1.

Der dritte Weg führt über das Verständnis von negativen, „toxischen“ Emotionen. Bei der Behandlung von Krebs kennt man verschiedene Modelle, nach denen Emotionen Krankheiten auslösen können, z B. Schock, Traumata, schwerer Verlust oder massives Mobbing. Zum Beispiel sind sich beim Thema des duktal – invasiven Brustkarzinoms die meisten Autoren einig: Die negative Emotion, ein übermäßiges „Geben wollen“, bei gleichzeitiger totaler Ablehnung durch den geliebten Menschen, kann zur Ausbildung des Krebses führen.

Ein weiterer Heilungsweg ist also das Auflösen der krankmachenden Emotion. Dies ist die Therapie der „Reprogrammierung“ und Auflösung von traumatischen Erlebnissen. Dies ist die „Ebene 3“.

Unterschiedliche Biotypen reagieren unterschiedlich auf emotionale Belastung. So entsteht zum Beispiel die nachfolgende Grafik (Analyse eigener Fälle): bei 150 Patienten fanden sich am häufigsten Patienten der Strategie 5, gefolgt von Nr. 3 und Nr 1.

Auch wenn wir noch keine Daten besitzen, die uns die Gesamtverteilung dieser 3 Typen in der Gesellschaft aufschlüsselt, so ist doch anzunehmen, dass die emotional mehr gefährdeten Typologien diese drei darstellen. Anders ausgedrückt: die Menschen des Biotyps 5, 3 und 1 können eher an Krebs erkranken, als die anderen.

Der Erfolg der „Krebsrevolution“

Abschließend kann man sagen, dass die BP™ ein System darstellen, das auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig behandelt. Dazu kombiniert Dr. Banerji Mittel sehr unterschiedlicher Verdünnungsstufe zu einem Ganzen.

Von unserer Seite kommt eine gründliche Analyse des Einzelfalles dazu: Vorgeschichte, Therapiegeschichte, psycho-onkologische Beurteilung und der Abgleich zwischen dem bisherigen Lebensweg und der biologischen Strategie, die die/der Patient/in erfahren hat. Aus diesen Elementen resultiert wiederum ein mehrschichtiges Therapiekonzept mit ausgezeichneter Erfolgsquote.

Jeder Therapeut kann diese Kombination leicht lernen. Die zentralen Punkte sind einerseits die korrekte Interpretation der Banerji Protokolle™, und andererseits das Erkennen der richtigen Bio-Typologie oder „Signatur“.

Die Banerji Protokolle™ enthalten einen weiteren Faktor, der bislang nie berücksichtigt wurde, wiederum aus der Beobachtung abgeleitet. Er besagt, dass nach jeweils 3 Monaten die Therapie neu überprüft werden muss. Offenbar ordnen sich die krankmachenden Umstände alle 3 Monate neu, so dass Auslöser und Zusammenhänge neu verstanden werden müssen. Dieser Beobachtung werde ich an anderer Stelle Rechnung tragen.

Miguel Corty Friedrich (Dr. med), “Clinica Praxis” El Campello (Alicante – Spanien), dr.corty-friedrich@krebsrevolution.de , www.krebsrevolution.de www.heptopathie.de

“Homöopathische Mittel sind langsam…”

Eine oft zitierte Behauptung über homöopathische Heilmittel ist diese: Sie seien langsam.

Auch als ich klassische Homöopathie lernte, wurde mir beigebracht, eine erfolgreiche Behandlung brauche etwa 50% der Zeit, über die sich das Problem entwickelt habe.

Es ist an der Zeit, dass wir uns kritisch mit den überlieferten Glaubenssätzen zur Homöopathie auseinandersetzen. Solche Ansichten stammen aus einer Zeit, in der homöopathische Behandlungen noch nicht systematisch und wiederkehrend eingesetzt wurden. Man kann darüber streiten, ob “programmatische Homöopathie” wie zum Beispiel die Banerji Protokolle™ (BP™) echte Homöopathie sind oder nicht. In jedem Fall werden homöopathische Mittel zum Einsatz gebracht, und man bekommt vergleichbare Ergebnisse.

Aus verschiedenen Gründen sind programmatische Behandlungen sinnvoll:

  • Sie kommen rasch zum Einsatz
  • Sie brauchen eine möglichst genaue Diagnose nach schulmedizinischen Kriterien
  • Die Behandlungen werden vergleichbar
  • Erfolg wird messbar
  • Die endlosen Verdünnungsstufen (Potenzierungen) werden auf einige wenige begrenzt
  • Homöopathie wird kostengünstiger (weil die Mittel standarisiert werden können)
  • Die Vorgehensweise entspricht den Ansprüchen einer logischen, nachvollziehbaren Medizin

Leider sind die Lager der Verfechter einer “sanften Medizin” geteilt. In Spanien, wo ich studiert habe und praktiziere, haben wir den Satz “Teile und herrsche!” gelernt. Je zersplitterter eine Gruppe ist, desto weniger Einfluss kann sie auf die Entwicklung einer neuen Idee nehmen. Das ist wesentlich bei den biologischen Heilverfahren. Wie, wenn nicht dank Streit und fehlender Kommunikation zwischen den Therapeuten, könnte eine Schulmedizin es sonst erreichen, dass bei einer überwältigenden Patientenzahl, die eine sanfte Medizin bevorzugen, bis heute keine einheitlichen Richtlinien zur Kooperation mit konventionellen Therapiemethoden erzwungen werden konnte? Jeder 2. Patient bevorzugt eine biologische Therapie, aber nirgends gibt es Richtlinien. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass sich die Therapeuten uneinig darüber sind, was gemacht werden sollte.

Streitpunkte um Homöopathie:

  • Hochpotenzen enthalten keinen Wirkstoff
  • Hochpotenzen sind ausschließlich “psychisch”
  • Potenzen dürfen nicht gemischt werden
  • Komplexmittel sind Verrat an der Idee der Homöopathie
  • Das beste Heilmittel ist jenes, mit dem “alles” am Patienten auf einmal behandelt wird
  • Das “richtige Mittel” verursacht eine “Erstverschlimmerung”
  • Chronische Erkrankungen kann man nur miasmatisch behandeln
  • Das Thema der “Miasmatischen Erkrankungen”
  • Das Thema der “symptomatischen Therapie” in der Homöopathie
  • Usw.

Wie man sieht, kann man sich über praktisch alles streiten.

In den USA wurde vor über 20 Jahren ein Programm zur Überprüfung von “alternativen Heilmethoden” gestartet. Mittlerweile sind aus dieser Quelle hunderte von Veröffentlichungen entstanden, von kleinen “Papers” bis zu dicken Handbüchern.

Man hat Mönche beim Beten unter Gehirnscanner gesetzt, man hat Resonanz Diagnostik vor und nach Reiki beim selben Patienten gemacht, und man hat natürlich homöopathische Behandlungsgrundsätze überprüft.  Die Ergebnisse sind überzeugend: Man könnte sagen, alles, was uns sinnvoll einfällt, um den Krankheitsverlauf zu verändern, kann theoretisch funktionieren. Entscheidend dabei ist als Ergänzung der Behandlung die Einstellung von Patienten und Heilern: Sind wir davon überzeugt, machen wir mit, verändern sich die Parameter. Glauben wir es nicht, blockieren wir, bleibt alles beim Alten. Selbst die Supermittel aus den Banerji Protokollen bleiben in ihrer Wirkung auf wenige Monate beschränkt, bevor alles wieder so weiter geht wie zuvor.

Man kann den Menschen nicht vor seinen eigenen Ängsten schützen.

Da frage ich mich: Wenn tatsächlich so viele Maßnahmen eine Wirkung zeigen, warum streiten wir uns dann darüber, “wer Recht hat”? So etwas kann es doch gar nicht geben! Der Einfluss einer guten Maßnahme ist immer positiv, egal ob das Ergebnis in unsere Vorstellung von Wirkungsweise passt. Falls wir Therapeuten nicht bereit dazu sind, Neues zuzulassen, handeln wir genau wie die blockierten Patienten und sollten unsere Überzeugungen dringend überprüfen!

Die Pfeiler der Homöopathie wurden in den letzten Jahren massiv erschüttert. Es mögen noch viele Jahre vergehen bevor all diese neuen Erkenntnisse Eingang in unser klinisches Denken gefunden haben, aber praktische Änderungen zur täglichen Praxis werden unvermeidbar werden

Dr. Banerji hat uns 2011 seine “Protokolle”[i] zur homöopathischen Therapie nach Diagnosen hinterlassen. Dr. Rajendran hat uns 2015 seine elektronenmikroskopischen Bilder der gängigen Potenzen nach Hahnemann vorgestellt[ii]. Dr. Kudha Bukhsh hat epigenetische Modifikationen in der Genexpression kranker Zellen durch homöopathische Behandlungen von 1997 bis heute nachgewiesen![iii]. All diese Neuerungen sollten mit Vorurteilen aufräumen und viele komplementär-medizinischen Therapien in den Rang einer echten Alternative zur schulmedizinischen Behandlung werden lassen.

Eine Krankengeschichte

Herr EW suchte per Internet Rat Ende März 2018. Seit etwa einem Jahr bestand bei ihm ein “desmoider Tumor”, eine Art lymphoiden Fibrosarkom. Trotz Gewebeentnahme Dez 2017 konnte keine bessere Diagnose für diesen rasch wachsenden Tumor gefunden werden.


Zustand März 2018

Er hatte zu dem Zeitpunkt bereits schulmedizinische Behandlung mit Imabimib und Celecoxib erhalten, und bereitete sich auf 3 x 3 Wochen Therapie mit Methotrexat und Vinorelbine vor.

Der Patient hatte den Eindruck, dass nach der Biopsie, trotz Imabimib, der Tumor gewachsen sei.

Zustand Juni 2018

Während der ersten Serie von 3 x 3 Chemozyklen wuchs der Tumor weiter bis zu einer maximalen Größe Ende Juni 2018.

Aufgrund von Übelkeit und Erbrechen nach Chemo wurde außer dem Banerjiprotokoll “Fibrom/Sarkom” und “Non Hodgkin Lymphom” Nux vomica C30 und Camphora C 200 verordnet.

Es folgte eine zweite Serie Methotrexate & Vinorelbine bis Oktober 2018.

Die Behandlung nach dem Banerji Protokoll bestand aus: Thuya occ C30 4x/d, Belladonna C 30 2x/d, Arnica mont C3 4x/d, Hamamelis virg C 200 4x/d, Hepar sulph C6 4x/d, Symphytum off C 200 2x/d, Schüssler Nr 2 & 4 2 x 2 Tabl tägl in D3, Carcinosinum C 30 alle 2 Tage. Mit wenigen Veränderungen (siehe Übelkeit) wurde dies vom 10. April bis 18. Dezember 2018 regelmäßig eingesetzt.

Seit Dezember 2018 ist der Tumor bis auf eine im CT nachweisbare Größe von etwa 2 cm zusammengefallen.

Die Chemotherapie wurde im Oktober 2018 abgesetzt, seitdem wird nur noch nach Banerji behandelt. Bisher ist kein neues Wachstum aufgetreten.

Zustand Dezember 2018

Natürlich kann man nicht beweisen, dass der Tumor allein aufgrund der Anwendung des Banerji Protokolls auf 2 cm geschrumpft ist. Der Patient ist überzeugt, dass das großartige Ergebnis aus einem Zusammenspiel Homöopathie/Schulmedizin (& seinem Willen zur Heilung) zurückzuführen sei.

Doch für mich zeigt das Beispiel ein typisches Verhalten, das man bei der Anwendung eines BP™ immer wieder beobachten kann: Die Ausdehnung der humoralen Erkrankung bleibt nach ca. 3 Monaten Behandlung stehen. Von hier an muss der Patient sich entscheiden. Bleibt er fest bei seiner Behandlung, stehen die Chancen groß, dass der Prozess zumindest zum Anhalten kommt.

Bisher hat es noch keinen Fall von vollständiger Heilung in Deutschland gegeben. Im Laufe von jetzt 2 Jahren praktischer Anwendung der BP™ bei deutschen Patienten sind allerdings die ersten 10 Patienten (von ca. 180 Patienten) laut schulmedizinischer Diagnostik “tumorfrei”. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Krebsarten: Magen, Pankreas, Brustkrebs, Gehirn und Lymphom. Doch dies ist erst ein Anfang, Dr. Banerji ließ seine Patienten über 10 Jahre nach “tumorfrei” nachverfolgen.

Im allgemeinen Durchschnitt zeigt sich eine Besserung / Stabilisierung des humoralen Prozesses bei 2 von 3 Patienten, obwohl etwa 75% mehrere schulmedizinische Prozesse durchlaufen haben und z. T. noch erhalten.

Es gibt statistische Hinweise darauf, dass ein vollständiges Verschwinden von Tumoren mittels Banerji Protokoll™ wahrscheinlicher ist, je weniger Schulmedizin zum Einsatz kommt. Trotzdem zeigt das Beispiel, dass in den meisten realen Fällen die Patienten beides einsetzen.

Unser Vorgehen folgt den Beispielen aus meinem Buch[iv], und berücksichtigt immer die drei Säulen der biologischen Therapie nach Paracelsus[v]. In weiteren Artikeln werde ich darauf gezielt eingehen.

Paracelsus sagt: “Es gibt keine unheilbaren Krankheiten; es gibt nur kranke Menschen!”

Miguel Corty Friedrich (Dr. med.), „Clinica Praxis“, El Campello (Alicante – Spanien)

dr.corty-friedrich@krebsrevolution.de
www.krebsrevolution.dewww.heptopathie.de



[i] Banerji,P, Banerji,P: “The Banerji Protocol; a new method of treatment with homeopathic medicines” published by “Pratip Banerji, pbhrfindia.org, 2nd Ed 2013 ISBN 978 93 80813 21-9

[ii] Rajendran, ES, “Nanodynamik; Nanowissenschaften und Homöopathie”, Ed. Winterworks 2018, Borsdorf, ISBN 978-3-96014-551-6

[iii] Potentized homoeopathic drugs act through regulation of gene-expression: a hypothesis to explain their mechanism and pathways of action in vitro. (A R Khuda Buksh, Complementary therapies in medicine1997; Vol5 (1);43-46) ; Condurango 30C induces epigenetic modification of lung cancer-specific tumour suppressor genes via demethylation. (A R Khuda Buksh, Sikdar S. Complementary medicine research 2015; 22:172-179)

[iv] Corty-Friedrich, Miguel: “Die Krebsrevolution; Wege aus der Angst durch integrative Medizin”, Europa Verlag 2016, München ISBN: 978 -3-95890-048-6

[v] Corty, Miguel; Dane, Michaela: “Lebendige Paracelsusmedizin, Praktische Anwendung – Fallbeispiele von heute”, 1. Aufl. Ed. Unimedica (Kandern) 2011, 2. Auflage in Vorbereitung (Edition Winterworks)

Spezialistentum oder Ganzheitliche Medizin?

(von Dr. Miguel Corty Friedrich)

Immer wieder werde ich gefragt, was die unterschiedlichen Ergebnisse zu Röntgenuntersuchungen, Blutanalysen oder Scannern zu sagen haben. Täglich schickt mir ein Patient neue Ergebnisse und möchte wissen, ob das nun “gut” oder eher “schlecht” ist.

Mittlerweile ist mir aufgefallen, dass man seinem Kopf nicht befehlen kann, den Körper zu heilen. Es geht einfach nicht. Es gibt Patienten, die betreiben das reinste Therapeuten-Nomadentum: Sie wandern von Arzt zu Heilpraktiker mit ihrem Problem, in der Hoffnung, “den Richtigen” zu finden. Wieder andere betreten grundsätzlich kein Krankenhaus und lassen sich nicht gern von Maschinen untersuchen.

Die perfekte Mischung liegt, wie immer, irgendwo in der Mitte. Eine vernünftige Grunduntersuchung mit einer Befundaufnahme, mit der man eine Therapie planen kann, ist heutzutage unerlässlich, dazu gehören auch maschinell erhobene Befunde.

Das Gegenteil von “Integrativer oder Ganzheitlicher Medizin” ist leider das moderne Spezialistentum. Gerade suchte ich die schulmedizinische Prognose für das Uterussarkom und seinen FIGO Status. Da ging mir auf, dass auch ein Onkologe, wenn er nicht gerade auf gynäkologische Krebsarten spezialisiert ist, vermutlich kaum spontan Ahnung davon haben wird.

Vielleicht beschäftigt er sich mit urologischer Onkologie, oder ist zuständig für Kopf oder Bauch – Onkologie, während die Blutkrebse von einem Hämatologen behandelt werden.

Dabei möchten die Patienten nach dem aktuellen Stand der Erkenntnis behandelt werden, und in den meisten Gremien soll die “S3 Leitlinie” zum Einsatz kommen, was ja auch stets aktualisiert werden muss. Mit anderen Worten: In der Schulmedizin existiert eine natürliche Trennung zwischen dem Wissen der Einen und dem der Anderen, das zum einfachen Satz “Teile und Herrsche” führt! Wie will selbst ein Onkologe wissen, was die beste Therapie für einen Krebspatienten ist, wenn er die Natur seiner Patienten samt deren sonstigen Leiden nicht kennt. Auch das berühmte Tumorboard weiß nicht, wie sich Chemo- oder Strahlentherapie beim  konkreten Einzelfall auswirken wird.

Daher ist es nur logisch, dass kein Patient von seinem Onkologen verlangen kann, ihn auch noch komplementärmedizinisch zu beraten, oder ihn noch besser gleich ein Banerji Protokoll ™  machen zu lassen. So einen seltsamen Vogel wie einen “ganzheitlich denkenden Arzt” kann es kaum geben, denn fast alle Menschen müssen sich für ein Teilwissen entscheiden. Integratives Denken ist aber das krasse Gegenteil vom Teilwissen. Dementsprechend braucht es sehr viel Zeit die Puzzlestücke zusammenzusetzen, die Labordiagnostik, bildgebende Verfahren, Onkologie und Allgemeinmedizin geliefert haben.

Doch ist das Bild erstmal fertig, kommen ganz neue Aspekte zum Tragen: In erster Linie kann man finden, dass entsetzlich viele Krankheiten, besonders gern die chronischen, einen wesentlichen Bezug zum Empfinden, zur Psyche, zu den individuell unterschiedlich geschaffenen Lebensumständen haben. Krankheit und Gesundung haben offenbar wenig Bezug zur Logik, wohl aber zum Emotionalen!

Viele Befunde, Analysen, CT und NMR Scans machen niemanden gesund, es ist nur eine Hilfestellung. Gesund macht eine gesunde Lebenseinstellung. Doch manchmal verstellen Ängste, Sorgen, Zwang und schwerer Verlust dem Menschen den Weg zu einem lebenswertem Leben. Vielleicht gehört es zu den schwersten Dingen im Leben überhaupt, die Einstellung zu den Dingen beim Patienten zu ändern, aber genau das macht den Unterschied zwischen Behandeln und Heilen.

Heute bin ich davon überzeugt, dass Rationalität den Menschen nicht gesünder macht, positive Emotionen jedoch durchaus.